Gibt es eine islamische Ethik der Gewaltlosigkeit?


Angesichts von IS, Boko Haram ,AL Kaida&co wird der Islam im Westen zunehmend als gewalttätig, barbarisch oder gar faschistisch wahrgenommen. Doch geht es auch anders? Ja sagt der Islam- und Politikwissenschaftler Muhammad Sameer Murtaza und setzt sich in folgendem spannenden Vortrag mit Ansätzen einer islamischen Ethik der Gewaltlosigkeit auseinander. Ein wohltuender und interessanter Kontrapunkt zur allgegenwärtigen Angst vor dem Islam.

Viel Spaß mit dem Vortrag !

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Irak in den 50er Jahren


Zeigt die britische Dokumentation Ageless Iraq. In tollen Zeithistorischen Bildern wird hoch interessant ,wenn auch mit einer kolonialen Attitüde über Alltagsleben und Entwicklung des Irak 1954 berichtet. Damals war der Irak noch ein Königreich und Saddams Herrschaft Zukunftsmusik.

Viel Vergnügen mit dem Film !






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Zum Zweiten Mal Opfer:Die Syrischen Armenier


Vor  fast 100 Jahren, im Jahr 1915, wurden die in Anatolien lebenden Armenier durch das osmanische Reich vertrieben und ermordet. Ein Teil von ihnen fand in der syrischen Stadt Deir ez-Zor eine neue Heimat. Nun müssen auch  ihre Nachfahren, die sich zwar  einerseits auch 100 Jahre nach der Flucht ihrer Vorfahren   als Armenier definieren, andererseits aber Syrien und Deir ez-Zor als ihre Heimat  ansehen,wegen des Bürgerkriegs in Syrien  ihre Heimat verlassen. Somit werden die  Armenier zum Zweiten Mal innerhalb eines Jahrhunderts zum Opfer historischer Entwicklungen.

Der  sehenswerte Kurzfilm 1915 von Gerard Agabashian  porträtiert in wunderschön- traurigen Bildern den Syrisch-Armenischen Opernsänger Kevrok Moutafian ,der aus Deir ez-Zor nach Beirut geflüchtet ist.Hier  existiert  ebenfalls seit langem  eine große Armenische  Gemeinschaft.

 Viel Spaß mit dem Film !





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Via Alsharq Facebookseite  
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Bahrain 3 Jahre nach Beginn des Arabischen Frühlings


Vor  gut 3 Jahren im Februar 2011 wurde auch das kleine Königreich Bahrain von den Umbrüchen in der Arabischen Welt erfasst. Tausende Menschen gingen in der Hauptstadt Manama gegen König Hamad Khalifa auf die Straße. Dieser ist zwar seit 2001 offiziell nur noch Konstitutionelles Staatsoberhaupt, konzentriert aber faktisch alle Macht auf sich und seine Vertrauten. So ist der Premierminister beispielsweise ein Onkel des Königs und seit 40 Jahren ununterbrochen an der Macht. Hinzu kommt ein konfessioneller Gegensatz. Während das Königshaus sunnitisch geprägt ist, stellen die Schiiten die Bevölkerungsmehrheit und fühlen sich  politisch, religiös und vor allem  ökonomisch  gegenüber den Sunniten marginalisiert.

Das Herrscherhaus sieht die Opposition als iranische Marionette und rückt sie in die Nähe von Terroristen. Die Proteste endeten blutig, als  Saudi-arabische Truppen an der Seite des Herrscherhauses militärisch eingriffen. Iran hingegen griff nicht zugunsten seiner schiitischen Glaubensbrüder in den Konflikt ein,obwohl ihm seit Jahren Vorgeworfen wird eine Hegemonie im Nahen Osten  anzustreben.Man blieb passiv,und schreckt vor einer direkten Konfrontation mit dem Erzrivalen Saudi-Arabien zurück. Es siegte also die Realpolitik über konfessionelle Solidarität.

Wo steht das Land 3 Jahre nach diesen Ereignissen? Hier gibt eine aktuelle Reportage von Björn Blaschke einen sehr interessanten Einblick. Er hat in Bahrain sowohl Oppositionelle als  auch Regierungsvertreter  getroffen und holt sich auch spannende politologische Expertise ins Boot.

Mehr möchte ich nicht verraten.

Viel Spaß beim Hören !    

