Hach Marburg


 Seit gut drei Wochen wohne ich jetzt nicht mehr in Marburg und komme damit emotional bisher  erstaunlich gut zu recht Nur gelegentlich überfallen mich kleine Anfälle von Marburg Sehnsucht.So war es auch bei diesem Video der Feuerwehr Marburg-Ockershausen. Die haben basierend auf Helene Fischers atemlos durch die Nacht das Musikvideo Atemschutz durch die Nacht  produziert Ziel:  Nachwuchs für die eigene Arbeit gewinnen. Eigentlich kann ich mit Helene Fischer so gar nichts anfangen. Das Video hat aber Charme und dient einem sehr guten Zweck Deshalb mache ich hier  gerne eine Ausnahme und teile das Video mit meinen Leserinnen und Lesern.

Viel Spaß



Link
Henning | , | Kommentar schreiben

Join the Vegan Revolution !



Vegane Lebensweise ist hipp, und hat Israel bereits erobert.  Nun ist sie auch im beschaulichen Marburg angekommen und versucht Anhänger zu gewinnen. Bei mir überzeugtem Fleischfresser hat sie zwar keine Chance, aber ich mag Superhelden. Daher  musste ich diesen Aufkleber auf einer Ampel am Rudolphsplatz einfach für die Nachwelt Dokumentieren.




Veggiman Wants You
Superman ist jetzt Veganer ! 

Henning | , | Kommentar schreiben

Der Musiktipp aus Frankreich Les Rousses de S’cours !



Vorletzten Samstag war ich auf dem traditionellen MANO-Musikfestival in Marburg unterwegs. Dort bevölkern ein Wochenende lang Bands aus Marburg und seinen Partnerstädten Eisenach, Maribor  Northempton, Poitiers,  Sibiu und Sfax die Clubs und Kneipen der Stadt Zuschauer  zahlen lediglich   einmalig 5 € Eintritt pro Abend   und können  dann  frei zwischen den  Locations pendeln.


Dieses Jahr ist mir besonders die Band Les Rousses de S’cours aus Poitiers  im Gedächtnis geblieben. Das  Quartett aus Poitiers  vereint in seiner Musik auf äußerst unterhaltsame Weise  Elemente von Folk, Pop, Jazz und Swing. Dieser Mix funktioniert besonders dank  der beiden gegensätzlichen Stimmen von Bassistin Julie Trouvé und Gitarristin Carla Siméon. Zusammen mit  treibenden reibenden Perkussionsrhythmen und der besonderen Klangfarbe des Saxophons entsteht eine wunderbarer musikalischer Genremix. Hört rein und lasst euch bei den folgenden Songs treiben

Nach langemm Überlegen möchte ich hier gleich drei Songs einbinden, nämlich die beiden Eigenekompositionen New York und Johnny Mc Queen sowie ein wunderschönes smells Like teen spirit Cover.

Viel Spaß mit den Songs !







Link






Link




Link


Henning | , , | Kommentar schreiben

Veröffentlichungen Nummer 6 und 7 sind Online !



Liebe Leserinnen und Leser, Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Bekannte,

wie auf diesem Blog bereits thematisiert mache ich seit Ende Oktober 2013 in München eine Weiterbildung zum Online-Journalisten. Seit heute sind nun die ersten journalistischen Früchte dieser Weiterbildung online. Meine Klasse und ich  haben  ein Journalistisches Dossier unter dem Oberthema  Wandel erstellt. Hier nähren wir uns aus Unterschiedlichen Perspektiven verschiedenen Arten von Wandel.

Ich steuere zwei Beiträge bei.Erstens einen Kommentar zur Schwarz-Grünen Koalition in Hessen und Zweitens meine allererste Reportage.Diese befasst sich mit dem Wandel der Münchener Kinolandschaft  Die beiden Texte sind gleichzeitig meine ersten Journalistischen Produktionen ohne Bezug zum Nahen Osten.

Um meinen Nahostschwerpunkt    muss man sich aber dennoch nicht sorgen. Ich lese derzeit ein Sachbuch, dass ich dann in absehbarer Zeit für Alsharq.de rezensieren werde. Leider ist es fasst 400 Seiten dick und da ich nur Abends Zeit zum Lesen habe geht es nur in kleinen Schritten vorwärts. Bis die Besprechung Online geht, fließt also noch etwas Wasser die Isar herunter. Ich bemühe mich aber zügig zu lesen und zu schreiben..

Soweit so gut. Viel Vergnügen mit den beiden Texten und dem Rest des Dossiers.


Henning | , , , , | Kommentar schreiben

Geh doch mal hin! American Football von und mit den Marburg Mercenaries !

Ich beschäftige mich seit 1997 mit American Football. Damals wurde ich von meinen Eltern und einem Arbeitskollegen meines Vaters auf ein Spiel der Frankfurt Galaxy mitgenommen und war elektrisiert. Drei Jahre lang gingen mein Vater und ich recht regelmäßig zur Galaxy. Danach schlief das Interesse aber erst einmal wieder ein. Die Magie der Frankfurt Galaxy hatte sich abgenutzt,unter anderem weil die anfangs sehr unterhaltsamen Shows immer alberner wurden. Schmerzhafter Tiefpunkt waren Cheerleader in Weihnachtsmannköstümen mitten im verdammten Hochsommer !

