Irak in den 50er Jahren


Zeigt die britische Dokumentation Ageless Iraq. In tollen Zeithistorischen Bildern wird hoch interessant ,wenn auch mit einer kolonialen Attitüde über Alltagsleben und Entwicklung des Irak 1954 berichtet. Damals war der Irak noch ein Königreich und Saddams Herrschaft Zukunftsmusik.

Viel Vergnügen mit dem Film !






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Eingefroren im Jahr 1974

Seit dem  gescheiterten Militärputsch und dem darauf folgenden Türkischen Einmarsch auf Zypern im Frühjahr 1974 existiert auf der Insel eine von UN-Blauhelmen überwachte Pufferzone, die Griechische und Türkische Zyprioten voneinander trennt und den Konflikt seit 40 Jahren still legt. Seit kurzem gibt es allerdings vielversprechende Gespräche, die den Konflikt im Laufe des kommenden Jahres durch die Bildung einer Föderation aus zwei weitgehend unabhängigen Teilstaaten  befrieden könnte.

Noch aber existiert die Pufferzone, zu deren vierzigjährigem Bestehen hat die Süddeutsche  eine faszinierende Fotostrecke veröffentlicht hat, die ich hiermit empfehlen möchte.


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Heute vor 25 Jahren: Ende des Schießbefehls an der Staatsgrenze der DDR


Erneut wird es historisch auf diesem Blog. Nachdem ich gestern daran erinnert habe, dass sich das erste gesetzliche Kopftuchverbot in Deutschland zum 10.mal jährte, ist auch heute wieder ein historisch interessantes Datum. Heute vor einem Viertel-Jahrhundert hob die DDR den sogenannten Schießbefehl an ihrer Grenze auf. Einen Befehl übrigens dessen Existenz die DDR immer geleugnet hat. Diese Leugnung  setzte sich  auch in den Prozessen gegen ehemalige DDR-Grenzsoldaten in den 1990er Jahren fort.

Das es ihn gab ist aber inzwischen historisch gut belegt.Der Deutschlandfunk hat das heutige Jubiläum zum Anlass genommen die Geschichte des Schießbefehls  und die Gründe seiner Abschaffung in einem hörenswerten  Beitrag  im Rahmen seiner Sendereihe historisches Kalenderblatt zu beleuchten.

Viel Spaß beim Hören !


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Ägypten,Tunesien und der Krimkrieg der 1850er Jahre

Vor dem Hintergrund der Krimkrise möchte ich heute auf eine weitgehend vergesse historische Begebenheit aufmerksam machen. Es ist nämlich dieser Tage bei weitem nicht das Erste mal so, dass die Krim umstrittens Territorium ist. Ebenso war die Krim bei weitem nicht immer russisch. Jahrhundertelang war sie Teil des osmanischen Reiches und wurde erst im 18.Jahrhundert durch das russische Zarenreich erobert.
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Eine Zeitreise in die Endphase des Vietnamkrieges



Diesmal möchte ich einen Blick zurück in die Endphase des Vietnamkriegs werfen.Dazu eignet sich die legendäre Fernsehreportage 8 Tage beim Vietkong  aus dem Sommer 1973 hervorragend. Scholl-Latour wurde damals von den Vietcong gefangen genommen und musste 8 Tage im Lager ausharren. Sein Team nutzte   diese Zeit  um dem Zuschauer intime Einblicke in den Alttag der  der Rebellen zu ermöglichen.

Zum Schluss wird sogar noch der Altag im untergehenden Südvietnam unter die Lupe genommen.

Auch mehr als 40 Jahre danach noch sehr Sehenswert.

Viel Spaß !




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Gesehen Der Verdingbub


Der Schweizer Spielfilm der Verdingbub von Markus Imboden thematisiert eines der dunkelsten Kapitel der Schweizer Sozialgeschichte, das sogenannte Verdingkinderwesen, welches in der Schweiz erst 1978 endgültig abgeschafft wurde. Dabei nahm die Schweizer  Sozialführsorge armen Familien, oder Frauen deren Lebensstil als liderlich galt die Kinder weg und platzierte sie bei gleichfalls armen Bauernfamilien. Diese setzten sie dann als Arbeitssklaven ein, meist verbunden mit Misshandlung und sexuellem Missbrauch.