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Ein schönes Stück Musik aus Ägypten



Liefert Youssra El Hawary mit dem Song Babtesem (I Smile). Ich verstehe zwar kein einziges Wort des Textes, finde aber, dass der Song absolut ins Ohr geht. Außerdem hat  er stilistisch  wenig mit dem üblichen  Zuckersüßen Habibi Pop, der einem als Europäer so oft begegnet, wenn es um arabische Musik geht zu tun.   Alles gute Gründe ihn mit meinem Leserinnen und Lesern zu  teilen. Wer auf den Geschmack gekommen ist, findet bei Soundcloud  noch  viel  mehr Musik von und mit  Youssra El Hawary.

Viel Spaß mit dem Song !


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Im Schattenreich des Syrischen Bürgerkrieges


 Bewegt sich Martin Durm  in einem hörenswerten Radiofeature.Dieses Schattenreich liegt in der  libanesischen Bekaa Ebene. Diese ist das Kernland der schiitischen Hisbollah Miliz die sich als  Bürgerkriegspartei an der Seite Basahar Al Assads am Krieg in Syrien beteiligt. Durm spürt nun der Frage nach wie die Situation der Flüchtlinge im Libanon ist, und  was der Krieg mit dem  fragilen  Libanon macht

Durms  Gesprächspartner kommen dabei zu ausgesprochen deprimierenden Schlussfolgerungen was den Krieg in Syrien angeht.Nicht nur die Kriegsparteien haben wenig Interesse den Krieg zu beenden, auch der internationalen Gemeinschaft   ist Syrien augenscheinlich  ziemlich egal  Es scheint als müsste Syrien noch lange Zeit sinnlos ausbluten.

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Zwischen Hoffnung und Verzweiflung - Der neue Nahe Osten


Heute möchte ich eine sehenswerte Dokumentation der beiden ARD Korrespondenten Richard C. Schneider und Jörg Armbruster mit meinen Leserinnen  und Lesern teilen. In verschiedenen Reportagen werden die Entwicklungen im Nahen Osten seit 2011 beleuchtet. Neben dem Nahost-Konflikt wird auch die Entwicklung im Atomkonflikt mit dem Iran oder die Entwicklungen in Ägypten  dem Libanon oder am Golf am Beispiel  des Emirates Katar beleuchtet.Natürlich fehlt auch das traurige Thema  des Kriegs in Syrien nicht.In einem berührenden Bericht trifft Armbruster den Arzt  und seine Familie der ihm ein Jahr zuvor das Leben rettete. Auch die Rolle des Iran in diesem blutigen Konflikt kommt anhand der Hisbollah zur Sprache.

Insgesamt bietet der Film  einen  sehr gelungener Überblick über die Lage in der Region etwas mehr als 3 Jahre nach dem Beginn jener Umbrüche, die wir unter dem Namen arabischer Frühling kennen.

Viel Spaß !







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Ägypten,Tunesien und der Krimkrieg der 1850er Jahre

Vor dem Hintergrund der Krimkrise möchte ich heute auf eine weitgehend vergesse historische Begebenheit aufmerksam machen. Es ist nämlich dieser Tage bei weitem nicht das Erste mal so, dass die Krim umstrittens Territorium ist. Ebenso war die Krim bei weitem nicht immer russisch. Jahrhundertelang war sie Teil des osmanischen Reiches und wurde erst im 18.Jahrhundert durch das russische Zarenreich erobert.
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Gesehen: Das Mädchen Wadjda


An dieser Stelle möchte ich mal wieder einen  Film vorstellen der mich berührt hat und der etwas Besonderes ist. Das Mädchen Wadjda, 2012 im Wesentlichen mit deutschem Geld finanziert ist nämlich eine kleine Sensation. Dies hat in erster Linie mit seinem Herkunftsland zu tun. Er stammt aus Saudi-Arabien, einem streng islamischen Land indem es eigentlich keine Kinos gibt .Das Mädchen Wadjda ist der erste saudische Kinofilm überhaupt  Ebenfalls bemerkenswert ist, das Drehbuch und Regie von einer Frau stammen, nämlich der  in Sidney und Kairo ausgebildeten Regisseurin Haifaa Al Mansour. Der Entstehungskontext des Films ist also schon einmal bemerkenswert. Worum geht es?
Erzählt wird die Geschichte der 11-jährigen Wajda die mit ihren Eltern in Riad lebt. Wajada ist ein rebellischer Freigeist, der sich von seiner repressiven Umgebung nicht so leicht einschüchtern lässt. Sie hört westliche Popmusik und trägt lässige Converse Schuhe unter ihrem schwarzen Gewand. Ihr größter Traum ist es ein Fahrrad zu besitzen und mit dem Nachbars-jungen Rennen zu fahren. Das Problem, genauso wie Auto  fahren ist auch Fahrradfahren für Mädchen absolutes Tabu.

