Essen teilen statt weg werfen !



Statistisch wirft jeder Bundesbürger circa 80 Kilo Lebensmittel pro Jahr in den Müll. 30% davon sogar v ungeöffnet. ungeöffnet. Es kommt also zu einer gigantischen Verschwendung vin Lebensmitteln, Dieser Missstand erhielt durch den Dokumentarfilme Taste the Waste von Valentin Thun vor nicht all zu langer Zeit breite Aufmerksamkeit. Thun und  einige Mitstreiter  wollen es nun aber nicht beim Anprangern bestehender Missstände belassen, sondern aktiv etwas tun, um die Lebensmittelverschwendung einzudämmen und wie sie sagen  Essen wieder einen ideellen Wert zurück zu geben.

Ihr Projekt um all diese Ziele zu erreichen heißt Foodsharing.de . Dabei handelt es sich um eine Internetplattform, auf der sich Menschen registrieren und überschüssige Lebensmittel  kostenlos anbieten können. Wer sich für etwas interessiert kann dann  das betreffende Lebensmittel reservieren und mit dem Besitzer die Abholung der Lebensmittel ausmachen. Dabei soll ausdrücklich kein Geld fließen.. Das Motto lautet  Essen Teilen und tauschen statt am Ende in die Tonne werfen.

Ich habe mir die Seite angesehen, und staune wie viel bereits angeboten wird, obwohl das Projekt offenbar erst vor kurzer Zeit gestartet ist.Offenbar trifft Foodsharing.de einen Nerv. Leider ist Marburg bisher überhaupt nicht vertreten.Wenn ich den Dienst mal ausprobieren will, muss ich wohl als erstes selber etwas anbieten und schauen ob sich dafür Interessenten finden.. Ich finde den Dienst eine tolle Idee und  denke, dass er auf alle Fälle helfen kann  das Bewusstsein für Lebensmittelverschwendung zu schärfen. und hoffentlich die Verschwendung zumindest ein wenig  einzudämmen.

  

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Das Café am Grün



Ist mein absolutes Lieblingscafé in Marburg. Es liegt im Marburger Südviertel direkt neben der Buchhandlung Roter Stern, über die ich schon vor  über drei Jahren anlässlich ihres vierzigsten Geburtstags gebloggt hatte. Aufgrund seiner unmittelbaren Nähe zur Buchadlung Roter Stern( beide Läden sind durch eine Tür verbunden),ist das Café vielen nur unter dem Namen Café Roter Stern bekannt.Streng genommen ist dies aber falsch.Wie der Rote Stern ist auch das Café als Kollektiv organisiert.Die Einrichtung ist einfach aber gemütlich. Abgesehen von den Frühstücken die an den Platz gebracht werden herrscht im Café  das Prinzip Selbstbedienung.

Besonders zu empfehlen ist neben den reichhaltigen und abwechslungsreichen Frühstücksvarianten  das reichhaltige Kuchenbuffet aber auch die heiße Schokolade oder die Tees. Seine besondere Stärke kann der Laden im Sommer ausspielen, denn dann kann man großartig draußen direkt an der Lahn sitzen, den Sommer genießen und die Enten füttern. Schön ist auch das große Zeitungsangebot im Café. Wer will kann sich eine überregionale Zeitung aber auch Linke Magazine wie Konkret in aller  Ruhe zu Gemüte führen, ohne zu weiteren Bestellungen genötigt zu werden.Ich habe hier schon bis zu fünf Stunden mit Guten Freunden und einer großen Kanne Tee verbracht.

Eine wunderbare Marburger Besonderheit stellt auch das dreistufige solidarische Preissystem des Cafés dar. Man kann sich frei entscheiden ob man den normalen Preis oder auch einen Euro  weniger oder einen Euro mehr zahlen möchte Im Café zeigt man das dann dadurch an das man entweder Bleifrei oder super zahlt. So wird auch sozial schwächeren der Gang ins Café ermöglicht.Ich finde dies wirklich einen tollen sehr menschenfreundlichen Ansatz der zu einem Linken Projekt natürlich hervorragend passt. Alles in Allem ist das Café am Grün aka Café Roter Stern eine Institution mit Kultstatus und ein wahres gastronomisches Kleinod ,welches ich jedem Besucher des  Marburger Südviertels eindringlich ans Herz legen möchte.Tolle Cafés gibt es nicht nur in der Marburger Oberstadt !

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Rettet grünes Wachstum die Welt?