Imbodens Geschichte dreht sich um Markus und Berteli. Während Markus aus dem Kinderheim zur Bauernfamilie Bäsiger geschickt wird, wird Bärteli von der Mutter und ihren Geschwistern getrennt und gegen ihren willen zu den Bäsigers verfrachtet.  Markus großer Halt  ist die Musik, er kann nämlich sehr gut Handorgel spielen. Bärteli klammert sich zunächst daran, schnell wieder bei ihrer Mutter zu sein, findet dann aber vor allem halt bei Markus. Der Film zeigt deutlich die verzweifelte Situation der beiden Kinder. Die beiden müssen schwer arbeiten und werden geschlagen,. Markus muss nachdem er sich aufgelehnt hat im Schweinestall wohnen und  Bärteli wird  geschwängert.

Spannend an dem Film  finde ich, dass er  obschon  das Verhalten der  Bauernfamilie nicht in Ordnung ist, zugleich klar herausarbeitet ,dass sie auch ein Opfer der Verhältnisse ist.Sie ist bitter arm und auf das Kostgeld dass sie für die Versorgung der Kinder vom Staat erhält elementar angewiesen um zu überleben.  
Versager und Täter sind hier auch und vielleicht sogar vor allem  die Fürsorgestellen die Familien zerstörten Kinder traumatisierten  und wegschauten statt für das Wohlergehen der Kinder  Sorge zu tragen. 

Ich fand den Film sehr gut und möchte ihn hiermit empfehlen. Darüber hinaus möchte ich alle die Lust haben sich mit dem Thema Verdingkinder in der Schweiz etwas detaillierter Auseinandersetzen wollen auf das   hoch  interessante Radio-Feature Halts Maul du lügst, Verdingkinder in der Schweiz  verweisen




   
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This land is mine




Ist ein Zeichentrickfilm von Nina Paley, deren wunderbaren Film Sita sings the Blues ich bereits vorgestellt hatte.Gekonnt wird die Geschichte Israels und Palästinas zusammengefasst und gezeigt,wie diese Region nicht erst seit 1948,sondern schon seit Jahrtausenden umkämpft ist.

Viel Spaß mit dem Film !



This Land Is Mine from Nina Paley on Vimeo.
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Die islamische Revolution im Iran- Ein Blick zurück!



Gestern war nicht nur der dritte Jahrestag der ägyptischen Revolution, über deren aktuellen Zustand man hier etwas lernen kann. Vor allem war gestern der 35. Jahrestag des endgültigen Sieges der Islamischen Revolution im Iran. Dieser Sieg war und ist historisch sehr bedeutsam, nicht nur weil durch ihn eine uralte Monarchie gestürzt wurde, sondern vor allem weil es sich bei der islamischen Revolution  um eine der ganz wenigen wirklichen Volksrevolutionen im Nahen Osten handelt,genau genommen sogar um die einzige bis zu den Ereignissen des arabischen Frühlings ab Anfang  2011.


für alle historisch interessierten Leserinnen und Leser die sich ein wenig in die damaligen Ereignisse hineinversetzen wollen, empfehle ich einen Klick auf diese interessante Slideshow. Sie enthält insgesamt 25 Aufnahmen aus der Revolutionszeit und und zeigt diese aus verschiedenen interessanten Blickwinkeln.

Ich wünsche viel Spaß!


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Grenzziehung im Nahen Osten - Brillant parodiert !



Die Wurzel fast aller heutigen  Staaten des Nahen Ostens  mit Ausnahme des  schon vorher einigermaßen in seinen Grenzen bestehenden Iran liegen im sogenannten Sykes-Picot Abkommen, einer geheimen übereinkommen zwischen Frankreich und England aus dem Jahre 1916. In ihr legten beide Seiten nach dem Ende des Osmanischen Reiches  ihre Einflusssphären im Nahen Osten fest und zwar ohne Rücksicht auf kulturelle oder ethnische Verbindungen. Würde Syrien zerfallen, wäre dies zugleich dass Ende des damals etablierten Staatensystems. Soweit die trockene  Geschichte.

