Gesehen: The Amazing Spider-Man 2 rise of electro


Wenige Tage nachdem ich zufällig dazu kam The Amazing Spider-Man zu sehen  und darüber zu schreiben , folgt nun der Eintrag zu Teil 2 The rise of electro, den ich gestern in den altehrwürdigen Museum Lichtspielen, Münchens  zweit ältestem Kino  im Originalton gesehen habe.

Die Ausgangslage und Anknüpfung an Teil 1 


Teil 2 Der Saga setzt 4 Jahre nach Teil 1 an. Gwen und Peter sind zusammen und beenden gerade ihre Zeit am Collage. Die Beziehung ist aber schwierig, denn  Peter hatte Gwens sterbendem Vater in Teil eins Versprochen sie aus seinen Spider-Man Aktivitäten herauszuhalten, Da Spidy ja eine höchst moralische Figur ist, glaubt er deshalb eine Beziehung mit Gwen sei kaum möglich,weshalb sich Gwen zwischenzeitlich entnervt ihrerseits von Peter trennt.Selbstredend klappt das nicht so ganz  Zugleich erfahren Peter und der Zuschauer in Teil 2 die Wahrheit über seine Eltern. Richard Parker und seine Frau sind geflüchtet, weil Parkers Forschungen mit mutierten Spinnen zu militärischen Zwecken genutzt werden sollten, ein Szenario das Richard Parker ablehnte  und zu Unrecht durch seine Firma Oscorp und die Regierung als Verräter hingestellt wurde. Außerdem kommt heraus, das Richard Parker für seine Experimente mit den Spinnen  seine eigene DNA nutzte.Peters Blut ist also der einzige Weg die Forschungen weiterzuführen. Abgesehen von diesen Enthüllungen und den Beziehungsproblemen mit Gwen genießt  Peter allerdings seinen Ruhm als nette Spinne von nebenan.  Andrew Garfield macht den Eindruck sich noch besser in seine Rolle als Spider-Man hinein gespielt zu haben als in Teil 1 Natürlich wird Spider-Man  erneut bis an seine Grenzen gefordert um die Bewohner New Yorks vor gleich zwei  bösen Jungs zu beschützen.





Die Bösewichte  


Hauptbösewicht ist der Elektriker Max, der durch einen Unfall bei Oscorp  zu Electro mutiert. Er kann Blitze verschießen, lebt davon der Stadt den Strom abzuziehen und fühlt sich von Spider-Man und Oscorp gleichermaßen missachtet. Jamie Foxx spielt Electro großartig und sieht ein bisschen aus wie der Imperator im Dritten klassischen Krieg der Sterne Kinofilm, der Luke Skywalker grillt.
Auch mit dem Grünen Goblin gibt es ein Wiedersehen, in dieser Version des Spider-Man Universums jedoch verkörpert von Harry Osborne Harry hat dieselbe degenerative Erkrankung wie sein Vater. Seine einzige Hoffnung auf Heilung ist das Blut von Spider-Man. Peter weigert sich aber es ihm zu geben.  Deshalb weicht Harry auf das archivierte Serum der mutierten Spinnen aus und wird so, im Gegensatz zur letzten Trilogie eher aus Verzweiflung  über sein drohendes Dahinscheiden als aus  Rachsucht gegenüber Spider-Man  zum  Grünen Goblin

Meine Wertung 



Mir hat der Film gefallen.Coole Spezialeffekte, ein grandioser Jamie Foxx als Bösewicht und ein ebenfalls sehr gut aufspielender Andrew Garfield erweisen sich als sehr gute Besetzungen.  Hinzu kommt wie es sich gehört coole Action in den Häuserschluchten von New York, lediglich die Romantik hätte man noch einen Tick stärker machen können. Grandios finde ich hingegen das leicht deprimierende Ende, welches  für mich mit einem Tabu der Spider-Man Filme bricht.Alles in allem gibt es von mir eine klare Empfehlung sich den Film im Kino anzusehen.
Henning | | Kommentar schreiben

Gesehen:The Amaizing Spider-Man


The Amaizing Spider-Man aus dem Jahr 2012 ist der Reboot der Spider-Man Serie, die bereits zwischen 2002 und 2007 mit Tobey Maguiere und Kirsten Dunst in den Hauptrollen in drei Filmen Kassenerfolge feierte.Wie sinnvoll es ist eine Filmreihe nach gerade mal 10 Jahren neu zu starten, darüber kann man streiten. Es ist aber in Hollywood üblich geworden und vielleicht sogar sinnvoll. Schließlich wachsen regelmäßig  neue Kinozuschauer, denen die alte Fassung unbekannt ist heran.