Ende 2002 entdeckte ich im Hessentext rein Zufällig die Tabelle der 2. Football-Bundesliga und stellte überrascht fest, das soeben die Marburg Mercenaries Meister dieser Liga geworden waren. Ein Blick ins Internet zeigte dann, dass dem Team der Aufstieg in die erste Liga die sogenannte German Football League (GFL) gelungen war. Da war mir klar, dass ich mir das einmal ansehen musste.

Im Frühjahr 2003 besuchte ich dann mein erstes Spiel der Marburg Mercenaries im städtischen Georg Gassmann Stadion und musste zunächst erwartungsgemäß einen Kulturschock verarbeiten. Bei den Mercenaries war und ist im Vergleich zur Entertainmentmaschine Galaxy alles sehr sehr viel Kleiner. Statt 30.000 Besuchern sind hier schätzungsweise 700-1000 Zuschauer die Regel. Es gibt kein Flutlicht und nur eine Pappanzeigetafel mit Nummernkind. Kleine Shows gibt es nur manchmal

Hat man diesen "Schock aber verarbeitet, stellt man fest, dass Football in Marburg Charme hat. Alles ist gemütlich und  Familienkompatibel. Es gibt  Kuchen, Stakes, Würstchen und wechselnde Sonderaktionen wie Spare Ribs oder Hot Dogs zu essen. Auch sportlich kann man bei den Mercenaries Spaß haben. Abgesehen von der Horrorsaison 2003, als das Team nur ein Saisonspiel gewann und sich mir knappster Not in der Relegation vor dem direkten Wiederabstieg rettete, spielen die Mercenaries seit 10 Jahren kontinuierlich in der Spitzengruppe der GFL. Abgesehen von 2003 und 2012 hat das Team immer mindestens das Playoff Halbfinale der GFL erreicht.2006 wurde man sogar Vizemeister und gewann 2005 den EFAF Cup, was quasi den UEFA Cup des europäischen Fotoballs darstellt.

Das alles gelingt dem Verein trotz eines im Ligavergleich kleinen Etats von ungefähr 120.000€ Clubs wie die Braunschweig Lions arbeiten mit Etats die ungefähr  4 mal so hoch sind. Das klappt nur durch viel ehrenamtliches Engagement und wirtschaftliches Geschick. So räumen Freiwillige  zum Beispiel die Wohnung der Importspieler am Saisonende, bauen die Banden im Stadion auf oder schmeißen das Catering. Ein stabiler Kreis von Unterstützern  zu dem auch ich gehöre, markiert außerdem immer am Samstag vor dem Spiel das Spielfeld. Das heißt die für das Spiel essentiell nötigen  Linien und Zahlen werden mit Sprühfarbe und Schablonen  auf das Spielfeld aufgetragen und die Fieldgoals aufgebaut.

Die Mercenaries sind eben kein Retortenclub wie Frankfurt Galaxy,  sondern ein Sportverein im Besten Sinne, der sich innerhalb von gerade mal 11 jahren von ganz unten in die GFL gespielt hat und dort nun auch schon in seine 11. Saison geht. Wer etwas für American Football übrig hat, gerne mal  Freiluft Mannschaftssport  auf hohem Niveau in Marburg erleben will oder ganz einfach einen unterhaltsamen Sonntag Nachmittag verleben möchte, sollte  unbedingt der Aufforderung aus der Überschrift folgen und einfach mal ins Georg-Gassmann-Stadion in Marburg-Ockershausen gehen.

Die nächste Saison steht bald an und läuft von Mitte Mai bis Anfang September. Anschließend folgen gegeben falls die Playoffs die Anfang Oktober mit dem jährlichen Endspiel dem Germanbowl gekrönt werden . Die genauen Termine der Heimspiele finden sich  auf der Webseite des Vereins. Der Eintritt beläuft sich auf 10 beziehungsweise ermäßigt 6€ Wer sich ehrenamtlich im Umfeld des Spieltags engagiert bekommt übrigens freien Eintritt und einen Verzehrgutschein für's Catering. Mitmachen lohnt sich also durchaus auch materiell. Wer sich jetzt angesprochen fühlt, findet auf der Website   den Punkt Hilfe gesucht,mit weiteren Informationen und Kontakt Möglichkeit zum Vereinsvorstand.

Mehr habe ich im Grunde nicht hinzuzufügen. Ich hoffe ich konnte ein wenig vermitteln,warum ich Football in Marburg für eine Tolle Sache halte und ein wenig auf einen Besuch eines Spiels neugierig machen. Dieser Sport und dieser Verein haben definitiv mehr Zuschauer verdient.!

Also auf Liebe Leserinnen und Leser aus der Nähe Marburgs. Kriegt den Hintern hoch und kommt vorbei !

Henning | | Kommentar schreiben

Das Café am Grün



Ist mein absolutes Lieblingscafé in Marburg. Es liegt im Marburger Südviertel direkt neben der Buchhandlung Roter Stern, über die ich schon vor  über drei Jahren anlässlich ihres vierzigsten Geburtstags gebloggt hatte. Aufgrund seiner unmittelbaren Nähe zur Buchadlung Roter Stern( beide Läden sind durch eine Tür verbunden),ist das Café vielen nur unter dem Namen Café Roter Stern bekannt.Streng genommen ist dies aber falsch.Wie der Rote Stern ist auch das Café als Kollektiv organisiert.Die Einrichtung ist einfach aber gemütlich. Abgesehen von den Frühstücken die an den Platz gebracht werden herrscht im Café  das Prinzip Selbstbedienung.

