Sonntag, 15. November 2009

Von Persien zum Iran!

Wie Kam es zur Umbenennung Persiens in Iran im Jahr 1935? Eine offensichtlich populäre Theorie besagt sie sei auf Vorschlag und als Ausdruck der Bewunderung für die Nazis erfolgt.Diese Theorie passt bestens in die Aktuelle Rezeption des Iran,schließlich rückt sie das Land in Nazi Nähe, und ermöglicht die Konstruktion einer Kontinuität von den 30er Jahren bis zum "Islamofaschismus"Mahmud Ahmadineschads.

Stimmen tut sie aber dennoch nicht wie sich bei Telepolis lernen lässt. Der Begriff Iran bedeutet zwar Land der Arier,dieser wurde aber eher Gegen den Willen der Nazis  gewählt. Mitte der 30er War das Verhältnis zwischen dem 3. Reich und Persien nämlich eher angespannt. Reichsbankpräsident Schacht musste sich bei einem Besuch im Jahr 35  mit Drittklassigen Gesprächspartnern zufrieden geben, dar der Schah sein Verhältnis zu den Sowjets nicht gefährden wollte. Auch war man in Teheran äußerst ungehalten darüber,das Nazideutschland  einerseits Perisische Oppositionelle gewähren ließ. andererseits aber Schah treue Gaststudenten an Deutschen Universitäten rassistischen Übergriffen ausgesetzt waren.

 Die Nazis  wiederum ärgerte das ausgerechnet ein Deutscher Jude ab 1929 die Persische Nationalbank aufbaute.Das Fass zum Überlaufen brachten aber Schikanen gegen den jüdischen Leibarzt Reza Khans und vor allem  die Tatsache das Nazideutschland ein Monopol auf das Arier sein verkündete.Schließlich begreifen sich die Perser  nicht zu unrecht seit tausenden Jahren  als die wahren Arier.So ist die Umbenennung wohl eher als Wink an die Nazis zu verstehen  wer hier der wahre Arier ist, denn als Ausdruck der Bewunderung.

Auswandern in die DDR !

Dieser Tage begehen wir Groß das zwanzigjährige Jubiläum des Mauerfalls in der DDR.Als einer der zentralen Gründe des Untergangs der DDR gilt nicht zu unrecht die Massive Fluchtbewegung von Ost nach West.

Telepolis erinnert in einem interessanten Artikel an den vergessenen Fakt, dass es zumindest in den 50er und 60er Jahren auch eine rege Migration in die andere Richtung gab. Junge Kommunisten Arbeit und Intellektuelle verließen die Bundesrepublik teils in der Überzeugung mit der DDR in das bessere weil antifaschistische Deutschland zu kommen,andere erhofften sich aber auch bessere Arbeitsmarktchancen.

Unter den West Zuwanderern finden sich auch einige bekannte Gesichter wie etwa die Eltern Angela Merkels, Der Liedermacher Wolf Biermann, der bekanntlich 1976 wieder ausgebürgert wurde oder der frühere Linksparteichef Lothar Bisky.Sicher handelt es sich bei diesem Thema eher um eine Randnotiz Deutsch-Deutscher Geschichte, jedoch finde ich es gut und wichtig auch solche Aspekte in Erinnerung zu rufen.

Mittwoch, 4. November 2009

Eine Neue Hauptstadt für den Iran!

Man könnte meinen der Iran hätte Probleme und Projekte genug. Immerhin strebt man nach Hegemonie am Golf der Verfügung über Atomenergie, und kämpft mit massiven innenpolitische Problemen.Alles allerdings kein Grund das Iranische Volk nicht mit weiteren Visionen zu beglücken, auch wenn dieses wohl weniger an Visionen den an handfesten politischen Reformen interessiert sein dürfte, wie die Proteste im Sommer Eindrucksvoll bewiesen haben.