Wadjda stört dies wenig. Auf allen möglichen Wegen versucht sie Geld zu verdienen und nimmt sogar am Koranrezitier-Wettbewerb ihrer Schule teil um das Geld für das Fahrrad zu beschaffen. Durch die Kindlich-naive gelingt es Mansour geschickt zentrale Konflikte  der saudischen Gesellschaft zu Thematisieren. Das Miteinander der Geschlechter und die absurd wirkenden  Verbote für Frauen lassen sich etwas  nur durch die Wahl kindlicher Protagonisten erzählen. Der Grund  dafür ist, dass die Zensurbehörden  bei  jugendlichen  Charakteren  wesentlich  nachsichtiger agieren als bei Erwachsenen Figuren.

Der Film ist  keine wütende Anklage. Er lebt von der ruhigen Beobachtungen  die einen Einblick in den Alltag in Saudi-Arabien geben. Beispiele hierfür sind der Fahrer, der Wajdas Mutter drangsaliert, oder Wadjdas Schulleiterin, die den Mädchen immer wieder klar macht, dass sie in der von Männern kontrollierten Gesellschaft im Grunde weder gesehen noch gehört werden dürfen Das die Überwachung bis in den Intimbereich der Frau hinein reicht, wird durch eine Szene im Koran unterricht illustriert. Wer seine Tage hat, der darf den Koran nur mit einem Taschentuch am Rand anfassen. Verpackt wird das Ganze in eine gelungene poetische Bildsprache, mit dem Fahrrad als wiederkehrendes  Symbol der  Sehnsucht nach Freiheit und Bewegung in einer für Frauen  vor allem durch Enge und Beklemmung geprägten Gesellschaft.

Auch Wadjdas Mutter ist im Grunde Opfer der extrem ungleichen Machtverhältnisse. Da sie ihrem Mann in Folge von Komplikationen hei Wadjdas Geburt den gefordert Sohn nicht mehr gebären kann, muss sie am Ende hinnehmen, dass ihr Mann sich eine potenziell fruchtbare Zweitfrau zulegt. Dennoch zeichnet Mansour auch Wadjdas Mutter keineswegs als Wehrloses Opfer. Sie agiert durchaus selbstbewusst und stemmt sich bis zuletzt  entschlossen gegen ihre drohende  Ausbootung durch die Zweitfrau.

So ist es auch kein Wunder, dass der Film am Ende eine optimistische Botschaft sendet. Wenn Wadjda schließlich tatsächlich mit ihrem Fahrrad durch Riad braust, so ist dies ein Zeichen von Wandel, wobei  es der Reflexion des Zuschauers überlassen bleibt, ob dies nur ein Wunschtraum ist, oder die saudische Gesellschaft tatsächlich reif für einen gesellschaftlichen Aufbruch ist

Mir hat der Film sehr gefallen und ich möchte ihn hiermit jedem der an Kino aus dem Nahen Osten interessiert ist weiterempfehlen. Man kann den auf legalem Wege entweder bei Amazon kaufen, oder ein Abo vorausgesetzt bei Watchever in Deutsch und sogar Arabisch streamen.


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Hennings Podcast Folge 1 Ägypten 3 Jahre nach der Revolution


Liebe Leserinnen und Leser,

die letzten 3 Tage habe ich mich in meiner Weiterbildung mit dem Thema Podcast beschäftigt. und auch einen produziert, den ich wahnsinnig kreativ mit Hennings Podcast betitelt habe. Im Gegensatz zum 1. Anlauf von 2007, welcher inzwischen auch gar nicht mehr abrufbar ist hat dieser Podcast aber interessanten Inhalt.