Die Handlung



Der Film bringt uns Peter Parker zunächst als kleinen Jungen nahe. Bei Nacht und Nebel wird der kleine Peter von seinen Eltern bei seiner Tante Mea und seinem Onkel Ben abgeliefert, da diese überstürzt abreisen müssen. Wenig später kommen sie jedoch ums Leben, woraufhin Peter bei Mea und Ben aufwächst. Jahre gehen ins Land Peter ist mittlerweile ein cleverer und schlagfertiger Teen, jedoch dennoch ein Außenseiter.Er hat ein Auge auf die hübsche Gewn Stacy geworfen deren Herz er natürlich im Laufe des Films erobert. Per Zufall entdeckt er alte Akten seines Vaters und findet heraus dass er Genforscher war. Um mehr zu erfahren schmuggelt er sich bei  Oscorp, dem früheren Arbeitgeber seines Vaters ein und wird dort von einer genetisch veränderten Spinne gebissen. Hierdurch wird aus Peter Spider-Man. Zugleich sucht er Dr. Conners,einen Kollegen seines Vaters auf und liefert diesem eine entscheidende Formel, die er in den Unterlagen seines Vaters gefunden hat. wenig später  kommt Onkel Ben bei einem Überfall ums Leben, den Peter hätte verhindern können.Von Schuldgefühlen geplagt beginnt Peter  den Mörder seines Onkels zu jagen und als Spider-Man durch New York zu wandeln.

Die Situation eskaliert,als sich Conners mit einem Serum auf Basis von Peters Formel selbst behandelt und zu einer wahnsinnigen Riesenechse mutiert, die die Stadt bedroht.  Peter fühlt sich nun auch hierfür verantwortlich, schließlich lieferte er Conners die entscheidende Formel. Also zieht er in den Kampf  um  New York und Gwen zu beschützen.

Meine Wertung


Ich muss sagen, dass mir diese neue Version von Spider-Man recht gut gefällt. Sie ist düsterer als die Version von Sam Rami und die Charaktere sind angenehmerweise weniger weinerlich und ziemlich smart  Das gilt sowohl für Peter Parker als auch Gwen. Es ist eine gute Entscheidung der Macher Peter Parker diesmal zu erlauben Gwen seine Existenz als Spider-Man zu offenbaren. Das macht ihn Sympathischer. Der Reboot funktioniert außerdem ziemlich gut, weil die Chemie zwischen Andrew Garfiled (Spider-Man) und Emma Stone (Gwen) stimmt. Das ist vermutlich kein Zufall, sind die beiden doch auch im Privatleben ein Paar. Jedoch wissen auch die anderen Darsteller zu überzeugen.  Das gilt für Sally Field und Martin Sheen als Onkel Ben und Tante Mae ebenso, wie für Rhys Ifans in der Rolle des Bösewichts Einige Dinge im Drehbuch sind zwar etwas unlogisch, aber  mal im Ernst :Seit wann geht es in Comicverfilmungen um Logik? Alles in allem handelt es sich bei The Amaizing Spider-Man  um ein  sehr unterhaltsames Stück Popcorn-Kino. Ich freue mich darauf demnächst die Fortsetzung The  Amaizing Spider-Man 2 Rise of Elektro im Kino meiner Wahl anzusehen.



Henning | | Kommentar schreiben

Gesehen Benny and Joon


Wiedereinmal ist es Zeit einen Film vorzustellen. Diesmal fällt meine Wahl auf Benny and Joon eine Tragikomödie aus dem Jahr 1993  mit Marry Stuart Masterson und Johnny Depp in den Hauptrollen. Erzählt wird die Geschichte von Benny und seiner Schwester Juniper genannt Joon. Seit dem Unfalltod ihrer Eltern leben beide zusammen in einem großen Haus. Benny ist Automechaniker und Vormund seiner psychisch kranken Schwester Joon und geht in diesen Aufgaben völlig auf. Joon wiederum ist ziemlich einsam und setzt sich gegen ihre Stigmatisierung als schwachsinnig zu wehr, indem sie Haushaltshilfen die Benny anstellt vergrault. Joon ist auch gar nicht dumm,leidet aber an  Angstzuständen bei Stress und  gelegentlichem Stimmen hören. Außerdem handelt sich oft impulsiv und gerät dadurch mit dem Gesetz in Konflikt. Benny wiederum verweigert sich standhaft dem Rat der Ärzte, Joon in ein Heim für psychisch Kranke zu geben