Besonders zu empfehlen ist neben den reichhaltigen und abwechslungsreichen Frühstücksvarianten  das reichhaltige Kuchenbuffet aber auch die heiße Schokolade oder die Tees. Seine besondere Stärke kann der Laden im Sommer ausspielen, denn dann kann man großartig draußen direkt an der Lahn sitzen, den Sommer genießen und die Enten füttern. Schön ist auch das große Zeitungsangebot im Café. Wer will kann sich eine überregionale Zeitung aber auch Linke Magazine wie Konkret in aller  Ruhe zu Gemüte führen, ohne zu weiteren Bestellungen genötigt zu werden.Ich habe hier schon bis zu fünf Stunden mit Guten Freunden und einer großen Kanne Tee verbracht.

Eine wunderbare Marburger Besonderheit stellt auch das dreistufige solidarische Preissystem des Cafés dar. Man kann sich frei entscheiden ob man den normalen Preis oder auch einen Euro  weniger oder einen Euro mehr zahlen möchte Im Café zeigt man das dann dadurch an das man entweder Bleifrei oder super zahlt. So wird auch sozial schwächeren der Gang ins Café ermöglicht.Ich finde dies wirklich einen tollen sehr menschenfreundlichen Ansatz der zu einem Linken Projekt natürlich hervorragend passt. Alles in Allem ist das Café am Grün aka Café Roter Stern eine Institution mit Kultstatus und ein wahres gastronomisches Kleinod ,welches ich jedem Besucher des  Marburger Südviertels eindringlich ans Herz legen möchte.Tolle Cafés gibt es nicht nur in der Marburger Oberstadt !

Henning | , | Kommentar schreiben

Seltsame Prioritäten in Hessens Bildungsfinanzierung


Es ist nicht lange her,da regte ich mich hier über die Tatsache auf, dass Hessen Die Völkerrechtlich verbindlich vereinbarte Inklusion behinderter Schüler durch seien Weigerung mehr Geld als bisher in die Hand zu nehmen hintertreibt,obwohl jeder weiß dass gute Inklusion kostet.Für Behinderte ist also schon mal kein Geld da. Ausdrücklich gefördert werden allerdings Hochbegabte. Unter der Überschrift Jedes Kind angemessen Fördern meldet die  Philips-Universität , dass das Land die Finanzierung der Hochbegabten Förderstelle Brain sichert. Nicht das ich etwas dagegen hätte Hochbegabte zu fördern, ich finde es nur ein Unding, dass diese Landesregierung Hochbegabten angemessen Förderung offenbar gönnt, sich aber verweigert Behinderte eben so angemessen zu fördern und gemäß der Behindertenrechtskonvention ins Schulsystem einzugliedern.Jedes Kind hat ein Recht auf angemessen Förderung sei es Gesund Behindert, Migrant oder eben Hochbegabt

Aber was rege ich mich auf, es handelt sich schließlich um ein Schwarz-Gelbes Bündnis und das hat schon immer gezeigt, dass es im Zweifel oben fördert aber für benachteiligte Gruppen im Bildungssystem nichts tut. Die Hessen CDU hat schon immer Sonderschulen geliebt, die Segration an den Hochschulen durch Studiengebühren verstärkt sowie die staatlichen Unis 2010 zum sparen erpresst. Gleichzeitig bekam die EBS in Frankfurt aber trotz Inkompetenz und Skandalen Sondermittel.  Die Marschrichtung heißt Elite fördern, die breite Austrocknen,Behinderte in ihren Ghettos halten, auch wenn es zugegebenermaßen Luxusghettos wie die Marburger Blista gibt.

Versagt hat hier auch die FDP, aber vielleicht wird ja jetzt alles besser den wir leben ja jetzt in Zeitalter des Linderischen mitfühlenden Liberalismus. Das ist übrigens ein scheiß Begriff der wahrscheinlich nix anderes heißt,als das Marktradikale ab sofort ein paar soziale Almosen in ihr Programm schreiben. Wahrer Liberalismus sorgt aber nicht für Almosen sondern für Chancengleichheit und Rechtsansprüche des einzelnen gegen den Staat. Aber wie gesagt,was reg ich mich auf. Ich denke mein Standpunkt ist klar geworden und höre jetzt hier auf.

Schönen Vatertag noch !

Henning | | Kommentar schreiben

Marburger Rap jetzt auch mit Gefühl !



Rap aus Marburg war bisher 2 Mal Thema auf diesem Blog, nämlich einmal in Form eines Videos vom Marburger Richtsberg,und wenig später dann in  Form einer  Konkurrenzproduktion aus dem Marburger Waldtal.  Fast fünf Jahre später ist mir nun eine weiteres Stück Marburger Rap in die Hände gekommen, dass ich meineen Lesern und Leserinnnen ebenfalls nicht vorenthalten möchte. Interessant ist der Paradigmenwechsel der Marburger Flow genannten Conbo.

Zumindest im folgenden Video geht es sehr friedlich und fast schon romantisch  zu. Kaum eine Spur mehr von aggressiver Rhetorik wie sie in dne beiden verlinkten Beiträgen zu besichtigen ist. Ganz im Gegenteil hier hat ein Gangster den Weg zur Hellen Seite gefunden.