Ich unterhalte mich 3 Jahre nach dem Stürz der Mubarak Diktatur mit meinen Freund Ali Sonay. Ali ist Politikwissenschaftler und promoviert über die Jugendbewegung des 6.April, einen wichtigen Akteur der Revolution von 2011 Die Kernfrage des Podcasts ist ob die Revolution in Ägypten am Ende ist oder es in wahrheit viel zu früh ist die Revolution und die Demokratie in Ägypten  abzuschreiben.

Mir hat das Gespräch großen Spaß gemacht.Ich werde ab jetzt  in sehr loser Folge  Podcasts produzieren, wenn ich eine gute Idee für ein Thema habe, dass sich  besser durch hören als Lesen behandeln lässt.

Viel Spaß mit unserem kleinen Fachgespräch !

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Join Al-Qaida !



Natürlich ist obige Aufforderung satirisch zu verstehen, denn ich möchte ja nicht, dass in Kürze der Staatsschutz vor meiner Tür steht und mich wegen Unterstützung einer ausländischen terroristischen Organisation einsperrt. Davon abgesehen wäre ich Blind und übergewichtig wie ich bin ,wohl der nutzloseste Terrorist der Welt, in etwa vergleichbar mit der Figur  Achim in diesem  Satire Video !

Nun aber genug und Viel Spaß mit dem folgenden Spott-Song !



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Irans geheimer Krieg in Syrien!



Darüber dass der Iran seinen Verbündeten Syrien im Kampf gegen die Rebellen massiv unterstützt herrscht unter Analysten seit langem Einigkeit. Ohne die Hilfe der iranischen Revolutionsgarden wäre es dem Assad-Regime wohl nicht gelungen das Kriegsglück zu wenden.

An eindeutigen Beweisen fehlte es allerdings bislang. Nun aber ist Videomaterial aufgetaucht, welches die Präsenz der Iraner in Syrien eindeutig belegt.


Der BBC Worldservice hat dieses Material zu einer hoch interessanten Dokumentation verdichtet,welche ich nun mit meinen Leserinnen und Lesern teile.

Viel Spaß mit Irans Secret Army !


 

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Singend gegen das Saudi-Arabische Autofahrverbot für Frauen !



Im Wahabitischen Königreich Saudi-Arabien ist es als einziges Land der Welt Frauen verboten Auto zu fahren. Am Samstag haben Frauen in Saudi-Arabien mal wieder gegen dieses Gesetz protestiert. Der  Comidian Hisham Faggeh schließt sich diesem Protest auf ironische Weise an,indem er Bob Marleys Hit No Woman No Cry charmant umgedichtet hat.

Viel Spaß mit No Women no Drive !



No Woman, No Drive



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Grenzziehung im Nahen Osten - Brillant parodiert !



Die Wurzel fast aller heutigen  Staaten des Nahen Ostens  mit Ausnahme des  schon vorher einigermaßen in seinen Grenzen bestehenden Iran liegen im sogenannten Sykes-Picot Abkommen, einer geheimen übereinkommen zwischen Frankreich und England aus dem Jahre 1916. In ihr legten beide Seiten nach dem Ende des Osmanischen Reiches  ihre Einflusssphären im Nahen Osten fest und zwar ohne Rücksicht auf kulturelle oder ethnische Verbindungen. Würde Syrien zerfallen, wäre dies zugleich dass Ende des damals etablierten Staatensystems. Soweit die trockene  Geschichte.

Man kann das ganze aber auch wesentlich witziger erzählen. Wie das geht zeigt John Oliver als Sir Archibald Mapselot the third  im  folgenden Video aus der Daily Show vom 4. September !

Viel Spaß   !





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Hintergründe zu den Protesten in der Türkei !


Liefert mein Bekannter und gewissermaßen Kollege am Marburger Centrum für Nah-Und Mittelost-Studien, der Islamwissenschaftler  Dr. Pierre Hecker, in einem Interview mit dem Nürnberger Radio Z. Ich finde Pierres Ausführungen gelungen  und verlinke Das Interview daher. Um sicherzugehen, dass der Beitrag auch Lange auffindbar ist, packe ich ihn außerdem in meine Cloud, was in dem Fall auch völlig legal ist, da der Beitrag unter creative Commons lizenziert ist. ( Teil1 Teil 2 Teil 3)

Ich wünsche einen Lehrreichen Konsum des Interviews !