Man kann das ganze aber auch wesentlich witziger erzählen. Wie das geht zeigt John Oliver als Sir Archibald Mapselot the third  im  folgenden Video aus der Daily Show vom 4. September !

Viel Spaß   !





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Ein Stückchen Orient!



existierte bis 1971 mitten in der Donau,an der Grenze zwischen Serbien und Rumänien. Es handelte sich dabei  um die Donauinsel Adah Kaleh. Diese war durch ein kartographisches versehen  bis 1913 osmanische Enklave. Auch danach erhielt sich hier Osmanische Kultur. 1971 versenkte Ceausescu die Insel zugunsten eines Wasserkraftwerkes im Fluss.

Der Politikwissenschaftler Thomas Schmidinger hat die Geschichte der Insel in einem spannenden Artikel für die Wiener Zeitung aufgeschrieben.Ich teile ihn mit meinen LeserInnen, weil ich finde, dass man hier etwas über eine spannende historische Kuriosität lernt. Horizont erweitern schadet ja schließlich nie.

Viel Spaß !

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Perry Rhodan unser Mann im All



Ist der Titel einer unterhaltsamen Dokumentation die 2011 anlässlich des 50. Geburtstages der Perry Rhodan Serie entstand. Perry Rhodan ist damit heute die am längsten laufende und größte Science-Fiction   Serie der Welt- Sie ist umfangreicher und älter als Star Wars oder Star Trek und hat auch mich als jugendlicher begeistert. Natürlich ist die Grundhandlung der Serie einfach und besteht im Grunde immer darin,dass irgendeine externe Bedrohung über die Milchstraße hereinbricht.Perry Rhodan und seine Freunde retten  dann im Verlauf eines Roman Zyklus, der etwa 100 Hefte umfasst der Menschheit und der ganzen Galaxie mehr oder weniger im Alleingang  den Hintern. Diese Zyklen sind unterhaltsam und erstaunlich komplex. Wer Perry Rhodan als billigen Schund abtut, der tut der Serie definitiv Unrecht.Wie groß die Serie ist zeigt auch die Produktpalette des Perryversums.  

Derzeit gibt es neben der Erstauflage noch die sogenannte 5. Auflage,welche etwas 22 Jahre in der Vergangenheit liegt,  die Silberbände welche Hefte als Romane Zusammenfassen, und zu guter Letzt   die Perry Rhodan Neo Serie.Dabei handelt es sich quasi um  einen Rebot der Serie, in welchem die Handlung nicht 1971 beginnt,sondern  im Jahr 2037 auf einer überbevölkerten Erde  einsetzt.


Nun aber genug von mir und Viel Vergnügen mit der Dokumentation!



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Zur Geschichte der Fangewalt im Deutschen Fußball



Fankrawalle dominieren mindestens gefühlt in den letzten paar Jahren die Berichterstattung rund um Fußball, zumindest dann, wenn es nicht gerade um den neuen natürlich äußerst positiven Party-Patriotismus, geht. Interessant ist nun wie lange es Krawalle beim Fußball schon gibt. Sie sind nämlich kein Problem der letzten paar Jahrzehnte, sondern begleiten den Fußball schon seit  er zum Massenphänomen wurde. In Deutschland gilt das für die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, ist also bereits über 90 Jahre her. Häufig wurden in dieser Zeit soziale Konflikte zwischen Stadtteilen auf die Fußballplätze verlagert und dann in Form von Krawallen ausgetragen.

Wie genau das ganze vonstatten ging kann man auf dem Geschichtsportal von Spiegel Online in Form eines Interviews mit dem Zeithistoriker Rudolf Oswald der über die Fußball Fankultur promoviert hat nachlesen. Spannendster Aspekt für mich war zu erfahren, dass in den 20er Jahren sogar Vereins obere fröhlich auf den Plätzen mit prügelten.Dies ist Heute ja absolut undenkbar!

Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Viel Spaß mit dem Interview !
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Als die Atomenergie noch jung und unschuldig war !



Sprach der große Physiker Werner Heisenberg 1955 in Lindau  enthusiastisch über die Segnungen der Atomenergie. Häme ist sicher unangebracht, denn aus damaliger Sicht war dass was Heisenberg sagt absolut plausibel. Tschernobyl und Fukushima waren schließlich noch nicht passiert und man stieg in den Bau von Kernkraftwerken gerade erst ein. Hinzu kommt das gerade in den 50er und 60er Jahren ein nahezu unerschütterlicher Fortschrittsglaube herrschte, gegen den die damals schon existierenden Umweltschützer, die damals aber noch eher Heimat und Naturfreunde hießen. absolut chancenlos waren.

 Man muss den Vortrag also in seine Zeit einordnen. Tut man dies ist er aber sehr interessant und manchmal belustigend anachronistisch, sodass man sich fragt wie ein  zweifellos großes Genie wie Heisenberg sich nur  so irren konnte !

Atommüll wollte Heisenberg beispielsweise einfach in Fässer packen und im Meer verklappen, und verseuchte Luft ist für ihn jenseits eines Radius von 20 Kilometern überhaupt kein Problem!  Wie wir Heute wissen eine fatale Fehleinschätzung der tatsächlichen Gefährdung durch atomare Verseuchung !

Insgesamt handelt es sich aber um eien spanndes Stück Wissenschaftsgeschichte !


Update 31. 8.12 

In der Datei versteckt sich noch ein zweiter Vortrag im Anschluss an Heisenberg!Dieser stammt  von Otto Hahn, dem Vater der Kernspaltung und stammt aus dem Jahr 1952. Er ist ebenfalsl empfehlenswert. 

Viel Spaß damit !


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Auch die Osmanen waren Entdecker !



Vergangenen Dienstag dürfte ich einem faszinierenden Vortrag des Italienisch-amerikanischen Historikers Ciancarlo Casale von der Universität Minesota beiwohnen. Er referierte bei uns im Orientzentrum zum Thema: Oars or Sails? Ottoman Oceangoing Warships and the Early Modern Military Revolution. Er wies in seinem extrem unterhaltsamen Vortrag nach, dass die offensichtlich weit verbreitete Ansicht die Osmanen hätten im 16. Jahrhundert die Strategische Auseinandersetzung auf See verloren weil sie keine Segelschiffe hatten sondern nur langsame Rudergaleeren die überdies auch noch schlechter bewaffnet waren  falsch ist. Das Gegenteil ist der Fall, die Osmanen hatten sowohl Galeeren als auch Segelschiffe, und waren den Portugiesen mit ihren Galeeren sogar Überlegen da im Mittelmeer wo sich die Auseinandersetzung abspielte oft wenig Wind ging und die Portugiesen am Ende gegen die Osmanen verloren.Allerdings nütze dies den  Osmanen nichts da wenig Später beide Spieler allmählich durch die Holländer sowie weitere Faktoren  verdrängt wurden.

Leider habe ich den Vortrag nicht aufgezeichnet und selbst wenn wäre es ein unfreundlicher Akt ihn hier ungenehmigt zu veröffentlichen. Es findet sich auch Kein Video zum Selben Thema im Netz.Allerdings hab ich was anderes schönes gefunden, nämlich ein rund 20 Minütiges Video in dem Casale sein Buch the otoman Age of Exploration vorstellt.  Die Grundthese des Buches besteht darin, dass die Osmanen sehr wohl während der Großen Zeit der Entdeckungen im 15 und 16. Jahrhundert mit eigenen Allianzen mitmischten und nicht nur  Bremsen und Störenfriede europäischer Expansion waren. und auch hier insgesamt über die Portugiesen triumphierten.

Das Video ist zwar nicht annähernd so ausführlich und mitreisend wie der Vortrag letzte Woche aber doch ganz Unterhaltsam und Informativ, weil er eine zentrale Erzählung der Mainstream Weltgeschichte  nachvollziehbar und schlüssig in Frage stellt.

Viel Spaß mit dem Video   !