Oder anders gesagt lassen sich Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch entkoppeln? Besteht die einzige  Rettung in einer noch zu entwickelnden Postwachstumsgesellschaft? Dies ist das Thema einer interessanten Radiodiskussion aus der hier schon häufig verarbeiteten Sendereihe SWR 2 Forum. Auf dem Podium sitzen die folgenden 4 Protagonisten:

Sven Giegold, Grüner Europarlamentarier, Berlin

Prof. Dr. Niko Paech, Wirtschaftswissenschaftler, Universität Oldenburg

Prof. Dr. Angelika Zahrnt, frühere Vorsitzende des BUND

Gesprächsleitung: Axel Weiß

Ich persönlich bin recht gespalten. Seit ich im letzten Jahr auf dem Postwachstumskongress in Berlin war, sympathisiere ich durchaus mit dem Lager der Postwachwachstumsbefürworter. Für mich persönlich aber ist die Vision einer solchen Gesellschaft andererseits noch so weit weg und voller Utopischem Überschwang, das ich es gleichzeitig mindestens als Zwischenschritt  für ethisch und gesellschaftlich geboten halte, alle Kräfte für einen umfassenden sozial-ökologischen Umbau zu mobilisieren, für den der Green New Deal meiner Ansicht nach durchaus eine gute Verhandlungsgrundlage darstellt. Wie sieht das die Leser und Leserinnenschaft dieses Blogs? könnt ihr euch eine Gesellschaft ohne Wachstum ausmalen? Mir fällt dies schwer,obwohl ich inzwischen durchaus eine grundlegende Vorstellung habe wie sie in der Theorie aussehen soll.Andererseits zeigt das ja nur, wie tief das Kapitalistische Wachstumsdogma in unsere Gesellschaft eingedrungen ist.

Ich würde mich wie immer über jeden Kommentar freuen, und möchte am Ende noch darauf hinweisen, dass unter dem Label alternatives Wirtschaften bereits einige Beiträge zur Frage Grünes Wachstum versus Postwachstum vorhanden sind. Wer mag kann sich also innerhalb des Blogs etwas in das Thema vertiefen.
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Wohlstand ohne Wachstum?!



In meinem letzten Beitrag hatte ich   davon berichtetet, das ich am Kongress Jenseits des Wachstums ?! in Berlin teilgenommen habe und erwähnt, das es dort eine Debatte zwischen den Anhängern eines neuen Grünen Wachstums und den Anhängern einer Postwachstumsgesellschaft gab. Nachdem ich im vergangenen Betrag auf den Nationalen Wohlstandsindex als alternatives Grünes BIP verwiesen hatte möchte ich diesmal gewissermaßen doe andere Seite der Debatte zu Wort kommen lassen.

Dies tue ich indem ich auf ein interessantes Interview der Taz mit Tim Jackson verweise.Jackson ist Professor für nachhaltige Entwicklung an der Universität von Surrey in Großbritannien.Mit seinem Buch Wohlstand ohne Wachstum war er auf dem Kongress zweifellos einer der Stars  und Kronzeugen der Anhänger einer Postwachstumsgesellschaft. Ich fand das Interview  anregend. Interessant ist vor allem Das Jackson keinen Grundlegenden Widerspruch zwischen einer Postwachstumsgesellschaft und dem Kapitalismus sieht. Für ihn kann eine Postwachstumsgesellschaft vielmehr eine neue Erscheinungsform  des Kapitalismus sein. Damit steht  er  nach meinem Eindruck im Widerspruch zu den meisten Anhängern des Postwachstums . Für sie kann es kein Postwachstum geben ehe nicht der Kapitalismus  überwunden ist.

Trotzdem setzt auch Jackson  hohe Anforderungen für ein erfolgreiches Postwachstum. Er fordert immerhin nicht weniger als eine neue Makroökonomie also ein grundsätzliches Umdenken der Wirtschaftswissenschaften. Ob und wann dieses eintritt steht für mich noch in den Sternen, wobei Jackson selbst schon hoffnungsvolle Ansätze in diese Richtung  ausmacht. Man wird abwarten müssen wie sich die globale Debatte entwickelt. Das Nachdenken über Alternativen läuft aber und macht mir  Hoffnung darauf das wir unsere globalen Probleme in den Griff bekommen können, wenn wir es nur wirklich wollen.

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Wachstum jenseits des Brutoinlandsprodukts



Vor rund Zwei Wochen war ich auf dem ATTAC Kongress jenseits des Wachstums ?! in Berlin. Dort wurde über die Frage diskutiert ob unsere Gesellschaft in Zukunft weiter Wachstum benötigt oder ob auch eine  schrumpfende Gesellschaft also eine Gesellschaft des Postwachstums denkbar ist Während die Anhänger eines weiteren Wachstums für ihre Idee eines neuen guten qualitativen Wachstums stritten, welches den Kapitalismus ökologisieren will und am prominentesten im Konzept des Green New Deal niedergelegt ist, plädieren die Postwachstumsanhänger für nicht weniger als die Überwindung des Kapitalismus, weil ihm ein Wachstumszwang inhärent sei der sich nicht zügeln lasse.Ich persönlich sympathisiere zwar mit der Postwachstumsfraktion, habe aber mal wieder festgestellt das mir der letzte Funke revolutionärer Elan einfach fehlt. Der Grenn New Deal erscheint mir einfach realistischer. Im Besten Fall kann er vielleicht eine Art Zwischenlösung auf dem  Weg zur Postwachstumsgesellschaft bieten.