Das Leben der Beiden  verändert sich, als Benny beim Pokern verliert und dazu verdonnert wird Sam, den Cousin eines Mitspielers bei sich aufzunehmen.Sam(Johhny Depp  in einer seiner Paraderollen) ist ebenfalls ein Außenseiter,jedoch psychisch stabil. Er trägt altmodische Anzüge und Hüte und spricht nicht viel. Sein besonders Talent besteht darin durch Pantomimen und andere Kunststücke im Stile Charlie Chaplins seine Umwelt zu unterhalten.Im Laufe des Films kommen sich nun Joon und Sam langsam näher und verlieben sich. Auch Benny gelingt es sich von seiner ausschließlichen Beschützer Rolle zu lösen und er  bandelt mit der warmherzigen Ruthie an. Die Situation eskaliert, als Benny die Beziehung von Joon und Sam nicht akzeptiert und diesen aus dem Haus wirft. Daraufhin flüchten beide, die Flucht geht jedoch auf katastrophal schief.

Am Ende raufen sich die beiden Männer zusammen und Joon und Benny schaffen es sich voneinander zu lösen. Benny kann eine normale Beziehung mit Ruthie eingehen und Joon und Sam ziehen in eine eigene Wohnung.Kurz und gut,wie es sich für Hollywood gehört löst sich am Ende alles in Wohlgefallen auf.

Mir gefällt der Film sehr gut, denn die darin erzählte Liebesgeschichte ist romantisch und witzig, jedoch auch nicht unerträglich pathetisch. Außerdem finde ich die im Film enthaltene Forderung Psychisch Kranke möglichst normal zu behandeln statt zu als schwachsinnig weg zu sperren nach wie vor ausgesprochen aktuell.Deshalb gibt es von mir die klare Empfehlung sich den  einmal selber anzusehen. Es lohnt sich !


Henning | | Kommentar schreiben

Gesehen Der Verdingbub


Der Schweizer Spielfilm der Verdingbub von Markus Imboden thematisiert eines der dunkelsten Kapitel der Schweizer Sozialgeschichte, das sogenannte Verdingkinderwesen, welches in der Schweiz erst 1978 endgültig abgeschafft wurde. Dabei nahm die Schweizer  Sozialführsorge armen Familien, oder Frauen deren Lebensstil als liderlich galt die Kinder weg und platzierte sie bei gleichfalls armen Bauernfamilien. Diese setzten sie dann als Arbeitssklaven ein, meist verbunden mit Misshandlung und sexuellem Missbrauch.

Imbodens Geschichte dreht sich um Markus und Berteli. Während Markus aus dem Kinderheim zur Bauernfamilie Bäsiger geschickt wird, wird Bärteli von der Mutter und ihren Geschwistern getrennt und gegen ihren willen zu den Bäsigers verfrachtet.  Markus großer Halt  ist die Musik, er kann nämlich sehr gut Handorgel spielen. Bärteli klammert sich zunächst daran, schnell wieder bei ihrer Mutter zu sein, findet dann aber vor allem halt bei Markus. Der Film zeigt deutlich die verzweifelte Situation der beiden Kinder. Die beiden müssen schwer arbeiten und werden geschlagen,. Markus muss nachdem er sich aufgelehnt hat im Schweinestall wohnen und  Bärteli wird  geschwängert.

Spannend an dem Film  finde ich, dass er  obschon  das Verhalten der  Bauernfamilie nicht in Ordnung ist, zugleich klar herausarbeitet ,dass sie auch ein Opfer der Verhältnisse ist.Sie ist bitter arm und auf das Kostgeld dass sie für die Versorgung der Kinder vom Staat erhält elementar angewiesen um zu überleben.  
Versager und Täter sind hier auch und vielleicht sogar vor allem  die Fürsorgestellen die Familien zerstörten Kinder traumatisierten  und wegschauten statt für das Wohlergehen der Kinder  Sorge zu tragen. 