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Vier gegen mobiles Internet



Smartphones und die Möglichkeit mit diesen Mobil im Internet zu surfen ist für uns Europäer recht normal geworden. Das ist nicht überall so, wie man laut eines Berichts auf der amerikanischen  Nahost Nachrichtenseite AL-Monitor an einem aktuellen Beispiel aus dem Iran sieht.dort startete vor einiger Zeit Rightel und damit der erste 3 G Internetanbieter der seinen Kunden Zugriff auf Videotelefonie ermöglicht.  Während die  User im Großraum Teheran davon verständlicherweise begeistert sind, mobilisieren konservative Geistliche entschieden gegen den Service und fordern seine Abschaltung.

Die vier  Großajatollahs Nasser Makarem-Shirazi, Hossein Nouri Hamedani , Jafar Sohbhani und Seyyed Sajjad Alavi Gorgani haben nun sogar eine Fatwa  also ein islamisches Rechtsgutachten gegen Rightel erlassen. Für sie ist die Firma und Handyinternet ein Einfallstor für Dekadenz und Korruption.  Von der heiligen Stadt Quom ausgehend läuft derzeit  außerdem eine Petition gegen die Firma und  auch 17 Parlamentarier haben die Regierung aufgefordert die Firma zu schließen. 

In Wahrheit dürfte es jedoch weniger um die öffentliche Moral, sondern vor allem darum gehen zu verhindern, dass der iranischen Jugend im Fall von Protesten nach der Präsidentschaftswahl  im Juni ein schneller Dienst zur Verfügung steht, über den sie Berichte  ins Ausland bringen können.Wie so oft geht es also zu forderst um Machtsicherung,Die Geschichte zeigt außerdem wie nervös die Machtelite  ist, wenn schon ein einfacher Dienstleister solchen Aktionismus erzeugt noch bevor irgendetwas passiert ist.



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Irans Rolle im Syrischen Bürgerkrieg



beleuchtet Birgit Svenson in einer spannenden Analyse . Das Teheran das Assad Regime unterstützt war ja schon lange klar, das von Svenson beschriebene Ausmaß ist aber schon erstaunlich. Wenn stimmt was Svenson schreibt, herrscht zwischen beiden Seiten inzwischen ein Koch und Kellner Verhältnis, wobei der Iran ganz klar in der Küche steht und das Regime logistisch militärisch und technologisch vorerst am Leben erhält.Dieser Ansicht Svensons kann ich recht problemlos folgen. Ich glaube allerdings dass der Iran früher oder später das Regime fallen lassen wird. Bisher waren die Mullahs stets anpassungsfähig genug sich auf veränderte Situationen in der Region einzustellen.

Skeptisch sehe ich Svensons am Ende des Artikels aufgeworfenen Befürchtung die in Syrien Kämpfenden Al-Quds-Brigaden(  Al Quds = Jerusalem) könnten ihrem Namen Ehre machen und Israel bedrohen. Ich glaube nicht dass der Iran die Konfrontation mit Israel sucht. Erstens wissen die Mullahs,dass ein Angriff auf Israel sie in einen Krieg mit den USA stürzen würde, an dem sie kein Interesse haben können.Zweitens ist die Konventionelle Bewaffnung des Iran furchtbar veraltet und würde gegenüber der bestens ausgerüsteten IDF wohl ziemlich alt aussehen. Die Siegeschancen in einem eventuelle Krieg dürften irgendwo zwischen sehr gering und nicht existent rangieren.


Ziel Irans dürfte es einzig und allein sein Assad zu stützen und  wenn dies irgendwann nicht mehr geht im Nachkriegs Syrien eine strategisch sinnvolle Position für die Schiiten herzustellen. Dies hat ja bereits im Irak ziemlich gut funktioniert, wenn auch die Ausgangslage in Syrien vermutlich dramatisch schlechter wäre als einst im Irak. Immerhin steht der Iran im Unterschied zum Irak gerade auf der falschen Seite des Krieges. Es bleibt vermutlich noch auf Jahre sehr spannend und blutig in Syrien.

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Urlaub und Shopping im Schatten von Sanktionen !



Heute vor 34 Jahren stürzte im Iran die Regierung von Sharpur Bachtiar und die Islamische Revolution siegte endgültig. Anlässlich dieses Jahrestages wirft die folgende Reportage des ARD  Weltspiegels ein Schlaglicht auf die triste Realität im Iran am Beispiel der Insel Qeshm in der Straße von Hormus.

