Montag, 8. Februar 2010

In den Fängen des Sozialen Netzes


Im Sommer machte der Tod der Iranischen Studentin Neda Agha-Soltan weltweit Schlagzeilen. Die Frau war am 20. Juli bei einer Demonstration erschossen worden, und wurde zur ersten Märtyrerin der Grünen Bewegung.Hinter diesem Ergreifenden Nachrichten event liegt jedoch eine  Zweite Tragödie, die der Journalist und Blogger David Schreven aufgeschrieben  hat.   Zeitgleich zu Neda Agha-Soltan lebte nämlich auch noch die Universitätsdozentin Neda Soltani in Teheran und geriet in den Verhängnisvollen Strudel von Massenmedien und Sozialen Netzwerken.

Die Medien verwechselten Soltani schlicht mit der echten Neda und nutzten ihr Foto aus Facebook für ihre Berichterstattung.Auch auf Twitter und in Blogs wurde das Bild Millionenfach verteilt. Versuche der Frau den Irrtum bei Massenmedien richtig zu stellen liefen ins Leere, die Regierung setzte sie unter Druck weil sie den Irrtum gegen die Opposition ausschlachten wollte.Auch Versuche  die Sache  in Foren richtig zu stellen brachten nichts. Soltani wurde beschimpft und bedroht, Am Ende verließ sie das Land und sitzt heute Mittellos und entwurzelt in einem Deutschen Flüchtlingsheim.

Mich hat die Geschichte berührt und schokiert, zeigt sie  doch welche Gefahren heraufziehen können, wenn das Netz zur Nachrichtenquelle wird. Die Viel Beschworene Weisheit der Massen im Netz  ist eine Illusion. Die Geschichte Soltanis zeigt, wie Massenmedien und Internet viel mehr  Biographien zerstören können. Alle Blogger und Journalisten sind aufgerufen aufmerksamer zu recherchieren um solche tragischen Verläufe zu vermeiden.

Mittwoch, 3. Februar 2010

Alle Guten Dinge sind 3 ? Oder Kopf gegen Bauch

Wie Freunde und diejenigen Leser die dieses Blog schon eine weile verfolgen wissen war ich ja schon zweimal im Iran auf Exkursion. Eigentlich war das Thema damit für mich zumindest auf mittlere Sicht abgehackt. Heute aber stieß ich im Orientzentrum auf die Ausschreibung für eine Exkursion in den Iran die Mitte Mai stattfinden soll,und offenbar vom Fachgebiet Iranistik ausgerichtet wird. Angekündigt wird eine entspannte und abwechslungsreiche  Tour durch den Mittel und Zentraliran. Auch wenn fraglich ist ob die Exkursion eine wesentlich andere Route nimmt als meine beiden letzten ist nun das Reisefieber in mir erwacht.Wenn die Route ausreichend abweicht wäre das ganze schon nochmal interessant. Außerdem rechne ich damit das die Iranisten die ganze Reise anders aufziehen als mein zweimaliger Exkursionsleiter Dr. Malmanesh.

Außerdem würde ich so auf jeden Fall ein paar verantwortliche aus der Iranistik Kennenlernen, was unter Networking Gesichtspunkten vielleicht auch nicht ganz doof ist, wenn man die Hoffnung hegt sich über ein Promotion/Mitarbeiterstelle im Zentrum "Festzusetzen "

Das Große Aber ist natürlich die Magisterarbeit, von der Ich nicht weiß ob ich es mir guten Gewissens leisten kann mitten drin für 10 Tage ab zutauchen. Außerdem wollte ich ja an sich im Herbst mit meinem Freund Roland ebenfalls für 10 Tage irgendwo hin.Die Finanzierung des ganzen müsste darüber hinaus auch diskutiert werden.

Ich denke aber ich werde die morgige Infoveranstaltung wohl trotzdem mal besuchen. Mal schauen was die im Detail planen. Vielleicht machen die das ja zukünftig auch regelmäßig,  sodass man sich da im Sommer 2011 nach dem Abschluss beteiligen konnte.

Update 7.2. 

Wenn nicht noch unvorhergesehenes geschieht werde ich die Exkursion nicht mitmachen.Sie ist unter dem Strich einfach zu Kurz(9 Tage) und zu Teuer(1200€)Für das Selbe Geld bekam ich 2008 eine fast doppelt so lange Reisezeit geboten. Außerdem sind nur Land und Leute Trips geplant, und so gut wie keine offiziellen Termine die ich vielleicht noch zur Informationsbeschaffung für die Magisterareit hätte nutzen können.

So Werde ich das von meinen großzügigen Eltern gestiftete jährliche Reisebudget dann doch in eine schöne Reise mit meinem alten Freund Roland investieren. Im Gespräch ist hier ein 10-tägiger Trip auf eine Dubrovnik vorgelagerte Insel. Mehr dazu vielleicht wenn es konkreter wird  
 

Iranisches Einlenken im Atomstreit?!


Wenn diese Meldung stimmt  wäre dies sicher nicht schlecht für die Welt, und ich müsste das Thema Atomstreit dass mir schon seit lanem ziemlich auf die Nerven geht auch nicht in meiner Magisterarbeit erwähnen.Mal abwarten wie sich die Dinge entwickeln werden. 