Ich fand den Film sehr gut und möchte ihn hiermit empfehlen. Darüber hinaus möchte ich alle die Lust haben sich mit dem Thema Verdingkinder in der Schweiz etwas detaillierter Auseinandersetzen wollen auf das   hoch  interessante Radio-Feature Halts Maul du lügst, Verdingkinder in der Schweiz  verweisen




   
Henning | , , , , | Kommentar schreiben

Gesehen: Das Mädchen Wadjda


An dieser Stelle möchte ich mal wieder einen  Film vorstellen der mich berührt hat und der etwas Besonderes ist. Das Mädchen Wadjda, 2012 im Wesentlichen mit deutschem Geld finanziert ist nämlich eine kleine Sensation. Dies hat in erster Linie mit seinem Herkunftsland zu tun. Er stammt aus Saudi-Arabien, einem streng islamischen Land indem es eigentlich keine Kinos gibt .Das Mädchen Wadjda ist der erste saudische Kinofilm überhaupt  Ebenfalls bemerkenswert ist, das Drehbuch und Regie von einer Frau stammen, nämlich der  in Sidney und Kairo ausgebildeten Regisseurin Haifaa Al Mansour. Der Entstehungskontext des Films ist also schon einmal bemerkenswert. Worum geht es?
Erzählt wird die Geschichte der 11-jährigen Wajda die mit ihren Eltern in Riad lebt. Wajada ist ein rebellischer Freigeist, der sich von seiner repressiven Umgebung nicht so leicht einschüchtern lässt. Sie hört westliche Popmusik und trägt lässige Converse Schuhe unter ihrem schwarzen Gewand. Ihr größter Traum ist es ein Fahrrad zu besitzen und mit dem Nachbars-jungen Rennen zu fahren. Das Problem, genauso wie Auto  fahren ist auch Fahrradfahren für Mädchen absolutes Tabu.

Wadjda stört dies wenig. Auf allen möglichen Wegen versucht sie Geld zu verdienen und nimmt sogar am Koranrezitier-Wettbewerb ihrer Schule teil um das Geld für das Fahrrad zu beschaffen. Durch die Kindlich-naive gelingt es Mansour geschickt zentrale Konflikte  der saudischen Gesellschaft zu Thematisieren. Das Miteinander der Geschlechter und die absurd wirkenden  Verbote für Frauen lassen sich etwas  nur durch die Wahl kindlicher Protagonisten erzählen. Der Grund  dafür ist, dass die Zensurbehörden  bei  jugendlichen  Charakteren  wesentlich  nachsichtiger agieren als bei Erwachsenen Figuren.

Der Film ist  keine wütende Anklage. Er lebt von der ruhigen Beobachtungen  die einen Einblick in den Alltag in Saudi-Arabien geben. Beispiele hierfür sind der Fahrer, der Wajdas Mutter drangsaliert, oder Wadjdas Schulleiterin, die den Mädchen immer wieder klar macht, dass sie in der von Männern kontrollierten Gesellschaft im Grunde weder gesehen noch gehört werden dürfen Das die Überwachung bis in den Intimbereich der Frau hinein reicht, wird durch eine Szene im Koran unterricht illustriert. Wer seine Tage hat, der darf den Koran nur mit einem Taschentuch am Rand anfassen. Verpackt wird das Ganze in eine gelungene poetische Bildsprache, mit dem Fahrrad als wiederkehrendes  Symbol der  Sehnsucht nach Freiheit und Bewegung in einer für Frauen  vor allem durch Enge und Beklemmung geprägten Gesellschaft.

Auch Wadjdas Mutter ist im Grunde Opfer der extrem ungleichen Machtverhältnisse. Da sie ihrem Mann in Folge von Komplikationen hei Wadjdas Geburt den gefordert Sohn nicht mehr gebären kann, muss sie am Ende hinnehmen, dass ihr Mann sich eine potenziell fruchtbare Zweitfrau zulegt. Dennoch zeichnet Mansour auch Wadjdas Mutter keineswegs als Wehrloses Opfer. Sie agiert durchaus selbstbewusst und stemmt sich bis zuletzt  entschlossen gegen ihre drohende  Ausbootung durch die Zweitfrau.

So ist es auch kein Wunder, dass der Film am Ende eine optimistische Botschaft sendet. Wenn Wadjda schließlich tatsächlich mit ihrem Fahrrad durch Riad braust, so ist dies ein Zeichen von Wandel, wobei  es der Reflexion des Zuschauers überlassen bleibt, ob dies nur ein Wunschtraum ist, oder die saudische Gesellschaft tatsächlich reif für einen gesellschaftlichen Aufbruch ist

Mir hat der Film sehr gefallen und ich möchte ihn hiermit jedem der an Kino aus dem Nahen Osten interessiert ist weiterempfehlen. Man kann den auf legalem Wege entweder bei Amazon kaufen, oder ein Abo vorausgesetzt bei Watchever in Deutsch und sogar Arabisch streamen.


