Freitag, 27. Februar 2009

Poetry Slam

Jetzt habe ich den ersten absolviert und muss sagen das es wirklich spaß gemacht hat. Es gab meist sehr unterhaltsame aber auch 2 nachdenkliche Texte die Gattungsmäßig zwischen Gedicht und Kurzgeschichte schwankten. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Slam ende März.Für alle die sich jetzt fragen wie zur Hölle läuft sowas ab hier eine kleine Erklärung.

Es treten verschiedene Interpreten beziehungsweise Slamer gegeneinander an, im heutigen Slam waren es elf in 2 4er und einer 3er Runde. Die Reihenfolge wird per Los bestimmt. Jeder Slammer hat 6 Minuten Zeit und nach jedem Auftritt bewertet eine aus dem Publikum ausgewählte Jury den Vortrag mit Punkten die von eins bis 10 reichen, wobei die Wertungen jedes einzelnen Jury Mitgliedes zu einer Gesamtpunktzahl addiert werden. Die 4 Slammer mit den höchsten Punktzahlen ziehen ins Finale ein und tragen jeder noch einen Text vor. Am Ende ist dann derjenige Slammer mit dem heftigsten Applaus des Publikums der Sieger und bekommt einen kleinen Preis.Wirklich eine sehr zu empfehlende Veranstaltung für alle die Gedichte und Kurzgeschichten mögen.

Weil ich gerade noch so in Slam Stimmung bin entlasse ich euch mit einem wunderbarem Text der Zum Nachdenken über die Kriegsgeneration anregt. In seinem Text ich war einmal ein Kind hat Felix Römer die Lebensgeschichte seines Urgroßvaters verarbeitet.Er ist wirklich berührend und hilft verstehen, was diese Generation durchlebt und erlitten hat.




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Donnerstag, 26. Februar 2009

Schmeißt die Söldner raus!

Eine der interessanten aber auch Widersinnigsten Entwicklungen der letzten Jahre ist die Privatisierung von Gewalt, das heißt die Vergabe eigentlich Staatlicher Sicherheitsaufgaben. Das reicht vom Privaten Sicherheitsdienst der die U-Bahn überwacht, bis hin zu Kriegen geführt von global agierenden Militärdienstleistern. Der Irak Krieg ist hier das Parade Beispiel wie Eric Stormer eindrucksvoll beweist. Vor allem sind Kriege für die beteiligten Firmen perverse Geldmaschinen. Blackwater das jetzt als einziger Söldner Konzern von den USA gekickt wird,und sich nach den ganzen Skandalen inzwischen in xe umbenannt hat  verdiente im Irak schlappe eine Milliarde Dollar.

Mal abgesehen davon das ich generell die Ansicht vertrete das die Etablierung von Krieg als Industrie amoralisch und gefährlich ist, immerhin gibt hier der Staat sein Gewaltmonopol aus der Hand, zeigt sich immer wieder dass ein auch nur halbwegs nach internationalen Regeln ablaufender Krieg mit diesen Söldnern nicht zu machen ist. Sie sind schlecht kontrollierbar und neigen zu übertriebener gewalt, Menschenrechtsverletzungen und schlichter organisierter Kriminalität.

Stormer gibt ein gutes Beispiel dafür,wenn er an Dyncorp erinnert die  1999 in Bosnien in einen Sexring verwickelt  war und  unter anderem Frauen und Kinder (schon 12jährige)  schleusten desweiteren   verweist er auf die Tatsache, dass das US- Außenministerium die Söldner Firmen immer wieder wegen zu viel gewalt und übertriebender agressivität  rügen musste.Hinzu tritt das Problem,dass die marodiernde  Miet Soldateska häufig wesentlich besser bewaffnet ist als die Reguläre Armee ihrer Auftraggeber. kann man sich schon bizzare Schießereien mit ungewissem Ausgang vorstellen sollten Us-Soldaten versuchen wild gewordene Mietlinge zur Rechenschaft zu ziehen.

Ihre Ursache haben diese Exzesse aber auch in der Rekrutierungspraxis der Firmen. Triple Canopy Beispielsweise rekrutiert seine Soldaten Beispielsweise größtenteils aus Lateinamerikanischen Staaten - in denen es  in der Vergangenheit zu Menschenrechtsverbrechen kam.Daraus kann man sich ausrechnen das ihr Verhältnis zu Menschnrechten nicht unbedingt das beste ist, zumal sie mit 33$ je Tag recht kümmerlich entlohnt werden.

Politiker-  auch Obama behaupten entscheidend sei lediglich ein Rechtsrahmen, der Söldner bei Verstößen zur Rechenschaft zieht. Das mag in der Theorie ein guter Gedanke sein,schwierig erscheint mir aber seine Umsetzung. Immerhin es sich um zehntausende,die wie gesagt sehr gut bewaffnet sind.Diese Mitten in einer Kriegszone effektiv zu Überwachen und zur Rechenschaft zu ziehen ist eine sehr ambitionierte um nicht zu sagen kaum lösbare Aufgabe.  

Daraus kann nur ein Schluss gezogen werden: Schmeißt die Söldner raus! Beendet die Zusammenarbeit mit Militär Konzernen in den USA und Weltweit. In den USA liegt bezogen auf den Irak sogar schon ein Gesetz in der Schublade,der Stop Outsourcing Security Act. Die Chancen seiner Realisierung sehen indes nicht sonderlich gut. 

Sidebar umgebaut Twitter integriert

Liebe Leute !

Erneut habe ich an der Sidebar gedreht und Twitter integriert. Das heißt Oben finden sich nun vor allem die Elemente die Zum verweilen und Mitmachen anregen sollen, also Feedcount, Zuffalspost, Twitter Follow Button, die Neusten Kommentare , und schließlich meine neusten Ergüsse auf twitter. So kann jeder Blog Besucher sehen welche kleinen Gedanken ich über diesen Kanal verbreite. Erst dann kommen die Labels, die ich einfach mal in Re4ssorts umbenannt habe und der ganze Rest. Mehr Web 2.0 war hier nie.

Ich hoffe die ganzen Änderungen sagen zu, und kann versprechen dass dies für längere Zeit die letzten Umbauarbeiten waren. Jetzt geht es wieder mehr um Inhalte. Feedback wie immer in die Kommentare

Mittwoch, 25. Februar 2009

Warum Gabriel Vetter keine Bücher schreibt

Morgen gehe ich wenn alles gut geht auf meinen Ersten Poetry Slam, und um mich einzustimmen bin ich bei Youtube auf die Suche gegangen und fand dieses nette Video,indem Gabriel Vetter begründet warum er keine Bücher schreibt.


Klingt zugegebenermaßen blöd,aber Vetter entwickelt einigen Sprachlichen Witz und Tempo während er die Schuld seinem Bücherregal zuschiebt. Viel Spaß!


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Volker Beck

von den Grünen ist mein erster Twitter Follower, und hat vermutlich 7 Seiten auf diesem Blog gelesen, und dafür 36 Minuten aufgewendet. Ich fühle mich irgendwie gut einen so sympatischen durchaus bekannten Grünen zu meinen Online Freunden zu zählen, und geehrt das er sich mit meinem unbedeutendem Blog beschäftigt.




Ansonsten hat mich das ganz große Twitter Fieber noch nicht gepackt. Zwar habe ich schon 8 Einträge davon 3 sogenannte replies,und ich muss zugeben das es irgendwie Spaß macht kurze Gedanken auf 140 Zeichen Komprimiert zu veröffentlichen,vieles empfinde ich bis dato aber auch als umständlich. So kann man Bilder nur indirekt via twitpic veröffentlichen, und um einen Link absetzen zu können braucht man eigentlich immer Url Shortener, wie tinyurl damit der Link nicht das Zeichen Limit sprengt. Irgendwie nervig diese Umwege. Gerade bei den Links würde es schon reichen wenn man sie wie in jedem Html Editor hinter Worten verstecken konnte, dann bräuchte man tinyurl nicht, und würde sowohl  Zeichen Sparen als auch  Geschwindigkeit gewinnen. 

Auch habe ich schon bemerkt das man mit Twitter dazu neigt einfach nur kurze links zu Posten, wo man bisher noch einen Artikel versehen mit einer eigenen Bewertung verfasst hätte. Das muss nicht schlimm sein, birgt aber die Gefahr das man seiin Blog völlig vernachläsigt, Ich hoffe hier Schaffe ich es Balace zu halten, den nachdem ich mir in 3 Jahren Arbeit immerhin einen schnitt von 40 Besuchern / Tag erbloggt habe möchte ich ungern in diese Falle tappen, und meine Besucher verlieren.


Mal sehen ich werde einfach weiter mit Twitter experimentieren, und wenn die Tweets eine kritische Maße erreichen vermutlich eine Verknüpfung zwischen Twitter und diesem Blog herstellen. Twitter bietet hier schöne so genannte Badges auf javasript Basis die man sich Kinderleicht  in die Sidebar basteln kann.

Dienstag, 24. Februar 2009

Virtueller Dammbruch

 Liebe Gemeinde,

Ich bin Schwach und Verführbar, und habe soeben einen alten Online Schwur gebrochen. Vor beinahe Zwei Jahren hatte ich mich nämlich mit reichlich Häme und Unverständnis über Twitter geäußert,und gelobt mich niemals bei diesem Dienst anzumelden.Nun habe ich es getan.

Woran liegt dieser Sinneswandel. Nun ich denke er hat mit den Medien und der Tatsache zu tun,dass inzwischen selbst Zeitungen Magazine und sogar Politiker Twittern. Immer wieder bin ich auf deren  Twitterseiten gelandet und habe erkannt das man über twitter durchaus sinnvolle Sachen jenseits von was mache ich gerade anstellen kann.

Ich beabsichtige Twitter als Ergänzung zu diesem Blog zu nutzen. Das heißt bei Twitter kommen nur kleine Gedankensplitter oder Bilder rein, für die sich ein normaler Blogpost nicht so recht rentiert. Allerdings werde ich Schwerpunkt mäßig weiter hier bloggen,den ich schreibe viel zu gerne  längere Texte als das ich ganz auf Micro-Blogging umsteigen würde. Es lohnt sich also weiter voll und ganz hier vorbei zu schauen.  So dann setzt ich mal meine erst Twitter Message ab

Wer jetzt Lust hat mir bei Twitter zu folgen findet mich hier

   

Dollhouse

Ich habe mir Heute die ersten Zwei Folgen von Dollhouse, der neuen Serie von Joss Whedon angesehen. Wie ihr wisst nicht wer Joss Whedon ist? Wo wart ihr die letzten 10 Jahre? Wheadon ist der geniale Kopf hinter Buffy im Bann der Dämonen, Angel Jäger der Finsternis und Firefly beziehungsweise Serenity, und gilt als einer der kreativsten Drehbuchautoren im US Fernsehbetrieb, mancher bezeichnet ihn gar als Wunderkind.

Dollhouse dreht sich um die Junge Echo (Eliza Dushku), die aus einem zunächst nicht näher definiertem Grund teil der Illegalen Geheimorganisation Dollhouse ist .Dollhouse kontrolliert eine Technologie mit der es möglich ist Menschen eine neue Identität ein zu programmieren.Dies beinhaltet nicht nur eingepflanzte Erinnerungen über das gesamte Leben sondern auch Fähigkeiten.

Die so Programmierten Agenten werden dann an Solvente Auftraggeber vermittelt und erledigen Aufträge, so fungierte Echo in der Pilotfolge als Vermittlerin in einer Entführung. Nach Abschluss ihrer Mission kommen die Agenten dann zurück ins Namens gebende Dollhouse, bekommen ihre Programmierung gelöscht und führen ein Leben vergleichbar mit dem Geisteszustand eines Kindes.Natürlich gibt es auch einen Besessenen FBI Agenten der dem Dollhouse hinterher spürt sowie einige weitere Charaktere, wie etwa die kaltblütige Chefin von Dollhouse.

So entsteht ein spannendes Spiel um Identität gemixt mir Action und Krimi Elementen und einem gehörigem Schuss Dystropie. Das Konzept macht es möglich sehr viele unterschiedliche Charaktere und Geschichten zu erzählen, sowie Echo zu entwickeln, die so Whedon allmählich Selbstbewusstsein bekommen soll. Ob die Serie allerdings die Chance erhalten wird sich zu entwickeln ist unwahrscheinlich, den sie läuft am Freitag Abend, dem Deathslot des Amerikanischen Fernsehens und ist bisher auch ziemlich gefloppt.

Mir hat die Serie Spaß gemacht und ich werde sie weiter verfolgen, Wer dies auch will, dem bleiben Zwei Möglichkeiten. Entweder wirft er oder sie eine Tauschbörse an, oder sieht sich die Serie bei Hulu an. Leider ist der Dienst eigentlich nur in den USA verfügbar, dennoch gibt es Wege ihn auch von Deutschland aus zu nutzen.Eine von vielen habe ich an dieser Stelle beschrieben.