Nun aber genug der Vorrede und viel Vergnügen mit Reich mir deine Hand von  Marburger Flow




Link

Henning | , | Kommentar schreiben

Ein Bildungstipp zu den Revolutionen im Nahen und Mitleren Osten



An dieser Stelle möchte ich dieses Blog einmal nutzen um auf eine mit Sicherheit interessante Vortragsreihe an der Universität Marburg hinzuweisen, die allen interessierten die Möglichkeit bietet sich etwas tiefgründiger mit den Veränderungen im Nahen Osten auseinanderzusetzen.

Unter dem Titel Der Nahe und Mitlere Osten- Eine Region im Umbruch bieten das Marburger Centrum für Nah - und Mittelost-Studien in Kooperation mit dem Marburger Zentrum für Konfliktforschung eine Serie von Vorträgen deren Bandbreite von Ägypten über Marokko und den Irak  bis in den Iran reicht. Das detaillierte Programm findet sich hier.

Als angehender Iran Experte  bin ich besonders auf den Vortrag von Katajun Amnipur am 26. Mai gespannt aber auch die anderen dürften ohne Ausnahme lohnenswert sein.

Ich wünsche lehrreiche Abende!

Henning | , , | Kommentar schreiben

MANO 2011



Gestern war ich das Zweite mal in meinem Leben auf dem MANO Festival.Das MANO ist ein dezentrales Musikfestival, bei dem Bands aus Marburg sowie den 3 Partnerstädten Northempton Portiers und Maribor in diversen Marburger  Clubs auftreten. Als Besucher zahlt man im ersten Club 5€ und bekommt dann einen Stempel mit dem man dann zwischen den Clubs pendeln kann.

Dabei wurde  ein vielfältiges Programm aus Metal Punk Hardrock, Blues, Jazz  Singer Songwriting aber auch Afrikanische und Brasilianische Perkussion geboten. Natürlich  besteht das Problem , das man immer nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Programm auswählen kann. .

Ich entschied mich gestern Zusammen mit Matthias sowie zeitweise  Yvonne Bassi und Raf für Bluesrock, Afrikanische und Brasilianische Perkussion sowie 2 Hardrockbands von denen eine allerdings nicht besonders überzeugte.Insgesamt war es ein sehr schöner und unterhaltsamer Abend mit überwiegend  guter Musik.Ich werde sofern ich nächstes Jahr um diese Zeit noch in Marburg lebe das MANO sicher wieder beehren und kann das nur jedem anderen der Musik mag auch empfehlen.

Henning | , , | Kommentar schreiben

Weinanbau in Marburg


In Marburg wird seit 1997 wieder Wein angebaut, und zwar auf dem Schlossberg. Wie man hier nachlesen kann. Offenbar gibt es 150 Rebstöcke, aber bedenkt man das Marburg doch relativ hoch und weit nördlich liegt ist davon auszugehen, dass der Wein nicht besonders lecker schmeckt.

Außerdem kann man ihn ohnehin nicht kaufen, den es gibt nur 120 Flaschen pro Jahr und die werden nur an hohe Gäste der Universität verteilt.Trotzdem stellt der Weinanbau auf dem Schlossberg auf jeden Fall ein schönes Kuriosum  dar.

Henning | | Kommentar schreiben

Das Marburger - Marburgs neuer Stern am Medienhimmel


Wer Marburg schon etwas länger kennt, der weiß das es mit der Medienvielfalt, gemessen daran das es sich bei Marburg um eine vielfältige und lebendige Universitätsstadt handelt sehr Mau aussieht. Es gibt in dieser Stadt genau eine Tageszeitung,nämlich die Oberhessische Presse, die aber in ihrer Berichterstattung derart Altbacken und im Politikteil unerträglich reaktionär ist das man sie als auch nur halbwegs progressiver Mensch höchstens aus Notwehr lesen kann.Nur die OP bekommt es hin, wie in der Montagsausgabe geschehen bei einer Hitliste 10 Dinge die man als Ersti über Marburg wissen sollte demonstrativ das Faktum voran zu stellen, das in der E-Kirche der Ehemalige Reichspräsident  Paul von Hindenburg und seine Frau beigesetzt sind. Das man sich  von Seiten der Kirchengemeinde und Stadt  Jahrelang  darum bemüht diesen Fakt klein zuhalten,damit die E-Kirche kein Wallfahrtsort für Nazis mehr ist spielt keine Rolle ! Auch die  Politberichterstattung räumt der CDU auffälig viel Raum ein, was mutmaßlich damit zusammenhängt das die Zuständige Redakteurin mit dem CDU Chef der Stadt liiert ist.

Nun aber gibt es  Das Maburger, welches sich mittle bis langfristig nicht weniger zum Ziel gesetzt hat als die Hegemonie der OP zu brechen, und eine frische  auf die Junge Zielgruppe zugeschnittene Alternative zu bieten , die auch politisch deutlich weiter Links steht . Das Marburger hat dabei Zwei säulen. Es ist zunächst ein Webmagazazin, das auf seiner Webseite Stets aktuell und im Gegensatz zur OP vollständig  über alles relevante berichtet was in und um Marburg passiert.Zusätzlich wird es ab Dezember ein circa 60 Seiten Starkes monatlich erscheinendes  Magazin geben,das wie heute bereits der Express kostenlos in der Stadt aus liegen wird.