Henning | , | Kommentar schreiben

Gesehen Blood Diamond



An dieser Stelle soll der Film Blood Diamond  aus dem Jahr  2006, Regie Edward Zwick Hauptrollen Leonardo Di Caprio und  Jennifer Cornelly Vorgestellt. Werden.Thema des Films ist, wie der Titel bereits sagt der Handel mit Blutdiamanten. Jedoch wird auch das Problem der Kindersoldaten in Afrika und  vermittelt über das Thema Blutdiamanten auch das Problem von  Gewaltökonomien und sich selbst finanzierender Kriege angesprochen. Gemeint sind damit Situationen, in denen meist durch den Westen Verhältnisse geschaffen werden, in denen sich Kriege ökonomisch so sehr lohnen, dass der Krieg selbst den Krieg finanziert, und somit wenig Anreize für einen Friedensschluss bestehen. Für die Friedens-Und Konfliktforschung sind solche Konflikte mit am Schwierigsten  friedlich beizulegen.

Der  rund 2 Stündige Film spielt vor dem Hintergrund des Bürgerkrieges in Sera Leone und verschränkt die Schicksale des Söldners und Diamanteinschmugglers  Denny Archer,gespielt von Leonardo Di Caprio und des Fischers  Solomon Vandy(Djimon Hounsou) Dessen Dorf wird zu Beginn des Films durch die Rebellenarmee RUF niedergebrannt. Seine Frau und seine Kinder können fliehen, wobei sein ältester Sohn später durch die RUF entführt und zum Kindersoldaten Zwangsrekrutiert wird Vandy selbst muss für die Rebellen Zwangsarbeit in einer Diamantenmine leisten. Zufällig findet er Dabei einen 100 Karat Diamanten und Kann diesen gerade noch vergraben, ehe Regierungstruppen die Mine einnehmen und  ihn festnehmen.

 Im Gefängnis trifft er auf Archer, der derweil wegen Schmuggels festgenommen wurde.Dieser erfährt von dem Stein,und fasst den Entschluss den Stein Vorbei an seinem Auftraggeber und Ziehvater Coetzee und dessen Söldner unternehmen an sich zu bringen. Mit dem Geld aus dem Verkauf des Steins will sich Archer aus Afrika absetzen. Solomon Wiederum will vor allem seien Familie wiederfinden. Also schließen beide Seiten ein Zweckbündnis. Solomon soll Archer zum Diamanten führen, dafür hilft Archer Solomon seine Familie zu retten.

Dritte Im Bunde ist die Journalistin Maddy Bowen (Jennifer Cornelly ) Diese Recherchiert über die Hintergründe des Handels mit Blutdiamanten, und versucht Archer als Kronzeuge gegen das Unternehmen Van de Kap  für sich zu gewinnen. So ziehen die drei also durch das von Kriegswirren zerrissene Sierra Leone, jeder mit seinen eigenen Zielen, und doch als Gruppe vereint und zunächst mit überleben beschäftigt.

Auf einer weiteren Erzählebene verfolgt der Film außerdem den Überlebenskampf der Familie Solomons und seines ältesten Sohnes. Eindringlich wird dessen Gehirnwäsche durch die RUF Rebellen  während seiner „ Ausbildung“ zum Kindersoldaten dem Zuschauer vor Augen geführt.

 Insgesamt entsteht so ein atmosphärisch dichter und  spannender Hollywood Thriller, der zugleich reale Probleme in das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit rückt und seinen Zuschauer dadurch auch ein wenig bildet.  Blood Diamond ist Hollywoodkino der besseren Sorte.Dieser Blog vergibt 4 von 5 möglichen Sternen, spricht also eine klare Empfehlung aus.


Henning | , | Kommentar schreiben

Gesehen: Die 1000 Augen des Dr Mabuse



Soeben habe ich die 1000 Augen des Dr Mabuse gesehen.Es handelt sich um den dritten Teil der Dr Mabuse Reihe und was dem Film einen gewissen Rang in der Filmgeschichte einräumt Fritz Langs letzte Regiearbeit. Der Film ist1960 als Reaktion auf den Erfolg der Edgar Wallace Filme in West-Berlin entstanden. Diesen Zeitgeist merkt man dem Film auch deutlich an Worum geht es  ?

