Zeigt die britische Dokumentation Ageless Iraq. In tollen Zeithistorischen Bildern wird hoch interessant ,wenn auch mit einer kolonialen Attitüde über Alltagsleben und Entwicklung des Irak 1954 berichtet. Damals war der Irak noch ein Königreich und Saddams Herrschaft Zukunftsmusik.
Vor fast 100 Jahren, im Jahr 1915, wurden die in Anatolien lebenden Armenier durch das osmanische Reich vertrieben und ermordet. Ein Teil von ihnen fand in der syrischen Stadt Deir ez-Zor eine neue Heimat. Nun müssen auch ihre Nachfahren, die sich zwar einerseits auch 100 Jahre nach der Flucht ihrer Vorfahren als Armenier definieren, andererseits aber Syrien und Deir ez-Zor als ihre Heimat ansehen,wegen des Bürgerkriegs in Syrien ihre Heimat verlassen. Somit werden die Armenier zum Zweiten Mal innerhalb eines Jahrhunderts zum Opfer historischer Entwicklungen.
Der sehenswerte Kurzfilm 1915 von Gerard Agabashian porträtiert in wunderschön- traurigen Bildern den Syrisch-Armenischen Opernsänger Kevrok Moutafian ,der aus Deir ez-Zor nach Beirut geflüchtet ist.Hier existiert ebenfalls seit langem eine große Armenische Gemeinschaft.
Ist ein Zeichentrickfilm von Nina Paley, deren wunderbaren Film Sita sings the Blues ich bereits vorgestellt hatte.Gekonnt wird die Geschichte Israels und Palästinas zusammengefasst und gezeigt,wie diese Region nicht erst seit 1948,sondern schon seit Jahrtausenden umkämpft ist.
Ist ein australischer Zeichentrickfilm,der in wunderbaren Bildern folgendes kleines historisch inspiriertes Märchen erzählt :
1453 kommt Cardinal Basarian Gesandter des Papstes an den Hof von Kaiser Friedrich dem dritten seines Zeichens Kaiser des Römischen Reiches Deutscher Nation.Seine Forderung ist glasklar; Der Kaiser möge bitte im Auftrag des Papstes die Osmanen in Konstantinopel angreifen.Seine Majestät ist auch gar nicht abgeneigt, aber es gibt ein Problem: Dummerweise verheißen die Sterne überhaupt nichts gutes.Doch Rettung naht, denn was spricht dagegen das Sternenbild einfach nach eigenem Gutdünken zu justieren?
So startet eine verrückte Reise, in deren Verlauf auch die Osmanen auf den Plan treten.....
Heute beziehungsweise gestern je nachdem ob man ab null Uhr rechnet oder erst nach dem Aufstehen den neuen Tag beginnt war der 10. Jahrestag des 11. September 2001.Das ist ohne Zweifel ein historischer Tag. Leider gerät darüber der andere 11. September der jüngeren Geschichte Vergessenheit, nämlich jener im Chile
Dort hatte 28 Jahre vor dem 11. September 2001 ein durch die USA gestützter Putsch die Regierung des bislang einzigen jemals zweifelsfrei demokratisch gewählten Marxisten der Geschichte Salvador Allende beendet. Dieser hatte mit seiner Unidad Popular(Volksfront) im September 1970 die Parlamentswahlen gewonnen und war daraufhin wenig später durch den Kongress zum Präsidenten gewählt worden. Trotz massiver innerer Unruhen und eines beispiellosen Wirtschaftsboykotts könnte die UP bei den Kommunalwahlen von 1971 ihre Mehrheit sogar nochmals ausbauen.
Nachdem also der Versuch gescheitert war Allende durch Wirtschaftsboykott und Destabilisierung zu stürzen musste das Militär ran. Was folgte war die 17 Jahre andauernde brutale Pinochet Diktatur. Wer sich für deren juristische Aufarbeitung und konkrete Schicksale interessiert, dem möchte ich nochmals die Doku the Judge and the General empfehlen.
Loachs Kurz Doku rekapituliert auf eindringliche Weise die Ereignisse der knapp dreijährigen Allende Periode und macht Parallelen zwischen den beiden 11. September Ereignissen auf. Die sind natürlich streng genommen etwas Hanebüchen, aber an der Stelle geht es sowieso eher darum die Erinnerung an den anderen 11. September und seine Opfer wach zuhalten. Dies gelingt Loachs kleinem Film wie ich finde sehr ansprechend.
Nach einer ganzen Menge politischen Analysen,hoffentlich interessanten Dokumentationen und politischen Satiren,ist es mal wieder an der Zeit dieses Blog mit etwas aufzulockern, das keinen großen intellektuellen Anspruch verfolgt, sondern den Zuschauern "nur" ein paar Minuten der Zerstreuung vom Alltag bringen soll.Zu diesem Zwecke möchte ich den gelungenen Animationsfilm The Saga of Biorn empfehlen.
In ihm ringt der Wikinger Biorn um einen heldenhaften Tod,um so den Einzug nach Walhalla sicher zu haben,muss dabei aber feststellen, dass dies gar nicht so einfach ist wie gedacht.
Zur Abwechslung mal wieder einen lustiges Video aus den untiefen des Netztes. Es handelt sich um den Kurzfilm Meat. Er erzählt von Anabell die in einer Kanibalen Familie in Broklyn lebt, und einige schwierigkeiten damit hat einen Freund zu finden.
Sehr blutig sehr trashig aber lustig