Ich hoffe sehr das der Ansatz von das Marburger in dieser Stadt verfängt,und zwar nicht nur weil  die Macher politisch erträglicher sind, sondern weil ich glaube das Marburg mehr verdient hat als dieses reaktionäre Käseblatt namens OP.Deshalb möchte ich alle aufrufen sich auf alle Fälle mal die Webseite anzusehen und dann ab Dezember auch die Printausgabe nachzufragen.

Henning | , , | 1 Kommentar

Marburg went to the war



22 Tage lang war auf diesem Blog Funkstille,datiert der letzte Eintrag doch bereits vom 25. April

Wie vor 3 Wochen soll es auch diesmal um das Thema politischer Protest gehen. Zwar ging  es diesmal nicht um die Existenzielle Frage  des Ausstieges aus der Atomenergie, jedoch trotzdem im gewissen Sinne  ums Überleben, nur diesmal nicht der Menscheit sondern der  Lehre und Forschung in Hessen. Die Hessische Landesregierung  hat nämlich in ihrer Unendlichen Weisheit beschlossen die Budgets der Schulen und Hochschulen um insgesamt 79 Millionen zu kürzen. Auf die Universitäten entfallen davon 30 Millionen euro. Festgeschrieben werden die Kürzungen  im Hoschulpakt, der die Finanzierung der Hessischen Hochschulen von 2011-2015 regelt. für die Universität Marburg bedeutet dies, das sie im Zeitraum 2011 bis 2015  6.2 Millionen € pro Jahr einsparen soll, eien Summe die nach Meinung aller nicht zu verkraften ist, und Lehre udn Forschung existenziell bedroht. Schließlich wird Marburg bereits seit Jahren gegenüber den Südhessischen Universitäten Darmstadt und Frankfurt benachteiligt.


Die Not führte nun zu einer beispiellosen Mobiliserung nicht nur aber besonders in der Uni Marburg.  Über alle Fachbereiche und Statusgruppen hinweg  fuhren Menschen am vergabgen Dienstag zur Zentralen Kungebung gegen die Kürzungspläne nach Wiesbaden.  Plötzlich wurde möglich was Jahre lang unmöglich schien. Professoren und Studierende standen Schulter an Schulter mit dem technisch- administrativen Personal.  Auch politische Gräben unter den Professoren vorloren an Bedeutung. So stellte sich mit dem Mediziner siegfrird Bien ein Konservativer an die Spitze des Protests. Dies sagt einiges über das Ausmaß der Wut in Marburg aus,gilt die älteste protestantische Uni der Welt doch seit Jahrzehnten als eher links. Kurz udn gut alles war bereitet für den größten universitären Aufstand der letzten Jahrzehnte.Marburg went to the war. Diese martialische Betitelung ist übrigens eine mehr oder weniger geistreiche Anspielung auf den Titel Johnny went to the war von Paddy goes to Hollyhead.



Soweit also zur Metaphorik der Demonstration Meine Wenigkeit war mit einer größeren Abordnung der Fachschaft Orientwissenschaft unterwegs, eine Truppe, die mir immer sympathischer wird, auch wenn ich ihre wir sind nicht politisch Einstellung etwas albern finde, schließlich ist eine Fachschaft per se eine politische Körperschaft , aber Philologen denken da wohl anders als Gesellschaftswissenschaftler, was manchmal auch ganz angenehm ist.Jedenfalls enterten wir mit diversen anderen Marburgern den Zug um 11 uhr 39 und tuckerten gemütlich und gut gelaunt nach Wiesbaden.  Dort angekommen  wurde erstmal gepicknickt, ehe gegen 15 uhr die Demo begann. Unter den wie sich später herausstellte 10.000 Demonstranten war gefühlt jeder zweite Marburger was anhand der gut sichtbaren Marburger Universitätswappen selbst für  Blindfische wie mich leicht feststellbar war. Highlight war für mich aber der Fachbereich Sport der mit einem riesigen Ruderboot und dem Slogan Uni Marburg - wir sitzen auf dem trockenen  seinen Protest zu Markte trug.

Weniger geistreich fand ich die Slogans vom GEW  wagen. Bildungspakt abgefuckt hatte ja noch was aber alles für alle und zwar umsonst war mir schon vor 5 Jahren zu platt. Sorry liebe GEW. Kombiniert mit dem laut vom Wagen dröhnenden Ska entwickelte sich die Demo mit zunehmender Dauer ohnehin immer mehr zum Happening, was meinen Freund Riccardo ab einem gewissen Punkt äußerst ankotzte. Ich fand das ganze nicht schlimm sondern sogar notwendig, schließlich soll und muss so eine Demo auch Spaß machen. Sonst kriegt man eben keine 10.000 Menschen auf die Beine. Mir jedenfalls hat der Tag in Wiesbaden Spaß gemacht , vor allem deshalb da Marburg den Pakt zumindest letzte Woche nicht unterzeichnet hat und die Demonstration somit vorerst erfolgreich war.