Der wahnsinnige Dr Mabuse will im Dritten Anlauf endlich die Weltherrschaft an sich reißen. Dafür kontrolliert er die Bewohner der Luxor Hotels zum einen durch ein Netz von Überwachungskameras die er nach Nazi-Plänen im Hotel installiert hat, zum anderen durch Hypnose. Eines seiner Opfer ist die Junge Marion, die mit einem Handlanger des Doktors verheiratet ist und von diesem auf den Milliardär Travers angesetzt wird. Zweimal rettet Travers Marion scheinbar das Leben und verliebt sich in Marion. Das ist ganz im Sinne  Doktor Mabuses. Der  möchte eine Heirat zwischen Marion und  Treavors erwirken um ihn dann aus dem  Weg zu schaffen und die Kontrolle über seine Atom Firmen zu erlangen. Mit diesem atomaren Potenzial soll dann  die Weltherrschaft errungen  werden.

Als Gegenspieler der Doktors brilliert Gert Fröbe als Kommissar Krass. Dieser ermittelt im Hotel und versucht mit Hilfe eines  Wahrsagers  dem Doktor auf die Schliche zu kommen. Mir persönlich hat der Film allenfalls mittelmäßig gefallen.Einiges wirkt unfreiwillig Komisch und die Handlung ist zwar unterhaltsam aber alles andere als überragend. Kein Vergleich zu Langs M eine Stadt sucht einen Mörder von 1930, das ich für ein absolutes Meisterwerk  der Filmgeschichte  halte.

Dennoch gelingt Lang ein solider Kriminalfilm der die Erwartungen der 60er Jahre erfüllt.Wer die klassischen Edgar Wallace Filme mag  wird auch diesen Film mögen.Innerhalb der 60er Jahre gilt der Film  trotz mancher Längen als Klassiker des Krimi Genres.  

Henning | , | Kommentar schreiben

Lincoln




 Ich Habe gestern Steven Spielbergs Lincoln im Kino gesehen. Das fast drei Stunden lange Epos erzählt von Lincolns Kampf  für eine Mehrheit für  den dreizehnten Verfassungszusatz im Repräsentantenhaus  der die Sklaverei Bundesweit abschaffte. Die Handlung des Films setzt dabei am 1. Januar 1865 ein und thematisiert die Geschehnisse bis zur Verabschiedung des Zusatzes am 31.Januar 1865. Für Zuschauer ein wenig gewöhnungsbedürftig sind dabei die im Vergleich zu Heute vertauschten politischen  Rollen. Im Jahr 1865 sind es nämlich die Republikaner die fortschrittlich agieren, während die Demokraten weitgehend auf dem rassistischen Status Quo festhalten.

Lincoln wird als großer Machtstratege porträtiert, der zutiefst davon überzeugt ist, dass eine Versöhnung der Nation nur möglich ist, wenn die Geisel der Sklaverei endgültig ausgerottet wird. Um dieses Ziel zu erreichen  schreckt er vor schlichter Bestechung nicht zurück. Lincoln engagiert ein ganzes Team, dass abgewählte Demokraten denen demnächst das Ausscheiden aus dem Haus droht durch verschiedene Posten innerhalb des Staates dazu bewegen soll ihre Ablehnung des Zusatzes zu revidieren.Dabei wird mit regelrechtem Hass und Verachtung aufeinander losgegangen. Lincoln torpediert sogar ein Friedensangebot des Südens um zu verhindern, dass die Südstaaten rechtzeitig wieder in die Union zurückkehren um die Ratifizierung des 13. Zusatzartikels zu verhindern.

Mir hat der Film recht gut gefallen. Man lernt viel über die Atmosphäre in den USA am Ende des Bürgerkriegs und natürlich über Lincoln und sein rücksichtsloses Handeln. Gelegentlich gleitet der Film ins Predigen ab und für meinen Geschmack hat er auch die eine oder andere Länge und hätte durchaus etwas straffer erzählt werden können. Dennoch kann ich den Film alles in allem empfehlen. Wer Geschichte in Filmform mag macht sicher nichts falsch wenn es sich Lincoln einmal ansieht.

    
Henning | , | Kommentar schreiben
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