Wenn man nun zu dem Ergebnis kommt, das ein anderes ökologisches Wachstum weiter nötig ist, wird allerdings klar, das man einen neuen Begriff von Wachstum bracht, den das klassische BIP ist für ökologische Wirkungen blind. in ihm erzeugt eine Ölpest  oder ein Wirbelsturm genauso Wachstum wie erneuerbare Energien, Ökolandbau oder Biotourismus.Hier kommen die Schleswig-Holsteinischen Grünen ins Spiel. Sie haben eine Wissenschaftliche Studie für Schleswig-Holstein  in Auftrag gegeben, die einen neuen Index zugrunde legt, nämlich den im Auftrag des Umweltbundesamts entwickelten Nationalen Wohlfartsindex (NWI). Da besondere an diesem Index besteht darin, dass er sowohl positive als auch  negative Kriterien, darunter auch Einkommensverteilung, Wasser- und Luftverschmutzung, CO2-Belastung, ehrenamtliche und häusliche Arbeit, Schäden durch Tabak-, Alkohol- und sonstigen Drogenmissbrauch, Schäden durch Verkehrsunfälle, Kriminalität, sowie Veränderungen der Kapitalbilanz. misst.

So kommt die Studie etwa zu dem Ergebnis, das der Wohlstand in Schleswig-Holstein nach den Kriterien des NWi sogar gestiegen ist, während er laut klassische, BIP stagnierte. Die Taz hat mit Robert Habeck Fraktionschef der Grünen im Schleswig-Holsteinischen Landtag geführt. Dieser beabsichtigt übrigens mit dem Konzept des NWI unter dem Label eines Grünen BIP in den Wahlkampf zu ziehen.Ich freue mich darüber, den mit Green New Deal und NWI stünde den Grünen endlich eine kohärente Wirtschafts-- und Gesellschaftsphilosophie jenseits von Wachstumszwang und Neoliberalismus zur Verfügung.Ich bin gespannt wie sich die Debatte in den nächsten Jahren entwickeln wird.

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Die korekte Cola !


Einst träumte die Generation der 68er von der Revolution. Als sich in den 70er Jahren abzeichnete, dass die große  Revolution ausfallen würde ging man dazu über kleine alternative  Inseln inmitten des Kapitalismus zu errichten, Beispiele für solche  Projekte sind die auf diesem Blog bereits thematisierte kollektive Buchhandlung Roter Stern oder das Bioladen Kollektiv Onkel Emma.Dort bin ich auch auf ein im Kollektiv  erzeugtes Produkt gestoßen, welches ich nun hier kurz vorstellen möchte.

Dabei handelt es sich um Premium Cola. Diese Cola wird von einem Kollektiv produziert, welches sich über das Internet koordiniert, und den Anspruch verfolgt ein absolut Politisch Korrektes Getränk zu erzeugen. Dabei wird jeder Aspekt des Produktes vom Geschmack bis zum Leim für die Flaschenetiketten im Kollektiv diskutiert und entschieden.Entstanden ist das Projekt aus Protest gegen eine Rezeptänderung bei Afri-Cola. Es sind also  Fans der  Afri-Cola welche Premium Cola entwickelt haben.

Weil der Markt das passende Produkt nicht mehr lieferte machten sie es einfach selbst.Der Freitag hat das Projekt in einem schönen Artikel porträtiert, Geschmacklich finde ich Premium Cola absolut lecker und bedaure es,dass man  dieses leckere Getränk nur in wenigen Läden kaufen kann.Des öfteren gehe ich nur wegen Premium Cola zu Onkel Emma.Dass die Cola dann auch noch den höchsten in Deutschland zugelassenen Koffeingehalt  aufweist ist ein netter Nebeneffekt.Ich kann sie jedem Cola Fan empfehlen,
Henning | | 3 Kommentare

40 Jahre Roter Stern !



Meine Stammbuchhandlung  der Rote Stern wird in diesem Jahr 40 Jahre alt. Das Besondere an diesem Laden ist seine Organisation, den er wird als Kollektiv betrieben, was konkret zwei Konsequenzen hat.

a) Alle elf Angestellten des Ladens sind zugleich Eigentümer,
b) deshalb gibt es keine Chefs sondern alles wird im Konsens entschieden.

Wie sich der Laden im Laufe der Jahrzehnte entwickelt hat, hat Gesa Cordes für die FR in einem netten kleinen Artikel festgehalten. Ich Wünsche dem Laden in dem ich seit rund 6 Jahren nahezu jedes Buch oder Hörbuch gekauft habe noch viele viele erfolgreiche Jahre.

Dank der immer freundlichen Menschen im Laden bin ich schon auf viele literarische Perlen gestoßen die ich sonst nie bemerkt hätte, Dies ist die wahre Stärke eines Buchladens die auch Amazon nicht ausstechen kann. Hier kann man stöbern und wenn man nur eine ungefähre Ahnung hat was man  sucht. bekommt man wertvolle Tipps.
Henning | , , | 1 Kommentar
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