Sonntag, 13. April 2014
Dienstag, 18. März 2014
Was macht das Freihandelsabkommen Transatlantic Trade and Investment Partnership kurz TTIP, über das die EU und die US seit einiger Zeit im Geheimen verhandeln gefährlich? Warum protestieren auf beiden Seiten des Atlantik Zehntausender gegen dieses Vertragswerk? Auf den ersten Blick verspricht es schließlich mehr Wachtum, mehr Arbeitsplätze und damit Wohlstand. Dinge also, die in unserer von der protestantischen Ethik geprägten Gesellschaft noch immer sehr positiv besetzt sind.
Warum der Schein trügt und Protest dringend geboten ist, erklärt das folgende Video von ATTAC auf sehr gut verständliche und darüberhinaus auch unterhaltsame Weise.
Link
Wer sich nun gegen TTIP einsetzen möchte, kann dies am schnellsten über zwei derzeit laufende Online-Kampagnen erledigen. Zur Unterschriftensammlung von ATTAC geht es hier lang. Alternativ oder auch Zusätzlich Sammelt auch der Netzwerk Campact seit geraumer Zeit Unterschriften gegen TTIP.
Helft mit dieses Industrie Machwerk aufzuhalten. TITIP darf nicht Realität werden !
Via Matthas
Mittwoch, 20. Februar 2013
Christinnen und Christen müssen jetzt mal wieder tapfer sein. Im Fake-Trailer DJesus Uncrossed aus der US Comedy show Saturday Night Live treffen sich Jesus und Inglorious Bastards.Hier räumt der Heiland in bester Tarantino Manier mit den Römern auf, statt sich widerstandslos kreuzigen zu lassen.
Ich finde den Sketch ehrlich gesagt ziemlich brillant, zumal Jesus von Christoph Waltz verkörpert wird,der damit eindeutig beweist, dass er über sehr viel Humor verfügt! In den USA sorgt das kleine Filmchen übrigens für heftige Kontroversen, aber das ist ja nicht besonders verwunderlich.
Viel Spaß !
Link
Samstag, 16. Februar 2013
Ich möchte an dieser Stelle meinen Leser_Innen meine derzeitige Lieblingsserie Homeland vorstellen.im Mittelpunkt von Homeland steht die CIA Agentin Carrie Mathison (Claire Danes) Sie erhält im Irak die Information, dass es islamistischen Terroristen gelungen sei einen amerikanischen Kriegsgefangenen "umzudrehen". Acht Monate später taucht tatsächlich der seit 8 Jahren verschollene US-Marine Nicholas Brody wieder auf. Carrie ist sofort davon überzeugt, dass es sich bei Brody um den umgedrehten Marine handeln muss und beginnt ihn gegen den Willen ihrer Vorgesetzten rund um die Uhr in Ton und Bild zu überwachen. Nur ihr Ausbilder Saul Berenson hält ihr den Rücken frei.Für den Rest der Welt ist Nicholas Brody ein Star. Vor allem Carries Chef David Estes möchte r dem amerikanischen Volk das inzwischen vom Krieg gegen den Terror ermüdet ist anhand von Brodys Schicksal vor Augen zu führen, dass der "Krieg gegen den Terror" noch lange nicht vorbei ist.
Die Grundfrage der Serie ist ob Carrie mit ihrem Verdacht richtig liegt oder nicht. Hinzu kommt das Carrie an einer psychischen Erkrankung leidet, von der ihre Vorgesetzten jedoch nichts erfahren dürfen.So spielt die Serie auch mit der Frage, ob sich Carrie die Bedrohung eventuell nur einbildet.Im Vergleich zum von mir seinerzeit ebenfalls sehr geschätzten 24 geht es bei Homeland wesentlich gemächlicher und vermutlich auch etwas realistischer zu. Carrie Mathison ist im vergleich zum strahlenden Nationalhelden Jack Bauer eine zerbrechliche und widersprüchliche Person. Überhaupt fehlen bei Homeland die strahlenden Helden mit denen man sich bedingungslos identifiziert. Alle sind mehr oder weniger grau und verhalten sich moralisch gesehen durchaus fragwürdig.