Ich Wünsche allen Viel Spaß

Montag, 23. Februar 2009

Iran 2008 Wiedersehen und neue Einsichten

 wieder geht es in den Iran. Lange Vorreden erspare ich euch diesmal. Motivation sich noch einmal in die Islamische Republik zu wagen war diesmal schlicht und einfach der Wille noch einmal eine andere Ecke des Landes zu sehen, den unsere Route verlief diesmal anders.Wer sich dennoch für meien Innere Motivation bezüglich des Iran interessiert, den verweise ich auf die Ausführliche Einleitung meines Reiseberichts 2007  



5.Und 6. 7.2008


Um 9 Uhr morgens traf sich die Gruppe am Marburger Hauptbahnhof, wobei uns dankenswerterweise die Koffer abgenommen und per Auto nach Frankfurt transferiert wurden. Andernfalls hätten mich mitreisende mit meinem Koffer und der zusätzlichen Tasche wohl auch gehasst. Als Besonderheit dieser Gruppe stellte sich übrigens heraus das wir mit Yasmina und Georg zwei Persisch Sprecher in der Gruppe hatten, im Fall von Yasmina sogar gewissermaßen eine Muttersprachlerin, den ihr Vater ist Perser, sodass sie zweisprachig aufgewachsen ist. Die Zugfahrt nutzten wir dann auch dazu einige Persische Vokabeln und Sätze auszutauschen:
Man Henning Hastam =Ich heiße Henning
Bebachschid = Entschuldigung
Nuschejan =Guten Appetit
Schapache Gute Nacht
Merci Danke alternativ heli mam nun
Salom = Hallo guten Tag
Ansonsten verlief alles dem letzten Jahr sehr ähnlich mit dem Unterschied, das wir auf dem nagelneuen Imam Komeni Airport landeten. Nach der Landung ging es wieder in den kultigen Minibus. Diesmal fuhren wir allerdings direkt Richtung Esfahn und sparten uns das Khomeini Mausoleum, weil dies einen zusätzlichen Umweg bedeutet hätte. Allerdings holten wir diesen Programmpunkt zu einem späteren Zeitpunkt nach. Um halb acht am nächsten Morgen trafen wir dann bei Familie Malmanesh ein, und dort gab es wieder ein großes Hallo. Für mich war diese Begrüßung gleich etwas besonderes dar sich natürlich viele Familienmitglieder an mich erinnerten, sodass es für mich in erster Linie ein Großes Wiedersehen war. Nach einem guten Frühstück und einigen Stunden Schlaf gab es dann Mittagessen und zwar Kebab. Danach gab es dann erste spaßige Versuche des gemeinsamen Spielens über Sprachgrenzen hinweg. Gegen Sechs brachen wir dann zur Erkundung des Imam Platzes auf, und besuchten wie im letzten Jahr den traditionellen Handwerker Markt. Dort erhielten wir in einem Teppich Geschäft eine umfassende Einführung in die Geheimnisse des Teppichknüpfens.Anschließend machten wir es uns auf den Grünflächen des Imam Platzes gemütlich. Hier treffen sich im Sommer viele Familien und Junge Menschen zum Picknick. Erstaunlicherweise kann ich mich nicht erinnern das wir dies letztes Jahr gemacht hätten. Insgesamt ein äußerst entspannter Abend der mit einem zweistündigen Spaziergang nach Hause gekrönt wurde.

Der Imam Platz
Abendlicher Trubel auf den Grünflächen des Imam Platz


7.7.2008
Zunächst besuchten wir die Lotfollāh Moschee einen wunderschönen Bau der letztes Jahr noch nicht auf dem Plan stand. Danach ging es wie letztes Jahr in die Blaue Moschee was wie letztes Jahr sehr beeindruckend wahr. Nach wie vor ein wunderschöner Bau mit toller Akustik. Anschließend ging es zu einem ausgedehnten Gang über den Basar wobei sich erneut bestätigte das der Einheimischen Bazar wesentlich interessanter und atmosphärischer ist als der auch vorhandene Basar für Touristen. Nach einem lecker Mittagessen und etwas Schlaf ging es dann mit der ganzen Familie zum Picknick an die Khaju-Brücke.
Lotfollāh Moschee 1
Lotfollāh Moschee 2
Lotfollāh Moschee 3
Der Autor in der Lotfollāh Moschee
Blaue Moschee 1
Blaue Moschee 2
Innenhof der Blauen Moschee
Mein absolutes Lieblingsbild aus der Blauen Moschee, das auch in verkleinerter Form den Blog Header ziert
Gewürze auf dem Basar
Die Khaju-Brücke
Gesang unter der Khaju-Brücke
8.7.2008
Aufbruch zur Rundreise. Morgens Aber ging es zunächst zu einem Rundgang über den Märtyrer Friedhof was wie im letzten Jahr auf die Stimmung drückte. Tot und Krieg sind eben ernste Themen . Danach ging es in das Sprachinstitut in dem Mariam unterichtet was sehr amüsant war.Die Begeisterung mit der uns die Sprachschülerinen Fragen stellten machte Spaß, endete aber natürlich an sensibelen Stellen. Die Sprachlehrerin achtete mit Argusaugen darauf , dass keine politischen Fragen gestellt wurden Nach dem Mittagessen ging es dann nach Nain und hier erwartete uns ein wahres Mammut Programm.
Zuerst ging es wie im letzten Jahr zur Quelle mit den riesigen alten Affenbrotbäumen, wo wir uns stärkten, um dann das Mausoleum eines berühmten persischen Lyriker aufzusuchen, über das Herr Mohamadis Vater die Aufsicht führt was uns überhaupt erst die Türen öffnete. Hier gab es Tee, was überhaupt eine wichtige Grundregel in diesem Land ist. Egal wo man hin kommt es gibt immer Tee und meist auch noch Obst. Wer keinen Tee mag, der hat es schwer in diesem Land, ganz abgesehen davon das man sich bei der Hitze keinen Gefallen tut keinen Tee zu trinken, wirkt er auf den Körper doch im Endeffekt kühlend und hilft so die enorme Hitze besser zu überstehen.Anschließend ging es Analog zum Letzten Jahr wieder zu den Webern die in Erdhöhlen arbeiten die von Außen an Tatooine aus Starwars erinnern und wahnsinnig niedrig sind. Hier werden die Gewänder der Mullahs aus Kamelhaar hergestellt. Ich nutzte die Gelegenheit ein solches Gewand überzustreifen und muss sagen sie Kratzen unglaublich. Als Iranischer Geistlicher darf man offensichtlich keine Ansprüche an Hautfreundlichkeit stellen.Bei der Gelegenheit entstanden dann auch einige nette Fotos.
Danach ging es weiter zu Basar und Freitagsmoschee die nett anzusehen war, mich aber nicht besonders beeindruckte, Ich fürchte als Atheist und Kirchen Hasser geht mir die Magie sakraler Orte etwas ab.Als nächstes ging es ins Heimatmuseum, das wie im Letzten Jahr einige nette Nachgestellte Szenen aus dem früheren Alltag in Nain und altes Werkzeug bot. Am Ende des Tages ging es dann schließlich ins Sporthaus, wo wir eine wunderbare Performance geliefert bekamen. Diese Synthese aus traditioneller Frömmigkeit und alten Vor islamischen Gymnastikübungen und Tänzen ist und bleibt einfach beeindruckend. Schade nur das ich völlig erschöpft bin und die ganze Zeit gegen den Schlaf ankämpfe. Dennoch ist es mir gelungen neben Fotos auch Videos aufzunehmen, die hoffentlich die Atmosphäre ein wenig transportieren. Anschließend stand nur noch schlafen an.
Märtyrer Friedhof
Quelle Bei Nain
Mausoleum für Persischen Lyriker in Nain
Im Mausoleum
Weberwerkstatt von Außen
Werbewerkstatt Innen.Es ist eng und niedrig
Mullah Mohamdi
Der Autor zusammen mit Mister Mohamdis Sohn der Aussieht wie eine Miniaturausgabe von Ahmadineshad und nebenbei bemerkt auch ähnlich redet.
Wachsfigur im Heimatmuseum
Werkzeuge
Tonkrüge für Vorräte
Familie im Wohnzimmer Die Zwei wärmten sich mit Hilfe von Holzkohle
Im Sporthaus 1
Sporthaus 2
video

Sporthaus in Bild und Ton 1

video
Sporthaus in Bild und Ton 2
9.7.2008

Aufbruch nach Yast, dem Zentrum der Zoroaster von denen es im Iran noch etwa 10.000 gibt.Auf dem Weg machen wir kurz halt in einer Töpferei, was einige für Einkäufe nutzen In Yast angekommen fahren wir erstmal wohlgemerkt unangemeldet zum Zoroasterverband in der Hoffnung ein Gespräch zu bekommen, Natürlich klappt das nicht,den auch der Iran kennt so etwas wie Sommerurlaub, und so sind wir völlig umsonst durch die Mittagshitze gestapft. Typisch Mohammad. Da wir jetzt eh angestrengt sind machen wir auch keine Pause sondern fahren zu einer Alten Kultstätte der Zoroaster. Auf einem Hügel haben sie bis zum Verbot 1970 ihre Toten abgelegt und ihre Gebeine nachdem sie von Geiern abgenagt wurden in Felshöhlen deponiert. Zoroaster glauben nämlich an die Heiligkeit der Vier Elemente die ihrer Ansicht nach bei Erdbestattungen verunreinigt werden, Heute löst man das Dilemma mit Beton Särgen . Dar die Höhlen in keiner Weise touristisch erschlossen sind bleibt nur Krakseln. leider schaffe ich es aber nicht bis ganz oben. Nach erfolgreichem Abstieg geht es dann zum Feuertempel dem Heiligtum der Zoroaster.Das ist verglichen mit Christlichen Kirchen oder Moscheen von Gerade zu schockierender Nüchternheit und bietet nicht mehr als einen Schlichten Raum mit Marmor Boden an dessen Ende man die Heilige Flamme hinter einer Scheibe brennen sieht. Diese ist angeblich seit 200 Jahren nicht mehr erloschen, was Herr Mohamadi als Lüge bezeichnet. Andererseits stellt er aber fest das er die Zoroaster mögen würde, dar ihr Glaube viele Parallelen zum Schiitischen Glauben aufweise. Auch der Verantwortliche im Tempel berichtet von einem Harmonischen Zusammenleben zwishen Schiiten und Zoroastern.Unter dem Strich alles nicht spektakulär aber die Begegnung mit diesem alten im Verschwinden begriffen Kult war dennoch eine Bereicherung. Anschließend besuchen wir den alten Bazar von Yast, wo man vom Turm einer Moschee aus einen Tollen Blick auf die Stadt erhält.Danach beschließen wir dann bereits einen Teil der sehr langen Strecke nach Mashad zurückzulegen was auch gelingt. Die Suche nach einem Quartier für die Nacht endet aber desaströs. Wir landen in einem Rattenloch von Hotel, am Rande der beginnenden Salzwüste. bei dem ich es vorgezogen hätte mit Schlafsack und Isomatte vor der Tür zu schlafen. Leider wollen die anderen Waschlappen aber unbedingt Duschen und in einem Bett Schlafen. Bett muss man hier aber mit Holzpritschen ohne jede Federung übersetzen. In diesem Moment hasse ich meine Mitreisenden.
Reste eines vor islamischen Bauwerks bei Yast