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Der Wille Zur Großmacht - 100 Jahre Geschichte des Iran von 1908 bis 2008



Das gängige Bild des Iran in Europa ist jenes eines Inhumanen Regimes wahnsinniger Mullahs, die nach der Atombombe streben und deshalb schleunigst durch einen Militärschlag gestoppt werden müssen. An dieser Sicht ist auch einiges wahr, den natürlich ist der Iran alles andere als ein freies Land. Dennoch ha dieses Land eine über 2000 Jahre währende Geschichte und speziell in den letzten 100 Jahren im Ringen um den besten Mittelweg zwischen Säkularisierung, Islam und Demokratie  einen weiten  und wechselvollen Weg hinter sich gebracht.

So hatte der Iran bereits 1905 und damit lange vor so manchem europäischen Staat eine konstitutionelle Verfassungsrevolution, die allerdings unter anderem aufgrund des Druck der imperialistischen Mächte Russland und England zusammenbrach. Auch  wäre die Geschichte wahrscheinlich anders verlaufen, hätte der CIA 1953 nicht den demokratisch gewählten Ministerpräsidenten Mossadeg gewaltsam aus dem Amt entfernt. Dieses Ereignis ist tief in das Kollektive Gedächtnis  der Iraner eingedrungen und beeinflusst die Perzeption des  westlichen Konzeptes von Demokratie bis heute negativ.

All dies und noch mehr erzählt die folgende Dokumentation. Ich verbreite sie hier,weil  sie interessant ist und weil ich es wichtig finde gerade jetzt da wir möglicherweise an der Schwelle zu einem neuen  Golfkrieg stehen an die widersprüchliche Geschichte dieses interessanten komplexen und  wichtigen   Landes in der  MENA-Region zu erinnern.


Ich wünsche lehrreiche 90 Minuten




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Auch manch gutes kommt von Adolf!



Keine Angst Liebe Leserinnen und Leser, jetzt kommt kein Lammento alá bei Hitler war doch nicht alles Schlecht. Der Nationalsozialismus bleibt die größte Schande der jüngeren Deutschen Geschichte.  Fakt ist aber, dass manch gute Einrichtung Folge eines Vorherigen schlimmen Ereignisses ist.

So wurde die Deutsche Blindenstudienanstalt 1917 als direkte Folge des Ersten Weltkrieges gegründet, weil sich plötzlich das Problem stellte,wie man die tausenden erblindeten Frontsoldaten wieder ins Arbeitsleben integrieren sollte. Auf zivile Blinde weitete die Blista wie sie von eingeweihten genannt wird ihre Arbeit erst ab Mitte der  20er Jahre aus, als das heutige Gymnasium  an dem auch ich 2003 mein Abitur machte seinen Betrieb aufnahm. Es dauerte im Übrigen bis in die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, ehe  sich Die Blista neben Blinden  auch für sehbehinderte Schüler öffnete

Ganz ähnlich verhält es sich auch mit dem Deutschen Behindertensportverband (DBS) und dem Nationalsozialismus.. Die Taz berichtet, dass dieser pünktlich  zum 60. Vereinsjubiläum seine Vergangenheit in einer Studie hat aufarbeiten lassen.Die Ergebnisse waren für mich sehr überraschend, sind es aber eigentlich gar nicht, wenn man etwas nachdenkt.  Die Entstehungsgeschichte des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) ist nämlich aufs engste mit Männern Verbunden die im Nationalsozialismus eine durchaus tragende Rolle spielten.

Die Ursache dafür liegt wiederum in der Vorläuferorganisaion des DBS.Ganz Kind seiner Zeit, wurde der Verband nämlich am 4. Juli 1951 unter dem Namen Arbeitsgemeinschaft Deutscher Versehrtensport" (ADV) gegründet. Der Verband änderte seinen Namen erst nach Langem Streit im Jahr 1975,und war Plakativ ausgedrückt ein Verein verkrüppelter ewig gestriger Altnazis. zur inhaltlichen Unterfütterung Hier ein längerer Auszug aus dem Taz