Die Unterschrift wird allerdings  wohl morgen erfolgen , da die Landesregierung die Unis schamlos erpresst. Die Logik der Landesregierung funktioniert dabei sehr einfach. Hochschulen die nicht unterschreiben bekommen künftig einfach keinerlei Garantien mehr, und müssen mit jährlich noch drastischeren  Kürzungen rechnen. Dieser Bedrohung  wird wohl kaum ein Präsident bzw. Präsidentin  standhalten können.Spannend ist auch das die Landesregierung die ganze Zeit von Verhandlungen faselt, dann aber erklärt die Inhalte des Hochulpakts seien nicht  verhandelbar. Man sieht also ganz gut was für eine Farce hier gerade abläuft.   Selbst wenn der Pakt morgen unterzeichnet wird wovon ich ausgehe, heißt das aber nicht das die Auseinandersetzung beendet ist. Ich würde einiges darauf wetten, das dann binnen kurzem zumindest teile der Unis in Hessen von protestierenden Studies besetzt werden werden. Wie dann Hochschulleitungen und Regierung reagieren werden wird spannend anzusehen sein. Der Kampf geht weiter !


 So und nun nach soviel Text zum Schluss  Beweisfotos


viel Spaß !






     

Blick in die Menge 
   

Eines der unzähligen Marburg schilder





Trotzig aber glasklar in der Aussage
Der Autor bei der Lektüre des Infomaterials vom Ermitlungsausschuß wäre bei Verhaftung wichtig gewesen 

Ein Vertreter der Spaßguerillia Rebel Clowns Army



Henning | , , | Kommentar schreiben

Bilder und sonstige Eindrücke von der Kettenreaktion in Biblis


Gestern war ich nach langer Abstinenz wieder einmal Teilnehmer einer Großdemonstration. Zuletzt hatte ich mich dazu im Herbst 2002 anläßlich einer Anti-Stoiber Demo von ATTAC in Köln mobilisieren lassen. In den Letzten beinahe 8 Jahren war ich immer entweder zu faul oder hielt mich aus Angst vor Randale raus. Gestern jedoch ließ ich mich durch den breiten Aufruf an dem unter anderem auch die Grünen beteiligt waren überzeugen. Und so ging es gestern zu Menschenkette gegen Atomkraft.

Mein Grüne Jugend Kollege Fritz und ich setzten uns  in den Zug nach Biblis wo wir nach 2 Stunden Fahr ankamen. Da das Wetter extrem sommerlich war, stellte sich sehr schnell heraus, das es an diesem Tag wohl eine ziemlich große Mobilisierung geben würde, und somit die Hoffnung der Organisatoren aufgehen würde ein starkes Zeichen gegen Atomenrgie zu setzen. Misslich war das wir rund eien Stunde Fußweg vom Bahnhof zum AKW hatten, was spezielle auf dem Rückweg nach zu diesem Zeitpunkt bereits 6 Stunden in der Prallen Sonne ziemlich an meine Subsatanz ging . Erschwerend kam himzu das ich mir die Hitze unterschätzend nicht zu trinken mitgenommen hatte. Mit Helfe der Getränkestände auf dem Gelände und der Solidarität von Fritz konnte aber schlimmeres abwenden. Und erlitt keine Kollaps. Einzige Folge meiner Sorglosigkeit ist ein leichter Sonnenbrand im Nacken.

Am Kraftwerk angekommen präsentierte sich eien ausgesprochen entspannte und fröhliche Schar, die sich von Anti-AKW Veteranen  über sehr Viele Junge Leute, von denen viele auch nicht Organisiert waren, bis hin zu jungen Familen reichte, die sich teilweise mit Buggys in die Kette einreihten. Pollizisten wurden freundlich gegrüßt und traten die Demonstranten ebenso freundlich entgegen. Kurz und gut, es lag zu keinem Zeitpunkt Randale in der Luft. Alles lief sehr entspannt ab. Zwar gab es wohl auch einen kleinen Antifa und Anarchisten Block, uns begegneten fröhlich Menschen von der FAU, diese suchten aber  keinen Ärger, würden aber trotzdem sofort vom Staatsschutz beäugt. Insgesamt herrschte eien sehr alternative Atmosphäre, wie es sich für Linke Demos gehört gab es beispielsweise eine Vegane Bio Volxküche.Interessant war auch zu sehen das sehr viele Basisgruppen aus Südbaden der Schweiz und dem Elsas  angereist waren, sodass der Protest sogar eine leichte Paneuropäische Note erhielt.Insgesamt war es wirklich ein schöner Tag und ich bin gern wider bei ähnlichen Aktionen dabei !

Atomkraft abschalten ! Kein Ausstieg aus dem Ausstieg !

Zum Abschluss noch ein paar Beweisfotos !


Eines der radikaleren Transparente hier getragen von der Linksjugend Solid



Ein kleiner Abschnitt der Kette 




Ein Blick über die Menge
Schausterben vor dem AKw klappt auf diesem Foto leider nur teilweise

Der Autor mit seinem Freund und Parteikollegen Jan S vor der Kette
Henning | , | Kommentar schreiben

40 Jahre Roter Stern !



Meine Stammbuchhandlung  der Rote Stern wird in diesem Jahr 40 Jahre alt. Das Besondere an diesem Laden ist seine Organisation, den er wird als Kollektiv betrieben, was konkret zwei Konsequenzen hat.

a) Alle elf Angestellten des Ladens sind zugleich Eigentümer,
b) deshalb gibt es keine Chefs sondern alles wird im Konsens entschieden.