Feuertempel Yast

Vor dem Bazar in Yast
Yast von Oben
Yast von Oben die Zweite
Yast von Oben die Dritte
Freitagsmoschee Yast
10.7.2008
Weiterfahrt nach Maschad an, einem der Heiligsten Orte des Schiitischen Islam, den Hier liegt Imam Reza begraben. Der ist im Jahr 818 hier in der Nähe ermordet worden und ist für die Schiiten der 8. Imam. Die Fahrt nimmt den Ganzen Tag in Anspruch, wobei wir die Salzwüste Dasht-e Kavir durchqueren. Die ist vor allem mörderisch heiß ansonsten aber wenig aufregend.Außerdem machen wir einen Zwischenstopp in den zum Weltkulturerbe zählenden Gärten von Tabris. Die sind wirklich einen Besuch wert,aus ökologischer Sicht aber Blödsinn, weil hier Unmengen Wasser aufgewendet werden um einen Garten mehr oder weniger in der Wüste am Leben zu halten. Erst um Kurz vor Mitternacht kommen wir in Maschad an. Weil uns ein besonderes authentisches Pilger Erlebnis ermöglicht werden soll mieten wir uns in eine kleine Wohnung ein, wie sie hier für Pilger vermietet werden. Nach dem Abendessen gehen wir nicht etwa schlafen, sondern stürzen uns gegen 2 entsprechend bekleidet ins Pilger Getümmel Richtung Imam Ali Moschee. Vor allem für die Frauen bedeutet dies einen ziemlichen Aufwand den sie müssen sich den Tschador anlegen. In der Moschee angekommen wird die Direktive ausgegeben uns falls wir angesprochen werden als Konvertiten aus Deutschland auszugeben. Dies ist wichtig denn nicht Muslimen ist das Betreten dieses Heiligtums verboten Dieses ist erstens Riesig und zweitens absolut beeindruckend. Edele Teppiche, Blattgold, Spiegel Kunstschätze ein wahres Monument das einen staunen lässt. Leider ist fotografieren streng verboten. Es herrscht Hochbetrieb, der sich auf dem riesigen Areal allerdings ganz gut verteilt. Ziel der Pilger ist indessen früher oder Später der Schrein des Imams. Hier lässt sich Frömmigkeit und Ektase in einer für säkulare Westler unglaublichen Intensität erleben. Es wird gebetet gemurmelt geschluchzt geschrien. Ich erkenne das Schiiten einen unglaublichen Hang zur Melodramatik aufweisen und schwanke zwischen Faszination und Scham. Ist es in Ordnung sich als falscher Muslim an einen solchen Ort zu begeben und die Ekstase dieser Menschen die in tiefem Glauben aufgehen zu beobachten wie ein spannendes Naturereignis? Irgendwann ziehen wir uns dann in den Innenhof zurück um noch etwas zu schlafen. Dabei bekomme ich im Halbschlaf mit dass ein Wächter spielende Kinder verjagt. Sie sollen gefälligst die Deutschen Brüder schlafen lassen. Wenn der wüsste. Gegen 5 wird es dann wieder spannend das Morgengebet steht an und circa 10.000 Gläubige wiegen sich wie eine große Masse synchron zu den Worten des Vorbeters. Schlicht und einfach beeindruckend. Wer so etwas mal miterlebt hat kann die Magie von Masseninszenierungen vielleicht etwas besser verstehen.Wenig später geht die Sonne auf und wir werden Zeuge der eigentümlichen Integration persischer Rieten in den Islam. Der Tag wird mit einer Musik auf Trommeln und Blasinstrumenten begrüßt. Heraus kommt das wahrscheinlich seltsamste, das ich bisher gehört habe. Am Ende dieses Ritual werden wir dann Zeuge einer Wunderheilung als ein Mann unter dem Erstaunten Aufschrei der Gläubigen aus seinem Rollstuhl aufsteht Anschließend geht es nach Hause und während die Stadt erwacht fallen wir erstmal völlig erschöpft ins Bett.
Impressionen aus den Gärten von Tabris
11.7.2008
Heute passiert nicht viel. Schlafen Dösen Lesen Essen Schlafen beschreibt es eigentlich ganz gut. Abends begeben wir uns in die Stadt. Die ist trist dreckig fromm und Überfüllt.Kurz und Gut vom Touristischen Standpunkt her überhaupt nicht attraktiv. In einem Fotogeschäft machen wir einen Mörderisch Kitschige Fotomontage der Reisegruppe vor heiligen Motiven schließlich sind wir jetzt Mashadis haben also einen Ehrentitel erworben. Wir beschließen den Tag relaxt in einem Teehaus.

12.7.2008
Weiterfahrt Richtung Teheran. Diese verläuft Ereignislos abgesehen von einem Zwischenstopp in einer alten Karawanserei. Wir übernachten in einem staatlichen Hotel in Semna. Das ist Sauber und gepflegt und bietet alles was man von einem Modernen 3-4 Sterne Haus erwarten darf. Einen störenden Punkt gibt es aber doch. In den Hotels der Islamischen Republik herrscht strikte Geschlechtertrennung, es sei denn man kann nachweisen das man verheiratet ist. Das bedeutet für unsere Pärchen Christoph und Dorett sowie Jasmina und Georg die Zwangsläufige Trennung.

13.7.2008
Nachmittags treffen wir in Teheran ein. Die Stadt gefällt mir nach wie vor nicht, wir wohnen allerdings ziemlich gut in der Wohnung eines Iranischen Wissenschaftlers der zu dieser Zeit in Berlin lehrt und uns seine Wohnung netterweise überlassen hat. Dar diese im Norden der Stadt liegt ist auch die Luft ganz erträglich.Nachdem wir von der Mutter unseres Gastgebers herzlich empfangen und verköstigt wurden wird erstmal ein bisschen deutsches Fernsehen geschaut und anschließend durchaus angeregt über die moralische Frage debattiert ob man seinem Partner Fehltritte zum Beispiel im Urlaub beichten soll oder nicht.Ausgelöst wurde diese Debatte wiederum durch die Tatsache das  Josefine trotz Freund in Deutschland aufs heftigste mit Mohammads Neffen Mahdi anbandelte, aber das ist eine andere Geschichte die hier nicht mehr Thema sein soll.Jedenfalls setzt sich am Ende der Diskussion die Fraktion der Schweiger durch.Abends fahren wir dann wie im letzten Jahr zum Essen nach Darband Das war erneut sehr lecker und entspannt aber auch ein wenig strapaziös, den Darband ist eine Schlucht die komplett mit Restaurants gefüllt ist,und wenn man ein Restaurant relativ weit oben wählt muss man ganz schön klettern.
Lichtermeer in Darband
Entspanntes Essen auf den Plattformen im Fluss

14.7.2008
Wie im Vergangenen Jahr Besuch beim Institute for Political and International Studies (IPIS), einem Think Tank der dem Außenministerium untersteht. Die Diskussion verläuft relativ lahm und vorhersehbar. Erneut betont man seinen Friedenswillen und seine Interesse an guten Handelsbeziehungen, und erneut wird die spezifische Sicht der Iranischen Eliten auf die Welt deutlich. Tendenziell ist Europa eine Marionette der USA, während der Iran heldenhaft seine Unabhängigkeit bewahrt Fragen nach dem Atomprogramm wird mit Verweis auf Israel und Pakistan sowie die doppelten Standards des Westens begegnet. Ansonsten lässt sich feststellen, dass man uns im Vergleich zum Letzten Jahr deutlich weniger wichtig nimmt.Während im Letzten Jahr noch die Sprecher aller Forschungsbereiche mit uns diskutierten, ist es diesmal nur eine Professorin und ein ex-Botschafter des Iran der sich mit uns auseinandersetz. Außerdem ist noch eine Klasse Jung Diplomaten anwesend. Diese stellen sich aber relativ dämlich an, und konfrontieren uns in vielen Hintergrundgesprächen die wir nach Abschluss der Diskussionsrunde führten unverblümt mit der Auschwitzlüge. Auch sind sie uns in Analytischer Hinsicht keineswegs überlegen, sondern eher das Gegenteil. Wenn diese Menschen die neue Botschafter Elite des Iran werden steht es nicht gut um das diplomatische Chors der Islamischen Republik.Interessant waren die Diskussionen dennoch, und bei einigen hatte ich auch durchaus das Gefühl sie ein wenig nachdenklich gemacht zu haben. Vielleicht konnten wir einen winzigen Beitrag leisten ihre Sicht auf die Welt etwas zu verändern.
Anschließend besichtigen wir noch eine ehemalige Residenz des Schah. Hier wird der unglaubliche Prunk der Pahlawi Dynastie deutlich. Alles wirkt so als sei der Schah nur kurz weg, und würde bald wieder kommen.Sogar persönliche Gegenstände der Familie sind in Vitrinen ausgestellt. Man kann sich den Unglauben vorstellen, der die Menschen ergriff als sie nach der Revolution den Palast besichtigten, und man merkt das er bis heute als propagandistische Waffe genutzt wird.Programmpunkt Nummer drei an diesem Tag ist dann schließlich noch ein Kurzer Besuch bei einer Kunstsammlung, die einst Fahra Diba gehört hatte.
Impressionen aus der Residenz des Sha

15.7.2008
Rückfahrt nach Esfahan.Als erstes fahren wir zum Kohmeni Mausoleum. Das ist immer noch gewaltig, und noch immer nicht fertig. Ich habe das Gefühl dass garn kein Interesse besteht irgendwann fertig zu werden,immerhin baut man jetzt schon fast 20 Jahre daran.Offensichtlich macht man ein Gutes Spenden Geschäft, Die fliesen äußerst reichlich In der Regel kommen so viel Spenden herein,das Große Staubsauger das Geld aus Kohmenis Grabkammer saugen. Anschließend machen wir erneut Station in Gom, das sich als eine wahre Gluthölle heraus stellt, die wir alle schlimmer finden als die Dasht-e Kavir. Das ist schon ein wenig erstaunlich wenn man bednkt, das die Dash-e-Kavir als eine der Lebsnfeindlichsten Regionen überhaupt gilt.In Gom angekommen besuchen wir wie im Letzten Jahr einen Mullah der mit Herrn Mohamadi verwandt ist. Das klappt auch ganz gut, bis er am Ende der Diskussion einiges äußert das er sich letztes Jahr nicht getraut hat. Er verteidigt nicht nur die Fatwa gegen Rushdie, sondern erklärt Humanismus und Menschenrechte für unvereinbar mit dem Islam. Ein seltsames Ende wenn man vorher zwei Stunden eine moderate Linie gehalten hat, und natürlich aus westlicher Perspektive inakzeptabel. Abends dann Ankunft bei Familie Malmanesh. Home sweet Home!
Eingang des Mausoleums Ist und bleibt eine Baustelle wie man sieht
Blick in die Grabkammer Links einer seiner Söhne rechts der Meister selbst
Der Mullah und seine Frau



16. 7.2008
Relaxen bei Malmaneshs. Erst schlafen bis Mittags, dann Essen und nach einer weitern Runde Entspannung geht es Abends zur Familienfeier außerhalb der Stadt.Die Feier war erneut sehr Stimmungsvoll, allerdings weniger wild als letztes Jahr. Super war der Swimmingpool in dem man schwimmen dürfte. Ich mache an diesem Abend noch Bekanntschaft mit einer Kakerlake die sich in mein Hosenbein verirrt hatte.

17.7.2008

Vormittags Besichtigung des Armenischen Viertels samt seiner wunderschönen Kirche in der Fotografieren verboten ist. Auffällig am Armenischen Viertel ist seine deutlich enspanntere Atmosphäre. Es gibt Cafés und Alkoholfreies Bier. Alles ist wesentlich ungezwungener und weniger repressiv als im Rest der Stadt. Ein wirklich angenehmer Kontrast.

Abends schauen wir uns dann zwei westlich geprägte Einkaufspassagen an, und spazieren zur si-o se-Pol Brücke, wo wir uns mit Mitgliedern von Mariams Deutschkurs trafen und uns gut unterhielten.

Impressionen aus dem Armenischen Viertel

Southpark schaffst auch in den Iran
Islamische Schaufensterpuppen in besagter Einkaufspassage 
Si-O-Se Pol Brücke
18.7.2008

Bizarrer Tag. Mohamad weckt uns mit den Worten Wollt ihr Tote sehen? Er ist nämlich der Meinung, dass zum Erleben einer Kultur auch der Tod gehört. Deshalb fahren wir nach dem Frühstück auf den Friedhof und können einen kurzen Blick auf eine Totenwaschung werfen. Auch bei der anschließenden Beerdigung sind wir zugegen. Der Schiitische Hang zur Hemmungslosen Trauer bestätigt sich auch hier. Während auf Deutschen Beerdigung vor allem die innere Einkehr und Zurückhaltung propagiert wird,herrscht hier hemmungsloses Wehklagen. Diese kulturelle Differenz ist zwar interessant, dennoch ist uns allen dieser Programmpunkt eher unangenehm während Mohamad begeistert Fotos macht.Der Mann ist einfach nur schmerzfrei. Am Ende sind wir alle froh als es zum Mittagessen nach Hause geht. Abends essen wir dann mit dem gesamten Malmaneshclan im Weltberühmten Hotel Abasi Anschließend. spazieren wir alle Gemeinsam nach Hause. Markus und ich haben dabei die entzückende Schafire an der Hand und wirken wie die Schwule Kleinfamilie.

 Hotel Abasi 1 


 Hotel Abasi 2



Hotel Abasi 3  
Schafire 1 



Schafire 2
19.7.2008
 

Dieser Tag lässt sich mit einem Wort beschreiben. Basar. Den ganzen Tag sind wir Unterwegs um unsere Mitbringsel zusammen zu tragen. Ich erwerbe 2 große Wasserpfeifen. Abends Regnet es kurz, für ein so trockenes Land wie den Iran  durchaus ein Ereignis.