Bis weit in die Siebziger Jahre hinein und nicht unbegründet eilte dem namentlichen Vorläufer des Deutschen Behindertensportverbands "der Nimbus eines Haufen Ewiggestriger" voraus, wie es der Autor der Studie, Wedemeyer-Kolwe, erklärt. In Niedersachsen zum Beispiel wurden rund 20 Prozent aller Versehrtensportvereine von Personen gegründet, die eine nachweislich hohe "NS-Belastung" aufwiesen. "Die personellen Kontinuitäten in dieser Höhe sind eindeutig, und es gibt keinen Grund, diese Verhältnisse nicht auch auf andere Bundesländer zu übertragen", so Wedemeyer-Kolwe. Der Historiker hat 250 Versehrtensportler allein in Niedersachsen biografisch untersucht. Zwanzig von ihnen gehörten der Waffen-SS, den KZ-Wachtruppen oder dem Reichssicherheitshauptamt und dem Rasse- und Siedlungshauptamt an, die für die "Umsiedlung", Ausplünderung und Ermordung der Juden verantwortlich war. Ein späteres Landesvorstandsmitglied war als SS-Angehöriger der Warschauer Gestapo für das jüdische Ghetto zuständig


Und weiter: 

In den Versehrtensportvereinen in ganz Deutschland sammelten sich auffallend viele NS-Schergen, SS-Sturmmänner, die an Massenmorden beteiligt waren. Nicht selten wurden für diese Männer von "Vereinskameraden" aber auch seitens der Verbände Spendensonderkonten eingerichtet, um die Familie der Angeklagten zu unterstützen sowie ihre Verteidiger zu bezahlen.

Auch gelang es den Nazis Im Verband nie ihre Ideologie bedingten Vorbehalte gegenüber sogenannten Zivilbehindeten abzubauen.  Auch dies ist aber erklärbar, wenn man sich vergegenwärtigt, wo diese Sportler herkamen, Auch hierzu nochmals ein längeres  Zitat aus der taz:

Es waren vor allem kriegsgeschädigte Soldaten hohen Ranges, die bereits zu Wehrmachtszeiten Sport betrieben und den Versehrtensport der Nachkriegszeit prägten. Waffenträger, für die der Dienst in der Wehrmacht ein Ehrendienst war. Sportärzte und Sportlehrer, die in der SS aktiv waren und in den SS-Heilanstalten, vor allem in der SS-Heilstätte Hohenlychen, ihre Fortbildung zum Versehrtensportler absolviert hatten.Diese sportlichen Kriegsversehrten verstanden sich auch nach der Niederlage des NS-Regimes weiterhin in der Rolle, die ihnen das NS-Regime zuvor zugewiesen hatte: "Edelversehrte", eine Art Elite, die im Kampf für das Vaterland Arme oder Beine verloren hatte.Sie hegten, immer noch befangen in der NS-Ideologie, offen Ressentiments gegenüber Menschen mit anderen, sogenannten Zivilbehinderungen, die sie als "asoziale Elemente" ansahen.(...)

Ich will damit den  DBS nicht diskreditieren, zumal die entsprechenden Nazis inzwischen tot sind, sich das Problem also biologisch gelöst hat.Ich finde vor allem interessant, wie selbst so etwas gutes wie Behindertensport mit der NS-Vergangenheit verquickt ist.  in Deutschland scheint ohne Nazis nichts denkbar.

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Ken Loach über den anderen 11. September


Heute beziehungsweise gestern je nachdem ob man ab null Uhr rechnet oder erst nach dem Aufstehen den neuen Tag beginnt war der 10. Jahrestag des 11. September 2001.Das ist ohne Zweifel ein historischer Tag. Leider gerät darüber der andere 11. September der jüngeren Geschichte Vergessenheit, nämlich jener im Chile

Dort hatte 28 Jahre vor dem 11. September 2001 ein durch die USA gestützter Putsch die Regierung des  bislang einzigen jemals zweifelsfrei demokratisch gewählten Marxisten der Geschichte Salvador Allende beendet. Dieser hatte mit seiner Unidad Popular(Volksfront) im September 1970 die  Parlamentswahlen gewonnen und war daraufhin wenig später durch den Kongress zum Präsidenten gewählt worden. Trotz massiver innerer Unruhen und eines beispiellosen Wirtschaftsboykotts   könnte die UP bei den Kommunalwahlen von 1971 ihre Mehrheit  sogar nochmals ausbauen.