Wie Telepolis unter Berufung auf die Teheran Times berichtet hat der Schlichtungsrat dem Plan zugestimmt bis 2025 eine neue Hauptstadt zu errichten. Begründet wird dies mit der Tatsache das Teheran in einem extrem Erdbeben gefährdeten Gebiet liegt, allerdings müsste man dann auch Istanbul Los Angeles oder San Francisco verlegen.Außerdem wäre die Umsiedlung von 12 Millionen Menschen eine Mammut Aufgabe bei der man sich Fragen kann ob der Iran wirtschaftlich und logistisch überhaupt fähig ist sie zu stemmen.

Indes wäre ein Umzug der Hauptstadt keine historisch einmaliges Ereignis, den Teheran selbst wurde erst im 18.Jahrhundert anstelle Isfahans Hauptstadt. Weiter Beispiele für Neue Hauptstädte sind Brasilia , Ankara oder die erst kürzlich eingeweihte neue Hauptstadt Birmas

Eine Neue Hauptstadt hätte davon abgesehen auch dne Vorteil, dass man sie von vornherein so planen konnte, dass opositionelle Auftände erschwert werden. Auch hierfür gebe es durchaus prominente Beispiele wie etwa Paris, das im 19. Jahrhundert aus diesem Grund umgestaltet wurde.Man sieht also die Idee einer neuen Hauptstadt ist garnicht so verrückt wie man meinen konnte, allerdings fehlt mir zum jetzigen Zeitpunkt der Glaube das sie wirklich gebaut wird.

Montag, 2. November 2009

ZDFNeo


Heißt der Neue heute gestartete Spartenkanal des ZDF. ZDF Neo soll leisten was dem ZDF Hauptprogramm seit Jahren wenn nicht Jahrzehnten nicht mehr gelingt, nämlich die jüngere Zielgruppe von 25-49 erreichen. Zugleich soll der Sender wohl als eine Art Labor dienen, soll heißen was bei Neo gut läuft kann und soll später ins Hauptprogramm übernommen werden.

Erfolg bringen soll dabei eine Mischung aus Dokumentationen Spielfilmen und aus den USA und Europa eingekauften Serien. Beispielsweise bringt man die in den USA wohl sehr Erfolgreiche Comedyserie 30 Rock als Free-TV Premiere. Die Ersten beiden Folgen haben mir durchaus Spaß gemacht. Auch Seinfeld ist wenn auch keine neue Serie sicher kein schlechter Griff. Weiterhin gibt es noch die US-Krimiserie
In Plain Sight
ein Wiedersehen mit Miami Vice in einer neuen TV Fassung und einiges mehr.Infos zum Programm gibt es natürlich auf der Webseite zum Sender.

Ich bin etwas gespalten was Neo betrifft. Einerseits finde ich es eine mutige und interessante Idee des ZDF einen Kanal zu etablieren der gezielt junges Programm macht und versucht eine Alternative zu den Privatsendern aufzuzeigen. Andererseits aber markiert Neo die Kapitulation des ZDF Hauptprogramms. Man braucht sich jetzt nicht mehr anzustrengen das ZDF zu verjüngen den dafür hat man jetzt ja neo.Zusätzlich könnte für Neo seine niedrige Reichweite ein Problem werden, den es ist derzeit nur über DVB-S oder digitales Kabel  zu empfangen.Man wird sehen wie sich die Dinge entwickeln.      

Montag, 26. Oktober 2009

Eindrücke vom Grünen Parteitag in Rostock

Am Wochenende dürfte ich mich mal wieder ein bisschen wichtig fühlen. Ich war einer von rund Tausend Delegierten auf der 31. Bundes Delegiertenkonferenz BDK von Bündnis 90/Die Grünen  in Rostock.