20./21.7.2008

Zeit Abschied zu nehmen. wir verbringen noch einmal einen netten Tag mit der Familie. Nachmittags beginnt dann das große Packen. Zum Abendessen gibt es das was man hier Pizza nennt. Das sind kleine Mini Pizzen, bei denen allerdings auf die Tomatenmark Unterlage verzichtet wird.Stattdessen macht man sich hier Ketchup oben drauf. Schmeckt zwar nicht wirklich wie Pizza ist aber lecker.Zum Schluss gibt es dann noch eine Große Bescherung, bei der wir unsere zahlreichen Gastgeschenke an den Familienclan verteilen. Gegen 21 Uhr treten wir dann die Fahrt zum Flughafen an. Die verläuft ohne erwähnenswerte Ereignisse. Früh Morgens kommen wir dann am Flughafen an, und nehmen Abschied von Herrn Mohamadi,dem besten und nettesten Autofahrer den ich kenne. Nach elend langem Chek in besteigen wir schließlich den Flieger und trennen uns Schließlich um 13 Uhr Deutscher Zeit am Flughafen Frankfurt. Ein Teil von uns, darunter auch ich tingelt dann noch mit der Bahn nach Marburg, wie auf dem Hinflug um unser Gepäck erleichtert.Schließlich wird dieses am Hauptbahnhof Marburg noch aufgelesen, ehe es endlich nach Hause geht wo ich gegen 16 uhr endlich ankomme.


 Bescherung zum Abschied 

Und ein letztes Abschiedsfoto
Fazit


Was bleibt nach Zwei Reisen in den Iran?
Erst einmal kann ich sagen das mir das Land gefällt. Man sieht sehr viel Kultur und trifft viele sehr Gastfreundliche Menschen, die zumindest zu einem Teil in ihrem schiitischen Glauben verwurzelt sind. Anstrengend ist natürlich manchmal der diktarische Charakter der Islamischen Republik, von dem man aber als Tourist nichts bemerkt,solange man sich an die Kleidervorschriften hält und nicht gerade Hand in Hand mit der Freundin durch die Gegend flaniert, oder versucht gemeinsam zu baden um nur einige Beispiele der Vielfältigen Schikanen zu nennen. Dennoch hatte ich nie das Gefühl von diesen Beschränkungen erdrückt zu werden, was sicher auch damit zu tun hat dass ich keine Frau bin. Ich halte aber generell nichts davon durch diktatorische Staaten zu laufen und sich fortwährend über die Defizite des jeweiligen Staates zu beklagen. Täte man dies dürfte man auch keine Ägypten oder Tunesien Urlaube machen, und ob den Menschen vor Ort durch Reiseboykott geholfen wäre bezweifele ich. Außerdem helfen Exkursionen wie diese den Interkulturellen Dialog zu beleben, und als Demokrat und Gegner des Clash of Cultures glaube daran das sich Gesellschaften verändern können. Das gilt auch für den Iran wo schon heute vielversprechende Ansätze einer Zivilgesellschaft existieren. Sie ist es auch die eine Reform der islamischen Republik erzwingen muss, den das Parlament und die anderen Republikanischen Elemente sind durch die weitrechenden Vetorechte des Obersten Geistlichen Führers nicht in der Lage Liberalisierungen durchzusetzen,was Das folgende Schema der Dualen Machtstruktur verdeutlicht



"Theokratische" Institutionen

Geistliches Oberhaupt (Faghi)
  • 1980-1989 Ayatollah Khomeini, seit 1989 Ayatollah Khamene'i,
  • wird auf Lebenszeit von der Expertenversammlung ernannt,
  • Staatschef und Oberkommandieren der Streitkräfte,
  • Ernennt den Chef der Judikative.
Wächterrat
  • bestehend aus sechs Geistlichen, die vom Faghi ernannt werden und sechs Juristen, die vom Parlament gewählt werden
  • bestimmt über die Zulassung von Kandidaten zur Wahl des Parlaments, der Expertenversammlung und der Kommunalregierungen,
  • überprüft die Übereinstimmung von Politik und Gesetzen mit dem Islam.
Expertenversammlung
  • bestehend aus 83 Geistlichen, die alle acht Jahre in allgemeinen und geheimen Wahlen bestimmt werden,
  • ernennt den Faghi,
  • interpretiert die Verfassung und sichert die Übereinstimmung von Gesetzen mit dem Islam.

"Säkulare" Institutionen

Präsident
  • von 1989-1997 Hashemi Rafsandjani,-1997-2005 Mohammed Khatami, seit 2005 Mahmoud Ahmadineshad   
  • direkt für vier Jahre und maximal zwei Amtszeiten gewählt,
  • Chef der Exekutive.

Parlament
  • 270 Abgeordnete beiderlei Geschlechts,
  • direkte Wahl alle vier Jahre,
  • verabschiedet Gesetze.
Regierung
  • vom Präsident ernannt
  • vom Parlament bestätigt
Oberster Gerichtshof
  • höchste juristische Instanz
  • Vorsitzender: Ayatollah Shahrudi (seit August 1999)
  • Der Vorsitzende wird vom Faghi auf unbestimmte Zeit ernannt und bestimmt seinerseits die amtierenden Richter.


Der Ansatzpunkt zur Durchsetzung substanzieller Reformen ist also nicht das Parlament oder die Präsidentschaft,sondern eine Beschneidung der Kompetenzen des Geistlichen Oberhauptes,der Expertenversammlung und des Wächterrats. Gelingt es der Zivilgesellschaft nicht hier Reformen zu erzwingen kann wohl nur auf den Tod des Faghi und das allmähliche Nachrücken liberalerer Kleriker in die Theokratischen Institutionen gewartet werden Sicher Keine Lösung ist ein Gewaltsamer Regime Change, den dieser würde zu einer nationalen Mobilisierung führen und das Mullah Regime nur stabilisieren.
Ich finde das Land jedenfalls spannend und würde jederzeit noch einmal hin fahren, allerdings nicht so bald und auch nicht im bisherigen Rahmen, weil sich einfach zu viel wiederholen würde.Ich kann aber Reisen in den Iran nur empfehlen. Vorausgesetzt man ist bereit sich den Regeln der Islamischen Republik zu unterwerfen braucht man keine Angst zu haben.

Us- Dienste nutzen mit Hotspot Shield

Es gibt eine Ganze Menge Dienste deren Nutzung auf die USA beschränkt ist. Zum Beispiel das ziemlich coole Internetradio Pandora oder das Videoportal Hulu, auf dem man sich aktuelle Serien als Flash Video ansehen kann. Ist man kein Us-Internetnutzer wird man mittels Ip Speeren blockiert . Das ist ärgerlich, aber das Internet wäre nicht das Internet wenn es keine Möglichkeit gäbe diese Sperre zu umgehen.

Eine recht komfortable ist die Freeware Hotspot Shield die man zum Beispiel bei Chip bekommt  Diese Software ist eigentlich dafür gemacht einen beim benutzen öffentlicher Wlan Hotspots zu schützen,bietet aber eine entscheidende Funktion. Sie baut ein sogenanntes  Virtual Private Network  auf,und leitet alle Anfragen an  Server des Herstellers in den USA um. So ist man  mit einer Us IP-Adresse im Netz. Dadurch lassen sich die Sperren bei Hulu und Pandora dann umgehen.

Dies hat allerdings auch Nachteile. So sinkt die Geschwindigkeit erheblich, und in jeder Seite wird ein Werbebanner eingeblendet. Außerdem ist die Kostenlose Nutzung der Software auf einen Traffic von 10 Gb Pro Monat limitiert. Installiert man die Software nach erreichen des Limits aber neu lässt sich auch dies umgehen.Wie schnell 10 GB bei der Nutzung von Pandora und Hulu erreicht sind weiß ich nicht.

Bislang kann ich leider nur einen 2/3  Erfolg vermelden. Während Pandora problemlos nutzbar ist und mich auch gerade beschallt, sind meine Versuche mit Hulu bisher wenig Mut machend.Zwar wird die Seite aufgerufen und auch die Videos werden gestartet, allerdings ruckelt die Wiedergabe der Videos doch sehr stark, sodass die Clips zumindest zum Jetigen Zeitpunkt eigentlich nicht nutzbar sind.

Das erstaunt doch ein wenig, den Immerhin nenne ich DSL 6000 mein eigen,und dar außer Hulu keine anderen Anwendungen die Bandbreite fressen liefen sollte eigentlich genug Bandbreite vorhanden sein. Andererseits weiß man natürlich nie wie Gut oder Schlecht der Proxy ist. Ich werde es wohl einfach zu einer anderen Tageszeit nochmal probieren.Vielleicht habe ich ja Glück. Ansonsten bleibt wohl nur auf einen 16. 000 Anschluss aufzurüsten.

Fazit:

die Technik funktioniert im Grundsatz, ist aber mit Tücken bezüglich der Bandbreite verbunden Dennoch kann ich sie jedem der sich Pandoro Hulu oder andere Dienste ansehen möchte empfehlen,,den sie ist Kostenlos und sehr leicht zu handhaben.

Update;

24.2.09 09:48 uhr

Nachdem ich die Software erst deinstalliert und dann nach mal Aufgespielt habe läuft zumindest im Moment  Hulu nahezu  Problemlos.  es scheint nur  irgendwie ein Problem mit der Übermittlung von Werbung  zu geben weshalb Hulu alle Paar Minuten die Wiedergabe für 30 Sekunden unterbricht. Das nervt zwar ich kann damit aber durchaus leben.  

 

Sonntag, 22. Februar 2009

Neuste Kommentare in der Sidebar

Irgendwie habe ich gerade Lust mein Blog zu hacken und über nicht Serienmäßige Funktionen zugleich zu individualisieren. Nachdem ich am Freitag die Möglichkeit von Artikeln per Zufall eingebunden habe, finden sich ab sofort die 10 aktuellsten Kommentare in der Sidebar die damit von Oben nach Unten nun folgende Reihenfolge hat:

1. Link zur Startseite
2. Zufällige Artikel
3.Feedcount
4. Über mich
5. Neuste Kommentare
6. Labels
7. Blogroll
8.Lesestoff
9. Politische Links
10.Archiv
11.Leser
12. Kommentatorencharts
13. Rund um das Web 2.0


Die Idee mit den Kommentaren gefällt mir deshalb ganz gut, weil der Besucher vorausgesetzt Javascript ist an so schnell einen Überblick kriegt um was sich die Diskussionen auf diesem Blog vor kurzem gedreht haben. Ich spekuliere ein wenig darauf, dass sich dadurch vielleicht der ein oder andere eher motiviert fühlt zu kommentieren. Nachteilig an der Sache ist natürlich das damit jetzt ein weiteres Element vorhanden ist, das den Seitenaufbau verlangsamt.

Soweit zu meinen Überlegungen. Doch was denken meine Leser? Sind die beiden Hacks des Wochenendes sinnvolle oder zumindest Unterhaltsame neue Funktionen? Oder werden sie eher als Ballast wahrgenommen, der die Seite nur Überfrachtet? Ist man zufrieden mit der Reihenfolge der Elemente oder sollte etwas weiter oben stehen?

Lasst es mich wissen, ich bin bei negativem Feedback bereit Veränderungen Vorzunehmen, den das sich Leser auf meinem Blog Wohlfühlen ist ja schließlich eines der Ziele der ganzen Veranstaltung.

Es grüßt

Henning

ps Wer das Widget auch nutzen will findet es hier

Samstag, 21. Februar 2009

Drei Änderungen bei den Labels

Mein Blutsbruder Seb hat sich bei mir beschwert, das ihm das bisherige Label Internet und Medien zu aufgebläht sei, und er ein Computer oder Linux Label vermisse.Nun für das Linux Label sehe ich noch keinen Anlass, weil ich doch wesentlich weniger damit mache als ich zu Neujahr mal beabsichtigt hatte.

Die anderen Wünsche kann ich aber Erfüllen.So habe ich den Großen Gemischtwaren Laden Internet und Medien aufgelöst und die darin enthaltenen Artikel auf Zwei Neue Label verteilt. Zum einen gibt es jetzt das Label Computer+Internet in das ich alle Internet oder Computer Artikel gepackt habe. Zum anderen das Label Fernsehen + Medien in das sozusagen der gesammte Medien Anteil des alten Labels einfließt.

Manchmal war die Abgrenzung Schwierig zum Beispiel beim Artikel über den Neuen Freitag, dar dort auch die neue Internet Strategie des Blattes ein Thema war. Hier habe ich mich wie immer mit doppelter Zuweisung gerettet.Liebster Seb schau es dir an und sag mir ob es dir jetzt besser gefällt.

Änderung Nummer Drei ist rein semantischer Natur und betrifft das Label in eigener Sache.Dieses trägt ob sofort den Namen Interna, weil ich finde das dies eleganter klingt als das doch sehr Lange In eigener Sache.Wie immer hoffe ich das die Änderungen zur Übersichtlichkeit Beitragen und würde mich über Reaktionen Freuen

Podolski

Wie ich ja Anfang des Jahres Schrieb bin ich absoluter Anhänger der Multikulturellen Gesellschaft.Wie tief Multikulti schon in dieser Gesellschaft verwurzelt ist, ohne das dies Konservative Dumpfbacken wie Roland Koch eingestehen macht Götz Widemann in folgendem Song am Beispiel der Fußballnationalmannschaft deutlich.