Große Shoping Mals stehen teilweise leer und wegen des massiven Währungsverfalls und der  internationalen Sanktionen  können sich immer weniger einheimische Touristen das eigentlich preiswerte Shopping in der Freihandelszone leisten können. Dafür boomt allerdings der Schmuggel. in die vereinigten Arabischen Emirate die schließlich nicht fern liegen.

Belustigend bis beeindruckend finde ich allerdings den fast kindischenTrotz den die Iraner auf Trotz Sanktionen und ausbleibender Touristen planen die Iraner weitere  Shopping Mals und Hotels  auf  Qeshm erbauen, im festen Glauben an den kommenden Boom in einer fernen  Zukunft.

Gute Unterhaltung mit der Reportage !

  


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The Silent Majority Speaks



Ist eine Dokumentation eines Kollektivs Iranischer Untergrund Dokumentarfilmer. Ähnlich wie der sehr bekannte Film the Green Wave oder die bereits vor einiger Zeit hier veröffentlichten Arte Produktionen  Im Tränengas 7 Tage in Teheran sowie Stimmen aus Iran dreht sich der Film um die Proteste nach der höchst umstrittenen  Präsidentschaftswahl im Sommer  2009. Interessant an dieser Produktion ist, dass sie eine reine Collage von Videos aus dem Untergrund ist. Es ist also keine professionell journalistische Produktion. Damit ist man vielleicht etwas näher am Puls  des Aufstands dran als bei anderen Produktionen zu ähnlicher Thematik.Inhaltlich grundsätzlich neues bietet die Dokumentation aber  unter dem Strich nicht, was jedoch  nichts daran ändert dass ihr Blickwinkel auf den Aufstand durchaus interessant ist.

Genug der Vorrede viel Vergnügen mit der Dokumentation!  





Link zur Playlist.

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Die dunkele Seite der Liebe (Hörbuch)



von Rafik Schami erzählt die dramatische Geschichte der Liebe zwischen Farid Muschtak und Rana Schahin. Diese lernen sich 1953 in Damaskus kennen. Da ihre beiden christlichen Sippen seit Generationen aufs Blut miteinander verfeindet sind,scheint es für die Liebe der beiden anfangs keine Chance zu geben.Romeo und Julia auf Arabisch sozusagen. Das gewöhnungsbedürftige aber am Ende auch zauebrhafte an diesem Buch ist die Art und Weise wie Schami die Geschichte von Rana und Farid über mehrere Jahrzehnte nachzeichnet. Er geht nämlich nicht chronologisch vor sondern erzählt in Form eines bunten Mosaiks das aus vielen kleinen Geschichten besteht. Das Buch ist dabei nur grob thematisch strukturiert, Es gibt das Buch der Liebe, das Buch der Sippe,das Buch des Todes und einige mehr 

So erzählt Schami nicht nur die Geschichte von Rana und Farid sondern auch die Geschichte der Feindschaft der beiden Sippen insgesamt, und zwar über mehr als ein halbes Jahrhundert.In einer wunderbaren hoch poetischen Sprache lernt der Leser außerdem  wie nebenbei sehr viel über arabische und insbesondere Syrische Geschichte, Das Buch ist außerdem und vielleicht sogar vor allem  eine große Liebeserklärung an Rafik Schamis Heimat Damaskus.

Auch die Hörbuchumsetzung weiß zu überzeugen.Andrea Hörnke-Trieß und Markus Hoffmann machen ihre Sache ausgesprochen gut und ziehen den Leser regelrecht in die Geschichte. Wer einmal angefangen, und sich mit der anfangs verwirrenden Struktur des Buches angefreundet hat kommt von diesem Hörbuch nicht mehr los. Als Highlight hört man am Ende sogar den Meister selbst, der in einem Nachwort  über die lange und komplizierte  Entstehungsgeschichte dieses Epos berichtet 

Fazit

wer große Familienromane und Liebesgeschichten mag,sich außerdem für die Geschichte Syriens interessiert und sich eher vorstellen kann 26 Stunden zu hören statt über 1000 Seiten zu lesen, dem sei diese Komplettlesung  an dieser Stelle massiv ans Herz gelegt.

Henning | , | Kommentar schreiben
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