Die Wahrnehmung dieser Ehre erforderte zunächst ein Aufstehen zu unanständiger Zeit, da unser Zug am Samstag um 6:21 startete.Leider fuhr noch Kein Intercity,der eigentlich auf seinem Weg vom Bodensee zur Ostsee in Marburg vorbeikommt, und eine Anreise ohne Umsteigen ermöglichen würde.Also musste ich gemeinsam mit meinem beiden  Delegierten Kollegen  zweimal umsteigen ehe wir nach 5 Stunden fahrt endlich ankamen.

Die BDK selbst war dann recht Ereignis arm, der Erste Tag bestand im Prinzip aus einer rund sechs-Sündigen Debatte  darüber wo die Partei nach der Bundestagswahl steht. Einige Redner des Realo Flügels entwarfen dabei die Vorstellung die Grünen seien eine Neue Partei der Mitte die sich jenseits klassischer Links-Rechts Schemata positionieren müsse. Allerdings traute man sich nicht der Versammlung auch  ein entsprechendes Thesenpapier  zur Abstimmung zu stellen. So blieb die Debatte ohne finale Zuspitzung irgendwie im Blabla hängen. Am Ende war man sich dann mehr oder weniger einig ein moderne Partei Links der Mitte   zu sein, die sich  aber auch vor Bündnissen mit den Konservativen nicht scheut,wenn die Angebote stimmen.Die Ökologischen Probleme seinen schließlich zu dringlich um darauf zu warten das SPD und Linke ihre Probleme lösten.Abends gab es dann noch ein bisschen gemütliches Diskutieren mit ein Paar anderen Hessischen Delegierten, was sich aber  nicht mehr besonders lange zog,

Auch Tag zwei war dann zwar interessant aber nicht besonders spannend. Debattiert wurde Afghanistan, wobei man sich in dem Ziel in den nächsten Jahren einen Aufbau und Abzugsplan zu fordern einig, Die einzige Mini-Kontroverse bestand darin,ob man ein konkretes Jahr für den geforderten Abzug in den Beschluss schreibt oder nicht.Ein Antrag der den Abzug bis Ende 2010 forderte  hatte nicht den Hauch einer Chance.Außerdem kündigte man den entschlossenen Kampf gegen die Kündigung  des Atomkonsens an,was kein Überraschung ist.

Alles in Allem fand ich die Debatten auf dem Parteitag recht langweilig, da es an spannenden Kontroversen mangelte. Dennoch war es insgesamt eine interessante Erfahrung einmal mitzuerleben wie so ein Parteitag abläuft.  

         

Dienstag, 20. Oktober 2009

Teleshopping in Afgahnistan

Manchmal ist das aber auch zu gemein mit dem Wiederaufbau in Afghanistan. Da macht man sich über Jahre die Mühe und bildet Polizisten aus, damit sich die Afghanen selbst um ihre Sicherheit kümmern,doch was passiert? Diese doofen unter bezahlten Polizisten verscheuern die von Deutschland gelieferten Waffen doch glatt auf dem Schwarzmarkt.

Dies Peinliche Posse schreit nach böser Satire, und die liefert wie so oft Extra 3. Ich wünsche viel Spaß beim Taliban Teleshopping !



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Freitag, 16. Oktober 2009

Das Finale Beginnt

Liebste Leserschaft!
Nach rund Drei Wochen melde ich mich wieder zurück !

Für mich hat nach einem wunderbaren Urlaub in der Türkei gewissermaßen das  Finale meines Studiums begonnen.Anfang der Woche habe ich mir erstmal den Ersten Schwung Literatur zur Iranischen Außenpolitik besorgt und gehe daran eine präzise  Fragestellung für die Magisterarbeit zu entwickeln. Die letzten beiden Hausarbeiten zur Ägyptischen Zivilgesellschaft und Kissingers Nahostpolitik sind derweil mit 1 und 1,3 bewertet worden.

Begonnen hat auch das Experiment Arabisch (vgl Zukunftswünsche  und Sprachqualen ).Bislang läuft die Sache auch einigermaßen erträglich, die im Sommer antizipierten Probleme sind allerdings existent, und ließen sich bisher nur dank der Solidarität einzelner Kommilitonen,die mir das Tafelbild abschreiben lösen. Mal sehen wie die Sache weitergeht,  ich bleibe aber skeptisch.