Multikulti lebt und deshalb schließe ich mich Widmann an und sage Hallo Immigrant! Willkommen in unserm Land




link

Philipp Mißfelder

Ist für mich Schlicht ein Unsolidarisches Menschen verachtendes Arschloch. Wer wie Mißfelder erklärt"Die Erhöhung von Hartz IV war ein Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie, hat einfach nichts verstanden, und diffamiert Sozial Schwache Pauschal als Alkeholiker, statt sich als Mitglied einer Partei die angeblich ein Christliches Menschenbild verpficht darum zu kümmern das Armut abnimmt.


Hinzu kommt das es sich nicht um dne Ersten Beweis sozialer Inkompetenz aus dem Munde des herren Mißfelder handelt. Vor 6 Jahren forderte er die Sozialsysteme auf eine Grundversorgung zurückzufahren und erklärte:

"Die Sozialsysteme seien "nicht dafür zuständig", dass jeder Senior "fit für einen Rentner-Adventure-Urlaub" sei. Er halte nichts davon, "wenn 85-Jährige noch künstliche Hüftgelenke auf Kosten der Solidargemeinschaft bekommen"
Fassen wir also Zusammen. Herr Mißfelder möchten alten Menschen die Gesundheitsversorgung Streichen und Arbeitslose sind für ihn nur Säufer.Das führt mich zu einem Klaren Ergebnis. Ich halte nichts davon Sozial Inkompetenten Jung-Konservativen über Steuergelder ihr Mandat zu finanzieren, den es kann nicht Aufgabe der Gemeinschaft sein jeden Dummschwätzer durch zu füttern.

Freitag, 20. Februar 2009

Wie Religiöse Gruppen die israelische Armee unterwandern

Zeigt Jonathan Cook in einem lesenswerten Artikel bei Znet. Offenbar existieren bereits ganze religiöse Kampfverbände, von denen viele in den Siedlungen der Westbank stationiert sind, und  extremistischen Rabbinern folgen, die ein Groß-Israel unter Einschluss der Palästinensischen Gebiete  propagieren.Auch das Armeerabinat ursprünglich gegründet um sicherzustellen,dass gläubige Soldaten den Schabat einhalten und koscher essen können,wird  vom extrem rechten Brigadegeneral Avichai Ronski geleitet. Dieser ließ kurz vor der Gaza Offensive eine Broschüre verteilen, in der ausgiebig Aussagen des extrem Rechten Rabiners Schlomo Aviner zitiert werden.Dieser vergleicht die Palästinenser mit den Philistern,dem biblischen Feind der Juden,und gibt in der Broschüre folgenden Rat:


"Wenn du einem grausamen Feind gegenüber Erbarmen zeigst, dann bist du grausam zu unschuldigen und ehrlichen Soldaten ... Dies ist ein Krieg gegen Mörder."Er zitiert darüber hinaus das biblische Verbot, auch nur "einen einzigen Millimeter" eines Groß-Israel "preiszugeben."

Darüberhinaus hat das  Rabbinat  über seine Abteilung für Jüdisches Bewusstsein  die Rolle des Ausbildungskorps der Armee  übernommen.  Diese Abteilung koordiniert ihre Aktivitäten mit Elad, einer Siedlerorganisation, die vor allem in Ost-Jerusalem aktiv ist.


Hinzu tritt die Tatsache, dass sich immer mehr  Absolventen von Offizierslehrgängen aus der Extremen Rechten rekrutieren.Dies hat wiederum mit dem Verfall der Kibuz Bewegung seit Anfang der 80er Jahre  zu tun,die Früher das Rückgrat der Israelischen Mittelschicht bildeten. In die dadurch entstehenden Lücken stoßen nun die Kinder der Siedlerbewegung.Laut Cook gehen Israelisches Medien davon aus das bereits mindestens ein Drittel der Soldaten Religiös ist.

Für eine Entspannung im Nahen Osten lässt diese Gesellschaftliche Entwicklung nichts gutes ahnen, Schließlich sind Orthodoxe und Siedler das Größte Hindernis für einen Frieden, und wenn sie nun eine Hegemonie in der Armee erlangen sehe ich ziemlich Schwarz sowohl für den Frieden als auch für Israel .        

Blaupunkt Stellt Internet-Autoradio vor

Ich habe mich hier ja schon zweimal zum Thema Internetradio geäußert und dabei meiner Überzeugung Ausdruck verliehen dass sich diese Technik durchsetzen wird. Ein Hindernis dabei ist bisher neben der noch relativ geringen Verbreitung der Geräte im Haushalt, sicher die fehlende Möglichkeit Internetradio im Auto zu hören.
Diese Lücke schließt nun Blaupunkt,von denen ich bis Heute gar nicht wusste das es sie noch gibt. Ich dachte die Wären wie Grundig und Telefunken Pleite.

Das Radio nimmt Über UMTS-Handy und Bluetooth Verbindung mit dem Internet auf. Der Käufer benötigt also ein entsprechend ausgestattetes Handy und eine UMTS-Flat. Dar sich diese aber derzeit recht gut im Markt verbreiten sehe ich hier keinen Hinderungsgrund . Der könnte schon ehr im Preis liegen der mit 300€ doch recht hoch liegt, allerdings wird der vorausgesetzt das Gerät floppt nicht völlig mittelfristig auch fallen. Hätte ich ein Auto würde ich mir das Teil jedenfalls Kaufen.

Artikel Per Zufall

Ich habe soeben ein neues Feature Implementiert. Es ermöglicht es sich einen Zufällig ausgewählten Artikel anzeigen zu lassen. Potenziell spaßig kann das für alle sein, die sich einen Eindruck von der Themenvielfalt auf diesem Blog verschaffen wollen, ohne sich durch die Labels und das Archiv zu Klicken. Platziert habe ich diese Funktion Zwischen dem Link zur Startseite und dem Feedcount.

Voraussetzung um das Widget angezeigt zu bekommen ist wie eigentlich immer eingeschaltetes Java Script. Wer das jetzt auch auf seinem Blogger Blog einbauen möchte wird an dieser Stelle fündig

Viel Spaß damit wünscht

Henning

Schwule Eskimos


Nach soviel Politik ist es mal wieder Zeit für etwas ziemlich sinn freies. Hat sich schon mal jemand über Homosexualität bei Eskimos,beziehungsweise politisch Korrekt Inuit Gedanken gemacht? Ich nicht bis ich gerade das folgende unterhaltsame Video von
Corky & The Juice Pigs fand.


Mir stellt sich dadurch die Frage wie traditionelle Inuit eigentlich mit Homosexualität umgehen. Ist sie akzeptiert oder verpönt?Das es auch Schwule Inuit gibt steht für mich außer Frage, den warum sollte gerade dieses Volk gegen Homosexualität "immun" sein ? Leider finde ich gerade nix bei Google was diese Frage beantwortet. Falls jemand auf etwas Stößt oder etwas weiß möge er dies in die Kommentare einbringen.

Viel Spaß mit dem Video!




link

via Bühnenschiff

Donnerstag, 19. Februar 2009

Deutschland Schiebt Deutschen ab

Nun etwas aus der Kategorie Struktureller Rassismus. Gerson Liebl darf kein Deutscher werden, obwohl er der Enkel eines Deutschen Kolonisten ist, der als Arzt in das Heutige Togo kam und 1908  eine Häuptlingstochter ehelichte. Eigentlich also ein Klarer Fall sollte man meinen, schließlich reicht nach Deutschem Recht ein Deutscher Elternteil um Deutscher zu werden.

Nicht so bei Gerson Liebl. Bei ihm greift unabhängig vom Staatsangehörigkeitsrecht  das  "Schutzgebietsgesetz" aus dem Jahr 1900. Dieses enthält  Regelungen für Eheschließungen zwischen "Eingeborenen" und "Nichteingeborenen", nicht aber für Eheschließungen zwischen beiden Gruppen. Dies hatte seiner Zeit klar rassistische Intentionen und ist bis Heute gültig.für Leibl hat diese Rechtslage dramatische Folgen, denn Wie die taz berichtet wurde Leibl  Vorgestern nach 18 Jahren Kampf durch alle Instanzen  nach Togo abgeschoben.Gleiches droht nun auch Freau und Sohn. Mit aller Kraft hat der Staat einen Präzidenzfall verhindert, aus Angst Togolosen und Namibianer würden sonst die Botschaft stürmen.

Eine Völlig überzogene Angst,den die Gruppe der Nachkommen aus Verbindungen zwischen Kolonisten und Afrikanern ist sehr klein. Experten Schätzen sie auf gerade mal 1000 Personen. Offensichtlich ist die Vorstellung das einige Hundert Afrikaner zuwandern unerträglich für den Deutschen Staat. Der Vollständigkeit halber  muss erwähnt werden das diese Entwicklung in Teilen auch auf Liebls mangelndes Geschick zurückzuführen ist. Er weigerte sich nämlich ein Altfallregelung die ihm einen Aufenthalt gesichert hätte in Anspruch zu nehmen. Zu verbissen war er darauf fixiert Deutscher zu werden.

Doch daraus mache ich ihm keinen Vorwurf. Der Fall zeigt für mich nur mal wieder wie rassistisch das Deutsche Aufenthaltsrecht ist.Gerson Liebls Pech besteht doch letztendlich darin das er Schwarz ist und deshalb ein rassistisches Gesetz von Vorvorgestern auf ihn angewandt wird. Wäre er ein weiser Russlanddeutscher hätte er gar keine Probleme, den die werden ja Heim ins Reich geholt nur weil sich irgendein Ur-Ur-Großvater vor 300 Jahren mal an der Wolga Niedergelassen hat. Hier mist der Deutsche Rechtstaat eindeutig mit Zweierlei Maß. Rassismus ist eben hartnäckig.     

Zum Verhältnis von Zionismus und Gewalt

Ergänzend zu Noam Chomskys Ausführungen zum Gaza Krieg sei noch auf einen weiteren Artikel aus dem hervoragenden Angebot des Deutschen Znet Ablegers verwiesen. Unter dem Titel Legitimiert der Zionismus  jede Art von Gewalt? setzt sich der Israelische Jorunalist Gideon Levy, mit dem Verhältnis zwischen Gewalt und Zionismus,sowie dem Zustand  der Israelischen Linken auseinander.


Levy betrachtet die Israelische Linke bis auf marginalisierte Reste die er in der Partei Hadasch, der Friedensbewegung  Gush Shalom und ähnlichen Gruppen identifiziert als tot an. Er konstatiert ein Hegemonie der Rechten über das was Zionismus ist, und fordert den Zionismus quasi in einem Friedens bejahenden Sinne von Links  neu zu interpretieren. Dabei sieht er richtigerweise keinen Widerspruch zwischen der Bejahung eines Jüdischen Staates und dem Aufbrechen Zionistischer Tabus.Zitat:

Es ist zulässig, kein Zionist zu sein, so wie er heute definiert wird. Es ist zulässig, davon überzeugt zu sein, dass die Juden ein Recht auf einen Staat haben und doch gegen einen Zionismus zu sein, der sich mit Besatzung befasst. Es ist zulässig, davon überzeugt zu sein, dass das, was 1948 geschah, auf die Tagesordnung gesetzt werden sollte, dass man sich für die Ungerechtigkeiten entschuldigt und versucht, die Opfer zu rehabilitieren. Es ist zulässig, vom ersten Tag an, gegen einen unnötigen Krieg zu sein. Es ist zulässig zu denken, dass die Araber Israels, die selben Rechte verdienen wie die Juden, kulturell, sozial und national. Es ist zulässig, beunruhigende Fragen über das Image der IDF als einer Besatzungsarmee zu stellen, und es ist sogar zulässig, mit der Hamas reden zu wollen. Wenn man will ist dies Zionismus.

Ich Stimme Levy hier Vorbehaltlos zu. Die Frage ist nur wer Träger eines solchen Wandels sein soll. Mein Vertrauen in die Israelische Zivilgesellschaft habe ich ehrlich gesagt ziemlich verloren. Dennoch ist zu hoffen, dass in Israel bald die Erkenntnis reift, dass der alte auf Expansion ausgerichtete Zionismus in eine dramatische Sackgasse geraten ist, die für den Staat Israel auf Lange sicht existenzbedrohend ist. ( Vgl. Mosche Zuckermann Zionismus in der Sackgasse).

Diesen Konflikt "gewinnt" derjenige mit der Längeren Perspektive,und die haben eindeutig die Palästinenser, die auch Demographisch im Vorteil sind. Kommt es nicht in absehbarer Zeit zur Trennung wird der Jüdische Charakter Israels bald zum Teufel sein.      

Gaza 09 -Löscht alle Wilden aus!

Unter dieser Überschrift die übrigens ein Zitat aus Joseph Conrads Herz der Finsternis ist hat Noam Chomsky eine fundierte Analyse des Gazakrieges verfasst, die soviel sei verraten mit Israel, den USA und Europa hart ins Gericht geht. Chomsky weist dabei interessante Kontinuitäten in der Israelischen Kriegsführung nach. Schockierend und lesenswert, aber von Chomsky dem führenden Intellektuellen der Amerikanischen Linken ist ja auch nichts anderes zu erwarten.