Nachdem also der Versuch gescheitert war Allende durch Wirtschaftsboykott und Destabilisierung zu stürzen musste das Militär ran. Was folgte war die 17 Jahre andauernde brutale Pinochet Diktatur. Wer sich für deren juristische Aufarbeitung und konkrete Schicksale interessiert, dem möchte ich nochmals die Doku the Judge and the General empfehlen.

Loachs Kurz Doku rekapituliert auf eindringliche Weise die Ereignisse der knapp dreijährigen Allende Periode und macht Parallelen zwischen den beiden 11. September Ereignissen  auf. Die sind natürlich streng genommen etwas Hanebüchen, aber an der Stelle geht es sowieso eher darum die Erinnerung an den anderen 11. September und seine Opfer wach zuhalten. Dies gelingt Loachs kleinem Film wie ich finde sehr ansprechend. 

Nun aber genug gelabert.

Viel Spaß mit dem  Film !



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Fuck the Army-US-Soldaten gegen den Vietnamkrieg !



Manche Sachen gehen einem lange Zeit durch die Lappen. So geht es mir gerade mit der Dokumentation Fuck the Army. In ihr wird der Widerstand gegen den Vietnamkrieg innerhalb der US-Armee thematisiert Mein Bester Studienfreud Matthias hatte diese Doku bereits vor 3 Jahren auf  seinem Blog auf Deutsch veröffentlicht. Heute folgte dann mit 3 Jahren Verspätung die englische Version. Nur dank dieses Hinweises wurde ich auf die Deutsche Fassung aufmerksam.

Diese möchte ich nun auch hier Promoten, um diese bemerkenswerte historische Bewegung etwas bekannter zu machen. Im Gegensatz zu Matthias biete ich die Deutsche Doku außerdem zusammengefasst in einer Playlist an,damit man sich nicht durch 7 Links klicken muss, sondern die Doku so man den will abgeshen von kurzen Ladepausen zwischen den einzelnen Teilen am Stück gucken kann. Dass macht die Sache dann etwas komfortabler für den Zuschauer.

Egal ob ihr euch die Doku nun von hier oder von Matthias Blog holt, wünsche ich viel Spaß!



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Muammar al-Gaddafi- Oder das libysche Paradox



Anlässlich des offenbar unmittelbar bevorstehenden  Sturzes von Muammar al Gaddafi  möchte ich die Arte Doku Muammar al Gaddafi oder das Libysche Paradox empfehlen. Sie beleuchtet die Geschichte Libyens und die Psyche Gaddafis. Interessant Ist für mich vor allem die Ideologie dahinter. Sie geht im Grunde von einer Rätedemokratie aus. Das über dieser in der 40 jährigen Praxis immer Gadaffi als Führer stand  und  eine Diktatur von Oben das Ergebnis war steht dabei außer Frage. Es gab Zwar Volkskomitees, die entscheidenden Initativen kamen aber immer von Gaddafi.

Ich finde die Doku spannend den sie gibt eine Einführung in das Land Libyen und hilft das Phänomen Gadaffi zu verstehen.Teilweise werden die positiven Aspekte der Diktatur etwas arg  überbetont,aber insgesamt finde ich die Produktion wie das meiste von Artes Doku Produktionen  gelungen.

Viel Spaß damit !




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Oh glückliches Nordkorea!



Habe gerade dieses kuriose  Propagandavideo aus Nordkorea gefunden. Es stammt aus dem Jahr 1990 und trägt den Titel Work, Is a Song and happiness. Ich weiß zwar nicht wie die Situation 1990 war, aber heute, wo die einfache Bevölkerung in Nordkorea verhungert mutet dieses Video erst recht  bizarr an.Andererseits ist es interessant,wie stalinistische Propaganda so aufgezogen wird.

Viel Spaß!





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