Ein bisschen  was habe ich aber auch schon gelernt:

Man Anta(m) Wer bist du?
bzw.
Man Anti(f)
und die Antwort ana  Henning

Oder

Min Aina Anta ? ( Woher kommst du)

Antwort Aina  min Marburg ( Ich komme aus Marburg) 

Man Huwa (Wer ist er )
Man Hiya (Wer ist sie )

Kaifa Haluka(m) ( wie geht es dir )
Kaifa Haluki (w)

Talib= Schüler
Taliba Schülerin

Man sieht also schon nach 2 Sitzungen ist einiges passiert.Auch circa die Hälfte des Alphabets ist schon durch genommen worden,aber hier ist es auch wieder schwierig da ich die Buchstaben nicht mit der Hand schreiben kann.Deshalb mühe ich mich noch mit dem Programm Arabica ab um Arabische Schrift in Word zu erzeugen.Im Moment versuche ich mir  noch die teils seltsame Tastenbelegung einzuprägen.

Soweit erst mal mein Bericht zum Thema Studium Ich bin derzeit alles in allem recht zufrieden mit mir und schaue interessanterweise inzwischen eher optimistisch und gespannt statt ängstlich auf die vor mir liegende Arbeit.

Sonntag, 20. September 2009

The Cat Piano

Nach längerer Zeit gibt es hier mal wieder einen Leckerbissen aus der Abteilung Animationsfilm. Der Aufwendig produzierte Streifen The Cat Piano, basierend auf der Legende vom Katzenklavier und verpackt eben diese in einen kleinen Film Noir. Besonderes Highlight des  Films ist Nick Cave der als Erzähler fungiert.

Viel Vergnügen




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Webseite zum Film 

Mittwoch, 16. September 2009

Digitale Dissidenten auf Kuba

Blogs werden in immer mehr Staaten der Welt zu einem wichtigen Mittel um politische Opposition  auszudrücken.So entstehen in Diktaturen regelrechte Digitale Dissidenten. So geschieht dies inzwischen auch in Kuba wie ein interessanter Artikel von Julia Woehrle in der Süddeutschen Zeitung beleuchtet .


Das Hauptproblem der Digitalrebellen ist dabei die mangelnde Netzanbindung Kubas und die Tatsache das Schnelle Internet in Kuba mehr kostet als der durchschnittliche Monatslohn. Somit wird Opposition über Blogs zur privilegierten Veranstaltung jener die aus dem Ausland unterstützt werden.Ändern könnte sich das wenn die Versorgung mit Breitbandinternet billiger wird. Gelingen konnte dies wenn Kuba endlich Zugriff auf Amerikanische Unterseekabel bekommt, oder die Leitung aus Venezuela fertig wird.

Dienstag, 15. September 2009

Rette Deine Freiheit

Heißt ein neues Kampagnenvideo aus der neuen digitalen Bürgerrechtsbewegung.Der Film ist wie ein ironischer Werbespot der Regierenden aufgezogen und  "wirbt" für Überwachung und Netzsperren  Auf der Webseite des Projekts  gibt es Erklärungen zum Film und die Möglichkeit für die Kampagne zu spenden.

Mir gefällt der Film sehr gut, weil er die Problematik der aktuellen Gesetzgebung sehr gut auf den Punkt bringt. Interessant finde ich das die Piratenpartei ,eigentlich das Sprachrohr der Bewegung mit keinem Wort erwähnt wird. Somit wird einmal klar das sich die Bewegung im Netz nicht nur auf die Piraten beschränkt, auch wenn diese Partei zumindest im Deutschen Web in Sachen Netzpolitik ziemlich dominant ist.Nun viel Spaß mit dem Video


 

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