Dem interessierten Leser kann ich nun gleich 4 Varianten anbieten sich den Text zu Gemüte zu führen. zum einen kann das dreiteilige Essay in Deutscher Übersetzung im Web gelesen werden. Wem das zu blöd ist der kann sich das Essay auch als PDF runterladen, und wer keine Angst vor Englisch hat findet den Original Artikel hier. Für Lese faule bietet der Freitag außerdem eine gekürzte Fassung des 1. Teils als Dokument der Woche .

Ich Wünsche eine Aufschlussreiche Lektüre !

Mittwoch, 18. Februar 2009

Kanada entgiftet Muslime

Der Kampf gegen den Terror bringt allerlei Blüten hervor.Die Welt berichtet von einem Projekt das ich sehr Sinnvoll und Nachahmenswert finde. In Toronto bietet eine Moschee seit letzter Woche ein "12-Schritte Entgiftungsprogramm für Extremisten" (12-step extremist detox program) an. Junge Muslime die mit den Lehren von Al Kaida sympathisieren sollen hier beraten und mit einer alternativen Deutung des Islam konfrontiert werden. Das Programm das von Imamen und Sozialarbeitern gemeinsam veranstaltet wird beruht auf der Erkenntnis dass die Al Kaida Ideologie theologisch begründet und somit auch mit den Mitteln der Theologie angegriffen werden kann.

Das 12-Punkte Programm behandelt unter anderem: Unter 2) Verse des Koran, die vom Frieden und guten Verhalten handeln. In 3) Wer ist Mohammed – Seine Barmherzigkeit, Freundlichkeit, Geduld und Demut. In 6) Erzählungen aus der Geschichte: Kontext und zugrunde liegende Faktoren. In 9) Andere Glaubensrichtungen: Gemeinsame Grundlagen, nicht Konflikte. Sowie unter 12) Aktiver Einsatz gegen extremistische Ideologien durch Bildung, öffentliche Auftritte und Publikationen.

Auserdem sollen die Teilnehmer  mit den Folgen islamischer Terroranschläge konfrontiert und Al Kaidas These von der Heiligen Pflicht eines jedne Moslems sich gegen die Christlich-Jüdische Verschwörung unter Führung der USA zu wehren angegagen werden.


Für mich klingt das alles sehr sinnvoll wirkt es doch Präventiv und setzt nicht auf polizeiliche Mittel. Ich hoffe die ein oder andere Deutsche Moschee adaptiert das Programm. Schließlich haben die Gemeinden ein Mitverantwortung bei der Bekämpfung des Problems.
 

Dienstag, 17. Februar 2009

Das Worldmusic Special von DRS 3

Das gerade auf Funkhaus Europa läuft macht einfach Spaß. Extrem entspannende Musik aus Afrika. Ich muss unbedingt mal drauf achten ob der WDR diese Sendung regelmäßig übernimmt. Ein bisschen schwierig sind natürlich immer die Moderationen ich kann Schwizerdütsch einfach nicht ernst nehmen. Im Besten Fall finde ich es niedlich,meistens muss ich aber lachen. An dieser Stelle Sorry an alle Schweizer die dieses Blog lesen.

Update kommt wohl jede Woche Montag von 0-2 Uhr. Vorsatz regelmäßig einschalten.

Montag, 16. Februar 2009

Chavez jetzt ohne Limit

Wie unter anderem Teleopolis meldet hat Hugo Chavez seine Volksabstimmung über die Aufhebung der Limits für die Wiederwahl von Amtsträgern für sich entschieden. Damit kann sich Chavez nun unbegrenzt zur Wiederwahl stellen. Gleiches gilt übrigens auch für Bürgermeister und Gouvaneure. In allen möglichen Zeitungen wird diese Verfassungsänderung als Schritt hin zur  Diktatur bewertet, eine Diskussion die ich absolut nicht nachvolziehen kann. Aus der Aufhebung von Beschränkungen von Wählbarkeit den Beginn der Dikatur abzuleiten halte ich  für schlicht unredlich. Schließlich kann sich auch in Deutschland jeder Abgeordnete Bürgermeister oder Kanzler unbegrenzt wiederwählen lassen, ohne das deshalb rgend jemanden von Diktatur spräche. 

Wenn man schon über Tendenzen zur Diktatur und Unfreiheit im Zusammenhang mit Venezuela sprechen will,so gibt es andere Fakten die mich wesentlich nachdenklicher machen als die Aufhebungen von Amtszeit Beschränkungen.Zum Beispiel der Korrespondenten Bericht Die Milizen des Hugo Chavez von Stefan Schaaf der gestern im Weltspiegel lief,und hier nachlesen ist.Schaaf berichtet dort aus dem Bario „23. Januar“ in Caracas, wo Linksgerichtet Milizen die Polizei verdrängt haben und das staatliche Gewaltmonopol auf ihre eigene Art garantieren, oft verbunden mit Selbstjustiz.Auch.Auch vor Druck auf Politisch andersdenkende wird  nicht zurückgeschreckt.So haben die  Volksmilizionäre den gewählten Bürgermeister von der Opposition vertrieben und das Rathaus besetzt, weil dieser ihre Verträge nicht verlängern wollte.

Offensichtlich handelt es sich hierbei um ein  ausgebautes System von Milizen,Schaaf nennt sie Plakativ die Bodentruppen des Hugo Chavez.Nicht verschwiegen werden soll das die Milizen bei den Bewohnern der Barios durchaus beliebt sind.Ich bin dennoch der Ansicht das das Gewaltmonopol in die Hände regulärer Polizei und nicht von Milizen gehört, die vom Präsidenten bezahlt werden. Einen Bürgermeister einfach zu vertreiben hat auch nicht all zu viel mit Demokratie zu tun.

Kurz und Gut wenn wir schon über Autokratische Tendenzen  in Venezuela reden sollten wir uns besser auf solche Erscheinungen  beziehen statt uns  auf die unbegrenzte Wiederwahl von Amtsträgern zu fokusieren.Schließlich ist diese Praxis in vielen Demokratien völlig normal.   


             

Mittwoch, 11. Februar 2009

Mehdorn Kündigen !


Wer der Meinung ist das Bahnchef Mehdorn endlich seinen Hut nehmen sollte,der kann ihm jetzt zumindest Virtuell Kündigen. Möglich macht das die Kampagne Mehdorn Kündigen von Campact.Also wer Mehdorn seine Kündigung senden will begebe sich zur Kampagnenseite
 

Finanzkrise im Ostgewand

Lange schon beschäftigt Deutschland die Finanzkrise.Nebenbei hat das Jubiläumsjahr 20 Jahre Wende begonnen. Beides Zusammen hat Extra 3 in folgendem Video geschickt kombiniert und verdreht. Hier ist nicht die DDR Untergegangen, sondern die BRD.So feiert die Aktuelle Kamera 60 Jahre DDR mit netten Bezügen zur Finanzkrise und den Datenskandalen der letzten Monate.Die Staatsratsvorsitzenden Merkel und Steinmeier retten hier den Westen statt den Osten

Viel Spaß !



link

Israel Am Scheideweg

Israel hat gewählt und heraus gekommen ist ein Wahlergebnis das Israel an einen historischen Scheideweg führen dürfte. Zunächst einmal endete die Wahl mit einer Überraschung, kam es doch nicht zum erwarteten Triumphzug des Likud, sondern zu einem Patt zwischen Likud und Kadima, mit minimalen Vorteilen für Kadima. So kommt Kadima auf 28 der insgesamt 120 Sitze der Kneset während der Likud bei 27 Sitzen landet. Dritt stärkste Kraft wird die rechtsextremistische Partei Israel Beitenu mit 15 Sitzen ,noch vor der Arbeitspartei die mit 13 Sitzen das Schlechteste Ergebnis aller Zeiten einfährt. Ebenfalls stark schneidet die Ultra Orthodoxe Schas mit 11 Sitzen ab, gefolgt von weiteren rechten und Orthodoxen Parteien.Die Linken und Arabischen Parteien spielen mit 3-4 Sitzen keine Rolle für die Regierungsbildung. Details siehe Grafik unten .

Damit ergeben sich Zwei mögliche Regierungsmehrheiten. Entweder bilden Kadima Likud und Arbeitspartei eine Mitte-Rechts Regierung unter der Führung Zpi Livnis,oder der Likud bildet zusammen mit Israel Beitenu der Schas und weiteren Kleinparteien ein extrem rechtes Bündnis. Letzteres würde mit ziemlicher Sicherheit den Todesstoß für jegliche Ansätze einer Friedenslösung im Nahen Osten bedeuten.

Diese Apologetische Einschätzung speist sich vor allem aus der Beteiligung von Israel Beitenu und ihrem Frontmann Avigdor Lieberman, dessen Ansichten soweit rechts stehen, das sie sogar von vielen Israelis schlicht als Faschistisch bezeichnet werden. Liebermann möchte sämtliche Israelischen Araber einem Loyalitätstest unterzieheen und ihnen wenn sie diesen nicht bestehen die Bürgerecht entziehen und sie Ausbürgern. Während des Gazakrieges forderte er Arabische Kneset Abgeordnete wie Hamas Terroristen zu erschießen. Die Siedlungen im Westjordanland sollen nach seinen Vorstellungen annektiert, Arabische Ortschaften in Israel den Besetzen Gebieten zugeschlagen werden. Gaza möchte Liebermanns Partei dem Erdboden gleich machen, sofern hier überhaupt noch eine Steigerung möglich ist.

Man sieht also Liebermanns Ansicht sind äußerst radikal, und es käme meiner Ansicht nach einem Wunder gleich,sollte eine Rechtsextreme Koalition der Palästinensischen Seite auch nur irgendwelche Zugeständnise machen.Somit hat Benjamin Natanjahu nunmehr den Schlüssel für die Zukunft des Nahostkonflikst in der Hand.Wählt er Variante eins und lässt die Tür zu einer Friedenslösung damit zumindest noch einen Spalt offen, oder wählt er das Bündnis mit Liebermann und zerschlägt damit jede Perspektive auf Frieden.

Einen wichtigen Faktor bei der Entscheidungsfindung dürfte die US-Regierung darstellen. Schließlich hat sie eine aggressive Friedensinitiative angekündigt, und kann von daher kein Interesse an einer Regierungsbeteiligung Liebermanns haben.Mit den immer noch fließenden Milliarden Hilfen hätte man ein passendes Druckmittel in der Hand. ob sich Obama trauen wird diese Karte gegen den Widerstand mächtiger Pro israelischer Lobbys wie dem AIPAC auszuspielen ist freilich eine andere Frage.



Ergebnis der Parlamentswahlen in Israel. (Die Knesset hat insgesamt 120 Sitze)

Internetradio eine erste Bilanz

Anfang Januar schrieb ich über meinen Aufbruch in die Welt der Internetradios. Nun möchte ich eine erste Bilanz meiner Erfahrungen ziehen und einige natürlich rein subjektive Sender Empfehlungen abgeben. Zunächst einmal lässt sich feststellen, dass die Technik äußerst zuverlässig funktioniert. In rund sechs Wochen Betrieb ist das Radio vielleicht 2 mal wegen eines internen Softwarefehlers abgestürzt, hielt aber ansonsten immer zuverlässig die Verbindung.Dabei dürfte ich feststellen, dass die von vielen öffentlich-rechtlichen Sendern praktizierte Unverschämtheit Hörern des Internetstreams den Stream nach einer Stunde zu kappen, um traffic zu sparen nicht auftritt.Ob das nun der Einstellung dieser Praxis oder einem besonderen Trick meines Radios geschuldet ist kann ich nicht beurteilen.

Im Alltäglichen Einsatz unterscheidet sich das Radio jedenfalls nicht sonderlich von klassischen Radios.Im Grunde merkt man nur beim Sender umschalten und dem anschließendem Puffern der Sender und beim Einschalten des Radios das man es mit es mit Internetbasierter Technik zu tun hat.Ansonstenn könnte auch der Eindruck entstehen es handele sich um Kabel oder Satelietenempfang.Vom Technischen Standpunkt her also eine absolute Empfehlung von mir sich an diese Art der Radio Nutzung heran zu trauen.

Kommen wir nun zu Meinen Sender Empfehlungen

1. Radio Multicult 2.0


Das Multikulturelle Internetradio aus Berlin, das Anfang des Jahres in Reaktion auf die Schließung von Radio Multikulti gestartet wurde. Wer mit Worldmusic etwas anfangen kann und überdies kein Problem mit einer gewissen regionalen Orientierung auf Berlin und Brandenburg hat bekommt hier ein abweckslungsreiches Programmm von hoher journalistischer Qualität geboten.