Dienstag, 2. Februar 2010

Das Extra 3 Aussteiger-Programm für Taliban

Weil es gerade so schön war hier noch ein Gelungener Satirischer Kommentar von Extra 3 Diesmal geht es wie der Titel schon sagt um das Aussteiger-Programm für Taliban, vor dem übrigens Experten warnen, da es höchstwahrscheinlich nur die Korruption fördert.genau dieser Punkt ist auch der Kern der Satire, aber seht selbst wie Streetworker Johannes Schlüter Taliban resozialisiert !



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Telekolleg: Englisch für Oettinger.

In Ergänzung zu meinem Eintrag Karriere nur mit Englisch? Das ich nicht lache ! Hier nun ein Satirischer Beitrag von Extra 3 zum Thema!

Viel Spaß!




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Sonntag, 31. Januar 2010

Kommentare jetzt moderiert

Eine Kurze Nachricht an alle LeserInnen ! Da sich Blogger in letzter Zeit leider zu einer fürchterlichen Spamschleuder entwickelt hat und ich keine Lust habe ständig Spam Kommentare zu löschen sind die Kommentare ab sofort moderiert. Mir tut dieser Schritt Leid,da ich immer ein Anhänger einer sehr liberalen Kommentar Politik war.Solange Blogger aber keine Bessere Möglichkeit zur Spamabwehr bietet sehe ich keine andere Option.Es wird also in Zukunft unter Umständen etwas dauern bis ein Kommentar online geht da ich ihn erst freischalten muss.

Es grüßt

Henning

Panzer fahren macht Mädels spitz !

Denkt sich offenbar das österreichische Bundesheer und für seine Kampagne Heer4U einen Werbespot lanciert, der dermaßen plump und dämlich ist, dass man nicht weiß ob man ihn wegen Sexismus verdammen soll, oder sich besser kaputt lacht über soviel Dummheit auf Seiten der Macher.Ich neige mal wieder zur Zweiten Variante und präsentiere den Clip somit als gelungen trauriges Stück Realsatire!

Viel Spaß !



PS: geklaut haben die Ösis die Idee übrigens offenbar aus der Ukraine, undzwar reichlich schlecht, aber seht selbst

Freitag, 29. Januar 2010

Howard Zinn gestorben

Das Leben bietet schon manchmal merkwürdige Zufälle auf.Da lese ich auf Empfehlung meines Lieblingsbuchhändlers gerade Howard Zinns Hauptwerk Eine Geschichte des Amerikanischen Volkes,und Schwupps stirbt der Mann an einem Herzanfall.Obwohl ich im Grunde nulll vertiefte Kenntnis über Zinn habe bedaure ich seinen Tot doch irgendwie. Seine Geschichte des Amerikanischen Volkes, die der Antikriegs Aktivist, Marxist und Historiker konsequent als Geschichte aus Sicht der Unterdrückten interpretiert empfinde ich als sehr anregende Lektüre. Außerdem fürchte ich das mit Zinns Ableben möglicherweise niemand diesen kritischen Forschungsansatz weiter führen wird.Es mag aber sein das Zinn sich einige Schüler herangezogen hat von denen ich nur nichts weiß.Unzweifelhaft verliert die Amerikanische Linke mit Zinn eine schillernde Figur.

Um Zinn ein wenig zu würdigen möchte ich ein Interessantes Feature des Linken Us-Nachrichtenmagazins Democracy Now mit euch Teilen. Dort gibt es ein Interview mit Zinn, Infos zu Zinns Biographie und Interviews mit seinen Weggefährten Alice Walker Noam Chomsky Naomi Klein und Anthony Arnove

RIP Howard Zinn

Informative 60 Minuten wünscht

Henning

Donnerstag, 28. Januar 2010

Karriere nur mit Englisch? Das ich nicht lache !

Hier gibt es   einen Mutmacher für alle Englisch Nullen. Das folgende Video zeigt das man auch mit grottigem Englisch richtig fett Karriere als EU-Kommissar machen kann.Was Günther Oettinger da abliefert ist so mies,dass ich ehrlich gesagt nicht weiß ob ich Lachen oder weinen soll.Aber die bessere Strategie dürfte darin bestehen das Elend einfach weg zu lachen. Immerhin sind wir jetzt vermutlich vor weiteren revisionistischen Umdeutungen ehemaliger NS-Marinerichter  sicher.Nun aber viel vergnügen mit dem radebrechenden Günther O !

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Dienstag, 26. Januar 2010

Der 1. C3 1984 aus Sicht der Tagesschau

Bei Netzpolitik.Org fand ich einen amüsanten Bericht vom ersten  Chaos Computer Club Kongress  1984. Angesehen davon das mich die Bilder ein wenig nostalgisch gemacht haben, erinnerten sie mich doch an meine ersten Gehversuche mit dem C64, die ich 2-3 Jahre später unternahm,ist der Bericht der Tagesschau noch aus einem anderen Grund interessant. Es wird nämlich deutlich, dass es schon vor 26 Jahren um ähnliche Themen wie heute ging. Auch damals diskutierte man den Datenschutz und schon Damals spielte IT-Sicherheit eine Rolle.Ich persönlich würde sogar sagen,das erst der CCC dieses Thema in die Gesellschaft einführte. Interessant wäre es einmal zu untersuchen warum das Thema  Datenschutz nach einer ersten Hochphase in den 80er Jahren für 20 Jahre von der Agenda verschwand, und erst in den letzten Jahren durch Gruppen wie die Piratenpartei reaktiviert werden musste.




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