Wie sich der Laden im Laufe der Jahrzehnte entwickelt hat, hat Gesa Cordes für die FR in einem netten kleinen Artikel festgehalten. Ich Wünsche dem Laden in dem ich seit rund 6 Jahren nahezu jedes Buch oder Hörbuch gekauft habe noch viele viele erfolgreiche Jahre.

Dank der immer freundlichen Menschen im Laden bin ich schon auf viele literarische Perlen gestoßen die ich sonst nie bemerkt hätte, Dies ist die wahre Stärke eines Buchladens die auch Amazon nicht ausstechen kann. Hier kann man stöbern und wenn man nur eine ungefähre Ahnung hat was man  sucht. bekommt man wertvolle Tipps.
Henning | , , | 1 Kommentar

Homoumpoler stoppen!

Marburg ist eine schöne Stadt, die ich immer als sehr Weltoffen und Liberal empfinde. Umso erboster bin ich über die Tatsache,dass an der Marburger Universität an Himmelfahrt ein Evangelikaler Psychotherapiekongress stattfinden wird. Teile des Kongresses werden dabei auch noch in  der Stadthalle abgehalten.

Veranstalter ist die  evangelikale "Akademie für Psychotherapie und Seelsorge. Der Skandal besteht darin,dass mindestens Zwei Referenten auftreten sollen, die Therapien gegen Homosexualität propagieren, also Homosexualität als Krankheit definieren.Näheres zum Hintergrund der Referenten gibt es unter anderem bei der Taz 

Dies ist schlicht blödsinn und wissenschaftlich längst wiederlegt . Deshalb haben Umpoler Seminare auch nichts mit der Freiheit des wissenschaftlichen Diskurses zu tun, sondern sind schlichte Negierung von Freiheitsrechten und damit implizit Verfassungsfeindlich. Abgesehen davon beschreiben ex-Klienten der Umpoler deren Therapien als psychische Vergewaltigung

Dies alles ist Grund für mich den Widerstand gegen diesen Kongress zu unterstützen. Diesen koordiniert der AStA und hat eine Kampagnenseite  eingerichtet. Dort gibt es dann auch Infos zum Veranstalter und seinem Umfeld.

Kein Platz für Homophobie und Religiösen Fundamentalismus im öffentlichen Raum!      
Henning | | 1 Kommentar

FDP rettet Koch den Arsch !

Hessen hat gewählt und es ist gekommen wie es kommen musste. Hessen wird ab sofort von einer komfortablen Schwarz-Gelben Mehrheit regiert. Interessant ist aber das Roland Koch nur scheinbar als großer Sieger aus der Wahl hervorgeht.Die CDU hat kaum hinzugewonnen und kommt gerade mal auf 37,2% Das ist im Vergleich zur letzten Wahl gerade mal ein Plus von 0,5%. Unter normalen Umständen hätte ein Ministerpräsident der gleich zweimal so mies abschneidet abtreten müssen.

Das es jetzt anders kommt verdankt Koch der FDP die mit 16,2 % das beste Landtagswahlergebnis ihrer Geschichte einfahren. und so Koch also letztendlich den Arsch retten .Das Ergebnis erstaunt und lässt an der Intelligenz der Wähler zweifeln, den Niemand hat im Vergangenen Jahr dermaßen mit nicht Existenz geglänzt wie die FDP. Aber gut irgendwo müssen die CDU Stimmen derer die Koch nicht leiden können ja hin.

Freuen können sich aber auch die Grünen die mit 13,8% ihr bestes Landtagswahlergebnis in einem Flächenland erzielen.Bedauerlich das sich aus diesem Ergbis jetzt keine konkrete Politik machen lässt, aber harte und gute Opposition ist auch eine wichtige Aufgabe im Parlamentarismus.

Ebenfalls historisch aber im negativen Sinne ist das Ergebnis der SPD die mit 23% auf das schlechteste Ergebnis der Hessischen Geschichte absackt.Das ist zwar nicht überraschend aber in dieser Heftigkeit doch ein bisschen ungerecht. Ich fand Schäfer-Gümbel eigentlich recht sympatisch,und er scheint auch nicht blöd zu sein. Ich hoffe die SPD schafft es ihn in den nächstern 5 Jahren zum Oppositionsführer aufzubauen,damit er spätesten 2014 die Ära Koch nach dann 15 Jahren beendet.
Henning | | 1 Kommentar

Ein Schweinchen Namens Koch

Übermorgen Wählt Hessen einen Neuen Landtag, und alles sieht so als könne Roland Koch auf einen Sieg hoffen. Die Hessen lieben das kleine Schweinchen Namens Roland trotz kleiner Fehltritte wie Spendenaffäre, Ausländer Hetze und unterirdischer Bildungspolitik einfach zu sehr um es zu schlachten.

Ein Mann aber will dem kleinen Schwein ans Leder, der Schäfer Gümbel. Kann er gegen das gewitzte Schweinchen triumphieren? Sehen sie jetzt ein Schweinchen Namens Koch von Extra 3!