2.Funkhaus Europa

Öffentlich-rechtliches Pandant zu Multicult 2.0 produziert vom WDR RBB und Radio Bremen. Nicht ganz so abweckslungsreich wie die Multicultis aus Berlin,hat gegenüber ihnen aber den Vorteil,dass regelmäßg Nachrichten gesendet werden. Netter Begleiter durch den Tag. Zwischen 18 und 22 uhr fremdsprachiges Programm.



3. Byte FM

Internetradio aus Hamburg mit einem sehr breiten Musik Programm in dem alle Musikrichtungen ihren Platz haben. sollen. Byte.Fm macht Musikprogramm nach dem Motto Hauptsache gute Musik. Mit Klaus Walter ist auch eine wahre Radio Legende der jüngeren Deutschen Radio Geschichte mit an Bord.


4. Cocoradio

Rock Reggae Music, Dancehall und Roots Reggae aus Accra .


5.Huricane Rock

Netter Rock und Metal Sender aus München. Am Besten außerhalb der moderierten Zeiten einschalten, den die Moderatoren sind ziemliche Amateure und dem entsprechend nervig.



6. Radio Paradise

Nicht kommerzielles Internetradio aus Paradise Kalifornien. Spielt eine angenehme Mischung aus Pop Folk und Worldmusic finanziert sich nur aus Spenden der User und ist somit Werbe frei.


7. Folkradio.co.uk

Wie der Name schon sagt Britischer und Irischer Folk direkt aus dem vereinigten Königreich


8. 1920s Radio Network

Die Station für Bigband und Swing Klassiker aus dem Zeitraum 20er bis 40er Jahre. aus Chesapeake Virginia. Sehr entspannend nach einem stressigen Tag


So dass soll es erst einmal gewesen sein. Wer jetzt Blut geleckt hat und noch mehr Sender aufstöbern will, dem sei das Deutschsprachige Portal Radio.de empfohlen. Wer kein Problem mit der Englischen Sprache hat, der wird auch bei reciva fündig. Zu guter Letzt sei noch auf das gute alte shoutcast verwiesen

Montag, 9. Februar 2009

Wie integriert ist die Deutsch-Türkische Mittelschicht?

Gestern Abend lief der Tatort Familienaufstellung im Ersten. Er drehte sich um das Thema Ehrenmord in einer Türkischen Familie, brach aber bewusst mit einigen Klischees. So Stellten die Autoren Thea Dorn und Seyran Ates nicht etwa die typischen Gastarbeiter in das Zentrum ihrer Gesichte,sondern eine Türkische Mittelschicht Familie. Alle Charaktere sprechen sauberes Deutsch sind gut ausgebildet und wirtschaftlich erfolgreich. Sie sind nach außen hin also in Deutschland angekommen und erfüllen alle Voraussetzungen die sich Integrationspolitiker erträumen. Dennoch ist die Filmfamilie innerlich dominiert von den archaischen Ehrbegriffen Ost-Anatoliens, weshalb es im Film zu zwei Morden kommt, nämlich an der aufmüpfigen westlich lebenden Schwester und ihrer Geliebten,die - ein weiterer Bruch mit dem Klischee nicht vom Bruder sondern der kleinen Schwester ausgeführt werden, welche von der Familie gezwungen wird den Cousin den ihre Schwester einst nicht ehelichen wollte zu heiraten.

Nun sollte man sich hüten von Filmen eins zu eins auf die Realität zu schließen, allerdings verweisen Ates und Dorn in einem Interview zum Film das sie der Welt gegeben haben darauf, dass sich offenbar tatsächlich eine ganze Menge top integrierter Familien der neuen Türkischen Mittelschicht finden, die bestes Deutsch sprechen , wirtschaftlich erfolgreich sind ihre Töchter gut ausbilden lassen, um sie im Endergebnis dennoch Zwangsehen zu unterwerfen. Diese Tendenz halte ich aus dem Munde von Frau Ates die seit Jahren in ihrer anwaltlichen Tätigkeit mit bedrängten muslimischen Frauen arbeitet für sehr glaubwürdig.

Allerdings wirft dieser Befund für mich auch Fragen auf. Wenn es solche Familien gibt, so sind sie der lebende Beweis für das Versagen der These Spracherwerb führt zu Bildung,Bildung zu wirtschaftlichem Erfolg und wirtschaftlicher Erfolg gleichsam automatisch zu einer verwestlichung des Lebensstils und perfekten Integration in die deutsche Gesellschaft.

Solchen Familien ist offenbar mit klassischer Integrationspolitik nicht beizukommen.Die haben sie ja auch nicht nötig. Ihr Problem scheint mir eher ihre mentale Verfassung, den sie halten trotz wirtschaftlicher und sozialer Integration an den zweifelhaften archaischen Traditionen Ost-Anatoliens fest, leben als innerlich in der Türkei. Wie also soll die Deutsche Gesellschaft mit diesem Teil der zugewanderten Community umgehen? Ich bin keine Experte möchte aber dennoch ein paar Überlegungen in den Raum stellen.

Zum Ersten

Denke ich die deutsche Gesellschaft sollte sehr viel mehr tun um Mädchen und Frauen die aus ihren Familien fliehen zu unterstützen. Das muss im Extremfall bis hin zur Ausstattung mit neuen Identitäten reichen.Ziel von Pädagogen und Sozialarbeitern muss sein betroffene so zu erziehen das sie die Kraft haben gegen ihre Eltern zu rebellieren. Besser wäre es natürlich es gelänge ihnen die Eltern von der Unsinnigkeit ihrer Orthodoxen Linie zu überzeugen, indes dürfte dies bei wirklichen Traditionalisten Sinnlos sein.

Zum Zweiten

Müssen Eltern die ihre Kinder Zwangverheiraten wollen vom Staat zur Rechenschaft gezogen werden, bei Minderjährigen konnten den Job die Jugendämter auf dem Wege der Kindesentziehung lösen. Allerdings versagt dieses Mittel natürlich sobald Betroffene zum Heiraten in die Türkei verbracht werden, oder die Volljährigkeit erreicht haben.Insofern sind juristische Sanktionen nicht einfach,zumal dafür betroffene erstmal zur Polizei gehen müssten. Diese aber werden von der Familie unter Druck gesetzt die Ehe als Liebesheirat zu verkaufen. So bleibt wohl nur der Rückgriff auf Punkt Eins.


Was aber machen wir eigentlich mit den Eltern, außer wie unter eins gefordert Pädagogisch auf sie einwirken oder ihnen wenn möglich die Kinder entziehen? Was tun mit Menschen die zwar nicht offen mit dem Gesetz in Konflikt geraten, deren innere Wertordnung aber dem Grundgesetz widerspricht? Massenhafter Umerziehung unterwerfen, sozusagen reeducation für ultra Konservative Türken ? Ab in den Knast ? Oder nichts tun und hoffen das sich früher oder Später die westlich gesinnten Teile der Community durchsetzen weil die anderen vielleicht weg sterben? Ich muss sagen mich lässt al dies relativ konsterniert zurück.

Baff bin ich auch über einen Trend der im Tatort das Mordmotiv lieferte. Die verzweifelte kleine Schwester die eine heimliche Affäre mit einem anderen Jungen hat ermordet ihre Schwester, die Ärztin ist nämlich deshalb, weil sie sich weigert ihr das Jungfernhäutchen wiederherzustellen. Wie die taz meldet greift diese Praxis der Jungfräulichkeit per OP derzeit verstärkt um sich. Eine ziemlich pragmatische Lösung für den Fall das sexueller Freiheitsdrang und Tradition in Konflikt geraten.

Sonntag, 8. Februar 2009

Wenn der Mensch dem Menschen ein Raubtier ist

Im Kongo herrscht schon seit langem Krieg und stürzt das Land das so groß wie Westeuropa ist in ein für Bewohner der Ersten Welt kaum fassbares Elend. Das große Drama des Kongo liegt in seinem enormem Rohstoff Reichtum. Verschiedenste Warlords und Milizen kämpfen um den Zugriff auf die Ressourcen, und weil die Einnahmen aus den Rohstoffen den Krieg bestens finanzieren hat keine der Kriegsparteien ein Interesse den Krieg zu beenden.

Auch westliche Firmen mischen mit und haben gleichfalls wenig Interesse an Frieden den in anarchischen Verhältnissen lässt sich wesentlich mehr Profit machen als unter Bedingungen eines funktionierenden Staates der so etwas störendes wie Steuern verlangt.All dies sind Rahmenbedingungen unter denen die gängigen Konzepte der Friedens-Und Konfliktforschung an ihre Grenzen stoßen.

Die Westliche Staatengemeinschaft zeigt recht wenig Interesse daran den Kongo zu befrieden. Zwar gibt es eine EU-Friedenstruppe welche die Wahlen im Kongo abgesichert hat, sie ist aber so klein das sie höchstens Stabilität in Kinshasa herstellen, nicht aber das Land stabilisieren kann.Das gilt schon garnicht für die Kivu-Provinz. Hier herrscht pure Anarchie,auch wenn es nach der Festnahme von Laurent Nkunda möglicherweise einen Hoffnungsschimmer gibt.Bei genauer Betrachtung spricht allerdings mehr dafür das Nkundas Festnahme eher ein Faustpfand im Machtspiel zwischen Kongo und Ruanda als einen Friedensbringer darstellt.


Die Vereinten Nationen konzentrieren sich derweil lieber auf die Jagd nach Piraten vor dem Horn von Afrika,freilich ohne die Ursachen der Piraterie zu bekämpfen.Symptom Behandlung geht vor Nachhaltigkeit,Warenverkehr vor Menschenrechte.


Auf der Strecke bleibt bei alledem die Zivilbevölkerung die im Kongo dahingerafft wird wie die Fliegen.Anschaulich beschreibt das Andrea Jeska in ihrer Reportage der Sargmacher von Goma .Aus ihr stammt auch der Titel dieses Eintrages. Ergänzend zur Reportage gibt es hier noch weitere Beiträge zur Situation Im Kongo.

Ahmadinedschad schreibt Obama

Eine der zentralen Außenpolitischen Versprechen Barack Obamas neben dem Abzug aus dem Irak ist die Aufnahme konstruktiver Gespräche mit dem Iran.Laut Guardian bastelt das Weiße Haus derzeit an einem Brief an Ahmadinedschad. Inhalt das Angebot direkter Gespräche. Dieser hatte Obama bereits geschrieben und zwar ein Glückwunsch Telegramm anläßlich seiner Wahl, übrigens das Erste für einen US-Präsidenten in der 30 Jährigen Geschichte der Islamischen Republik.

Der Freitag hat das Telgramm im Netz dokumentiert. Das Dokument strotzt natürlich nur so vor religösem Pathos und implizieten Forderungen, dennoch finde ich alleine die Tatsache seiner Existenz interessant den damit sendet Teheran leise Signale der Entspannung an den Erzfeind USA .

Schwierig wird der Dialog dennoch werden ,den wie der Freitag berichtet konnte Ahmadinedschad mal wieder nicht an sich halten und hat den Atmosphärischen Vorteil des Telegramms möglicherweise gleich verspielt.In enem zweiten Schreiben forderte er eine "Entschuldigung der USA für ihe Verbrechen an der Iranischen Nation". klingt nicht so als würden hier zwei Männer Freunde.

Samstag, 7. Februar 2009

Wie Israel die Junge Diaspora umwirbt

Beleuchtet der Freitag in einem netten Artikel.Dabei wird die US-Organisation Birthright Israel die Kostenlose Reisen durch Israel für junge Diaspora Juden anbietet um ihre Bindung an die Zweite Heimat Israel zu stärken.Die Organisation ist dabei überzeugt, dass Assimilation heute eine größere Bedrohung für die Juden als Antisemitismus ist, eine zweifelhafte Position.

An sich finde ich solche Reisen nicht schlimm. Kritik würdig finde ich aber das die Arabische Seite Israels von Birthright Israel komplett ausgespart wird. Dieser schritt macht es meiner Meinung nach unmöglich die ganze Komplexität dieses Landes zu erfassen. Immerhin sind 20% aller Israelis Araber. Dieser Umstand macht aus Brigthligt Israel eine klar positionierte PR. Für Israel hat das Programm ganz klar den Sinn Auswanderer zu Gewinnen. schließlich ist Israel im Demographischen Wettlauf mit den Palästinensern auf jeden Juden der sich irgendwo auftreiben lässt. angewiesen.Offenbar klappt das auch ganz gut, den von den rund 200.000 Teilnehmern die bisher das Programm durchlaufen haben ließen sich 10.000 in Israel nieder.Immerhin 5% Erfolgsquote.

Die PR geht unterdessen auch mal nach hinten los wie das Beispiel der Studentin Laura Gordon aus Pittsburgh,zeigt die nur einige Monate nach ihrer Teilnahme an einer Birthright-Tour zu einer Sprecherin des "International Solidarity Movement" wurde, einer pro-palästinensischen Organisation, die sich dem gewaltlosem Widerstand "gegen die israelische Besatzung" verpflichtet fühlt .

Auch nicht unerwähnt soll Birthright Unplugged bleiben diese Organisation leistet genau das was an Birthright Israel zu kritisieren ist, das heißt sie organisieren Reisen für Junge Juden die ins Westjordanland und den Gazastreifen führen und so die Arabische Seite einbeziehen. Außerdem veranstaltet Birthright Unplugged Reisen für Kinder aus den Besetzen Gebieten in die ehemaligen Heimatdörfer ihrer Familien in Israel, eine Maßnahme die sicher zur Aussöhnung beitragen kann.

Für interessierte Deutschsprachige Juden gibt es hier Infos zu den Reisen.


Freitag, 6. Februar 2009

Polka gegen den Terror

Manchmal habe ich den Eindruck das der Islamische Terrorismus längst unsere Politik dominiert. Ein wichtiges Motiv ist dabei Angst. Ständig soll sie aufrecht erhalten werden, um sie dann für eine repressive Innenpolitik zu instrumentalisieren. Nur in einer Atmosphäre aus unterschwelliger Angst und Gleichgültigkeit ist die Erosion von Bürgerrechten wie wir sie seit Jahren erleben möglich. Paranoide Politiker Wie Wolfgang Schäuble behaupten uns zu Schützen fingern uns aber gleichzeitig das Grundgesetz aus der Tasche ohne das wir es merken.

Da sind Terrorvideos wie das von Hafidh Abu Talha Der Deutsche ausgesprochen wichtig den nur mit ihnen kann das Bedrohungsgefühl aufrechterhalten und die Abschaffung des Rechtsstaates betrieben werden ohne das es Widerstand gebe.

Ich habe keine Angst, den Passieren kann überall etwas und im Endergebnis ist es mir relativ egal ob ich in die Luft gesprengt werde oder an einem Herzinfarkt sterbe. Tot ist tot Umfassenden Schutz vor Terror kann es ohnehin nicht geben, wie die Terroranschläge von Mumbai zeigen.Ich Bevorzuge da Beisende Satire wie das folgende Terrorvideo.

Mit Polka und Spott gegen Angstmache von Oben !



Link

Donnerstag, 5. Februar 2009

Der Freitag startet neu !

Die Ost-West Wochenzeitung Freitag ist etwas besonderes in der Deutschen Presselandschaft. Sie ist eine Art Linke Alternative zur Zeit und dient seit ihrer Gründung vor allem als Links-Libertäres Debattenmedium in der vertreter verschiedener Linker und Linksliberaler Parteien und strömungen aus Ost und West mit sehr guten aber bisweilen auch komplexen Artikeln ihre Debatten austragen, und einen dezidiert Links-undogmatischen Blick auf das Weltgeschehen werfen.Leider krankt der Freitag seit jeher trotz hoher Qualität an schwacher Auflage und stand bereits mehrfach vor dem Aus.

Deshalb wagt das Blatt Heute unter der Ägide seines Neuen Verlegers Jakob Augstein einen kompletten Befreiungsschlag.Das Bedeutet nicht nur ein neues Layout und eine Erweiterung des Inhalts,-neben dem Politik und Kultur Ressort gibt es ab sofort auch eine Rubrik Alltag und ausgewählte Artikel des neuen Partners the Guardian aus Großbritannien, sondern auch eine völlig neue Online Strategie.

Diese setzt klar auf Web 2.0. und den Dialog mit dem Leser und User. Das heißt Artikel können nicht nur Kommentiert werden, sondern es gibt auch eine Freitag Community, in der die User Blogs anlegen und eigne Artikel produzieren können. Sind sie gut so sollen sie in die Printausgabe einfließen und die Blogger ein Honorar erhalten.So soll ein Dialog zwischen Lesern und Journalisten sowie Bloggern und der Redaktion entstehen. Die Einbahnstraße Journalismus soll durchbrochen werden und echte Interaktivität erreicht werden.

Ich finde diese Idee reizvoll und habe mir deshalb dort einen Zweitlog angelegt, der derzeit aber nur Kopien von hier erscheinen Artikeln enthält. so wird es wahrscheinlich auch weiterhin laufen. Geht das Konzept auf hätte der Freitag als erste Zeitung den Konsequenten Übergang ins Internetzeitalter geschafft ohne nur noch im Netz zu erscheinen.Allerdings ist das mit User generated Contend so eine Sache. Da ist traditionell auch immer viel Mist dabei und es wird sicher eine Aufgabe daraus die Artikel zu filtern die den Ansprüchene einer Links-Intellektuellen Wochenzeitung gerecht werden.

Wenn man aber davon ausgeht das eine Zeitung wie der Freitg in der Regel von intelligenten Menschen gelesen wird ist es gar nicht so unwahrscheinlich das da gute Sachen zustande kommen und die Printausgabe bereichern.

Ich wünsche dem Freitag jedenfalls viel Erfolg und habe mir gestern erstmal ein 6-Wochen Probeabo bestellt. Überzeugt mich dies schließe ich ein Dauer Abonnement und schieße dafür den Spiegel ab der hat in den letzten Jahren stark abgebaut und kostet immer mehr.ich bin kaum noch gewillt das mitzutragen.

Die Geschichte des Katholischen Ultramontanismus

Zeichnet Peter Bürger in einem sehr guten Artikel bei Telepolis nach. Der Ultramontanismus bezeichnet eine politische Haltung des Katholizismus in deutschsprachigen Ländern und den Niederlanden, die ihre Weisungen ausschließlich von der päpstlichen Kurie, also aus dem „jenseits der Berge“ (lateinisch ultra montes) liegenden Vatikan bezieht.
Diese Bewegung die 1870 auf dem Ersten Vatikanischen Konzil das Unfehlbarkeitdogma durchsetzte, ging mit einem ausgeprägten Antisemitismus einher, der zwar für sich genommen nichts ist,was die Kirche erst im 19 Jahrhundert geprägt hätte,jedoch ist die Lehre von der Unfehlbarkeit des Papstes und der damit verbundene Antijudaismus entscheidend wenn man den Historischen Kontext der jetzigen Diskussion verstehen will.

Berger Zeichnet ein beeindruckendes Panorama der Wirkungsgeschichte der Lehre des Ultramontanismus des das von 1870 bis heute reicht. Dabei wird auch deutlich das es sich bei der Wideraufnahme der Piusbrüder keineswegs um ein versehen des Papstes, oder das Vergehen einer hinterhältigen Kurie handelt.

Vielmehr zeigt der Artikel auf,dass dieser Papst ein kohärentes Projekt verfolgt, das offensichtlich darauf abzielt die Beschlüsse des zweiten Vatikanischen Konzils Scheibchenweise zu kassieren, und den reaktionären antimodernen und antisemitischen Traditionalisten alle erforderlichen Brücken zu bauen, und zwar ungeachtet der Tatsache, dass die Pius-Bruderschaft eine extrem reaktionäre und zutiefst antisemitische Gruppe ist,die mit Diktatoren und rechtsgerichteten Regimen sympathisiert und ihr Wurzeln im Klerikalfaschismus hat


Gleichzeitig werden die Linkskatholiken der Befreiungstheologie mit aller Härte bekämpft. Es gilt das Motto nach Rechts integrieren nach Links ausschließen. Zieht man nun noch die Tatsache hinzu, dass der Papst mit Gerhard Maria Wagner einen Ultrakonservativen zum Weihbischof von Linz ernannte, der sich einen Namen machte, als er die "Harry-Potter"-Romane verurteilte, weil da Satanismus am Werke sei, und anlässlich der Katrina-Katastrophe diese als Folge der "geistigen Umweltverschmutzung" und Unmoral in New orleans kennzeichnete, wird klar wo dieser Papst hin will.Es geht zurück ins Mittelalter. Man kann nur hoffen das Ratzinger stirbt bevor er sein Werk vollendet.

Mittwoch, 4. Februar 2009

Zurück auf Start

Seit dem Wochenende ist die am 19. Januar für den Gazastreifen ausgehandelte Waffenruhe quasi Geschichte. Palästinenser feuern wieder Raketen, und Israel fliegt wieder Luftangriffe. Mehr oder weniger wieder alles auf Anfang. Meine persönliche Analyse zum Gazakrieg hatte ich ja bereits vor gut einem Monat abgegeben.Die jetzige Situation zeigt das die beiden Konfliktparteien offenbar weder willens noch in der Lage sind den Konflikt beizulegen.

Einen wirklich lesenswerten Aufsatz über die Hintergründe des Kriegs im Gazastreifen liefert Ivesa Lübben vom Averroes Institut für Wissenschaftliche Islamforschung. Hier kann man einiges lernen. So weist die Autorin nach, das ein Großteil der Raketenangriffe die schließlich zur Begründung für den Krieg wurden keineswegs von der Hamas, sondern von anderen Milizen wie den Alqusa Brigaden der PFLP oder Jihad al Islami ausgeführt wurden. Die Kriegsschuld der Hamas lässt sich offenbar empirisch nicht beweisen.

Vielmehr verweist Lübben auf eine Vielzahl Israelischer Verstöße gegen den Waffenstillstand,die der Aufkündigung des Waffenstillstands durch die Hamas vorausgingen. Diese wurden aber von den Medien kaum Wahrgenommen, was einiges über die Internationalen Medien aussagt.

Alles in allem ein sehr guter Aufsatz, den ich jedem der sich nicht scheut sich durch 16 Seiten zu Lesen wärmstens Empfehle.

Montag, 2. Februar 2009

Lebensdaten der Anderen Art

Ich bin Gerade via Stumble upon auf diese nette Seite gestoßen, bei der man seinen Geburtstag eingeben kann und dann eine ganze Reihe mehr oder weniger sinnvoller Ergebnisse erhält. Hier meine Daten für den 28.9.1980


  • You were born on a Sunday.
  • Your star sign is Libra.
  • Your birthstone is Sapphire.
  • The season was Autumn.
  • You were born in the Chinese year of the Monkey.
  • The US President was Jimmy Carter (Democratic).
  • The UK Prime Minister was Margaret Thatcher (Conservative).
  • You are 28 years 4 months 4 days old.
  • It is 238 days until your next birthday.
  • In dog years you are 196 years old.
  • You are 10,354 days old.
  • You are approximately 248,517 hours old.
  • You are approximately 894,662,998 seconds old.
Hier bekomme ich mal genau vorgeführt wie alt ich bin. Toll finde ich das ich im Jahr des Affen geboren bin, den ich mag die Viecher, wobei Affen glaube ich in der chinesischen Mythologie nicht den besten Ruf haben. sei es drum,jedenfalls eine nette Spielerei.

Was ist Terraforming ?

Eines der beliebtesten Motive der klassischen Science-Fiction ist das Terraforming, also der Umbau von Planeten sodass sie für Menschen bewohnbar werden. Auch die Nasa denkt seit längerem über Terraforming für den Mars nach. Dabei stehen Drei Dinge fest :

1. Terraforming ist sehr sehr Teuer und wenn überhaupt nur finanzierbar wenn die ganze menscheit alles zusammenwirft was sie hat.
2. Terraforming dauert sehr sehr lange. Wir sprechen hier von einem Zeithorizont von mindestens einigen Hundert Jahren,wenn nicht noch länger
3. Der Erfolg ist ungewiss

Was muss man den jetzt genau anstellen um einen Planeten erfolgreich zu Terraformen? Welche Schwierigkeiten gäbe es zu Überwinden? Harald Lesch erklärt es uns

Viel Spaß!




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Sonntag, 1. Februar 2009

Nazi Zombies in Texas

Hier ein Beispiel für die Künste von Computerhackern.In Austin, Texas, wurde eine digitale Straßenbau-Anzeige gehackt,und heraus kam eine Warnung vor Nazi Zombies.

Wer sowas gerne auch mal machen will findet hier eine Anleitung.





Via rebelart

Wer hat uns Verraten?

Natürlich Sozialdemokraten! Ich sehe das zwar nicht ganz so dramatisch und wähle das Pack mangels Alternative in der Regel immer noch mit der Erststimme,dennoch bringt der folgende Clip von Marc Uwe Kling das Ganze Elend der SPD sehr gut auf den Punkt und zeigt warum man diese Partei eigentlich seit gut 10 Jahren nicht mehr wählen sollte.

Vielleicht ist das Ja bei mir in etwa so wie bei vernünftigen Katholiken und dem Papst man regt sich zwar permanent über ihn auf, mit dem Laden zu brechen bringt man aber trotzdem nicht übers Herz.


Viel Spaß!




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Die Schmarotzer der Gesellschaft

Stellt der Kabarettist Volker Pispers in folgendem Clip vor. Dabei bewies er erstaunliche Hellsicht, den der Clip entstand schon 2004 also 4 Jahre vor der Finanzkrise. Selten hatte ein Kabarettist meiner Ansicht nach so recht!


Viel Spaß !





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