Videolink
Henning | , | Kommentar schreiben

Gib mir den Supergümbel

In Neun Tagen wählt Hessen einen neuen Landtag, und die SPD greift in ihrem vermutlich aussichstlosen Kampf ganz tief in die Web 2.0 Kiste. Schäfer-Gümbel twittert , was er stilgerecht auf Youtube ankündigt. Am Besten gefällt mir aber der Supergümbel. Hier wird aus dem farblos wirkenden Schäfer Gümbel ein Superheld im Stil der Batmanserie der 60er Jahre, der den Bösen Roland tötet.Ziemlich behämmert aber ich mag Superhelden ja irgendwie.




Videolink
Henning | , | Kommentar schreiben

Marburgs Neue Bus Stimme

Ist mein Freund Sebastian Decker. Eine Gute Wahl wie ich finde. Herzlichen Glückwunsch Seba. Das ändert aber nichts daran, das ich den gesamten Wettbewerb recht albern finde. Der in Marburg ansässige Deutsche Verein für Blinde und Sehbehinderte in Studium und Beruf E.V. hatte die Suche nach einer Neuen Busstimme initiiert, weil die alte so depressiv klinge, zumindest wurde mir das so berichtet. Ja haben wir den keine anderen Probleme ?

Mir bestätigt dieser Vorgang nur das es völlig richtig war in diesen albernen Verein in dem sich oftmals ohnehin nur lebensuntüchtige Idioten organisieren, die vielfach entspannt und ohne Gewissensbisse von der Kombination Blindengeld+Hartz 4 leben einzutreten.

Dabei kommt man allerdings nicht umhin zuzugeben, dass dieser Verband extrem effektive Lobbyarbeit macht, die bislang dafür gesorgt hat, das die allermeisten Sparrunden im Sozialsystem an den Blinden schadlos vorbei gezogen sind. Die Stärke des Blindenverbände hat historische Gründe und fußt auf den Kriegsblinden und deren Rehabilitation nach den beiden Weltkriegen. Blinde haben einfach ein Gutes Image,so gut das selbst die Nazis einige Schwirigkeiten hatten die Blinden in ihre Vernichtungsprogramme einzubeziehen.

Im Ergebnis sind Blinde und Sehbehinderte heute die vermutlich best versorgte Behindertengruppe in diesem Land. Als Blinder bekommt man auf Antrag:

  • Blindengeld (ca 500€ pro Monat) wird nicht auf andere Sozialleistungen angerechnet.

  • Blindenhunde

  • Leistungen zur Erleichterung des Hochschulbesuchs wie

  • Computer
  • Laptops
  • mobile Bildschirmlesegeräte
  • Assistenten der bei Vorlesungen mit schreibt.

  • Vorlesegeld

  • Freifahrt in Bus und Bahn, solange es sich nicht um EC IC oder ICE handelt, und diese durch einen Verkehrsverbund fahren. Da mittlerweile fast das gesamte Land mit solchen Verbünden bedeckt ist kann man sich fast durch das ganze Land umsonst bewegen. Für Vollblinde kostet die dazu notwendige Wertmarke nichts Sehbehinderte wie ich zahlen die vergleichsweise lächerliche Eigenbeteiligung von 60€ pro Jahr.

  • Befreiung von der GEZ

  • Assistenz am Arbeitsplatz
Man sieht also das Vater Staat den Blinden und Sehbehinderten auf Vielfältigste Weise hilft. Ich will diese Hilfen gar nicht in Frage stellen zumal ich einige dieser Selbst erhalte oder in der Zukunft erhalten werde. Sie machen in den meisten Fällen sinn, auch wenn ich zum Beispiel das Blindengeld kritisch sehe weil es meiner Erfahrung nach in der Praxis fast nie seinem gesetzgeberischen Zweck zur Beschaffung von Hilfsmitteln dient sondern einfach zum Leben genutzt wird. Es wirkt also letztlich wie eine Art bedingungsloses Grundeinkommen für Blinde, und setzt in Kombination mit Hartz 4 den Druck etwas aus sich zu machen herab.

Vergegenwärtigt man sich nun wie schlecht es oftmals Hartz4 Empfängern geht finde ich das Versorgungsniveau für Blinde fast schon zu hoch und das Gejammer der Blindenverbände wenn ihnen irgendwo ein paar Euro weggenommen werden schon fast obszön.


Man kann natürlich sagen Jammern sei der ureigenste Zweck eines Interessenverbandes. Gerade den Blindenverbände stünde es aber gut zu Gesicht , wenn sie die Situation ihrerer Klientel stärker ins Verhältnis zur Restlichen Gesellschaft setzten und dann das ein oder andere mal etwas leiser brüllten oder einfach mal die Fresse hielten. Das dieser Verband nix besseres zu tun hat als einen überflüssigen Wettbewerb um eine neue Busstimme durchzudrücken zeigt ja wohl dass es so fürchterlich viele Baustellen im Sozialbereich nicht zu geben scheint.

Fazit:

Damit ich diesen Verband ernst nehmen kann müsste er sich deutlich kritischer zu sich selbst und seiner Rolle in der Gesellschaft positionieren. wobei sich natürlich die Frage stellt ob man so etwas von Interessenverbänden überhaupt erwarten kann, schließlich ist Besitzstandswahrung ihr Zweck. Wie auch immer so lange dieser Verband sich so benimmt wird er mich nicht in seinen Reihen begrüßen.
Henning | | Kommentar schreiben
Minima Responsive Design by Be KreaTief · 2013 · Based on Five by 5202 · © Content Hennings wunderbare webwelt