Mir gefällt der Ansatz von Homeland recht gut. die vergleichsweise ruhige Herangehensweise an das Thema Anti-Terror Kampf hebt sich wohltuend von dem zuletzt ins lächerliche abgeglittenen Action Feuerwerk von 24 ab. Nicholas Brody ist kein strahlender Kriegsheld, sondern traumatisiert und hat keine Lust sich für den Anti-Terror Krieg ausbeuten zu lassen Auch seien Familie kriselt gewaltig.
Alles in allem ist Homeland eine sehr gut produzierte interessante und spannende Action und Drama Serie.Claire Daines glänzt in ihrer Rolle als Carrie Mathison aber auch Damian Lewis als Brody weiß zu überzeugen. Wer Serien mit Komplexer Erdzählstruktur wie 24 oder Prison Break mag,dem wird auch Homeland mit recht hoher Wahrscheinlichkeit gefallen.von mir gibt es hier eine uneingeschränkte Empfehlung sich die Serie einmal anzusehen, sei es Sonntags im Fernsehen auf Sat 1 oder auf DVD.Letzteres ist sehr zu empfehlen, denn Homeland kann durchaus ziemlich süchtig machen.
Montag, 16. Juli 2012
Kann man in einem interessanten Artikel von Dorothea Hahn in der Onlineausgabe der Taz erfahren.Die Forderungen der US-Grünen sind dabei an die anderer Grüner Bewegungen und der Globalisierungskritischen Bewegung angelehnt.Für Europäische Ohren sind sie Linksliberal oder vielleicht auch Links-sozialdemokratisch. Für die völlig anders gelagerte amerikanische Links-Rechts-Achse sind sie allerdings geradezu anarchistisch. Was genau wird gefordert?
Mit einem großen ökologischen Konjunkturprogramm dem sogenannten Green New Deal wollen die Grünen und ihre frisch gekürte Präsidentschaftskandidatin Jill stein 25 Millionen Jobs schaffen.Zugleich soll die Armee radikal verkleinert und allen begabten Schülern unabhängig vom Einkommen der Eltern der Zugang zur Universität eröffnet werden.Das wäre wenn es denn soweit käme eine regelrechte Revolution, denn gegenwärtig verschulden sich amerikanische Eltern ja notgedrungen bis unter's Dach um ihren Kindern irgendwie eine Hochschulausbildung zu finanzieren. Die gerade mit Mühe und Not vom Supreme court bestätigte Gesundheitsreform würden die Grünen wenn sie könnten am Liebsten zu einer umfasendne Staatlichen Versicherung umbauen, Das wollte ja auch mal Obama ehe er sich auf Kompromisse mit dne Republikanern einließ die ihm überhaupt nicht gedankt wurden sondern nur Obamas Linke Anhängerschaft vergrätzen. Als typische Hippie Forderung bleibt dann noch die Forderung nach der Legalisierung von Marihuana übrig,
Das alles sind tolle Forderungen, nur wissen die Grünen dass es noch Jahrzehnte dauern wird, bis sie jemals auch nur in die Nähe eines Status kommen der ihnen eine Umsetzung ihrer Forderungen ermöglicht. Das Hauptproblem ist natürlich das Mehrheitswahlreich, das kleine Parteien eklatant benachteiligt, weil nur der Kandidat mit mindestens 50,1% einen Sitz erhält während andere Stimmen wirkungslos verfallen(Prinzip the Winner takes it all) Das heißt es ist extrem viel Graswurzelarbeit notwendig um langfristig so profiliert zu sein,dass man den großen Parteien nach und nach auf der Ebene der Bundesstaaten Sitz um Sitz im Senat und Repräsentantenhaus abnimmt.
Jill Steins Präsidentschaftswahlkampf wird zusätzlich dadurch erschwert, dass sie wie alle anderen 3th Party Kandidaten nicht zu Fernsehdebatten eingeladen wird. Das liegt daran,dass die Regeln des entsprechenden Organisationskomitees vorsehen, dass nur derjenigen Kandidaten teilnehmen dürfen die mindestens 15% in Meinungsumfragen aufweisen können. Ohne Medienpräsenz ist dies aber kaum zu schaffen. Wir haben es also mit einer Quadratur des Kreises zu tun.Geld ist auch kaum da, den Spenden von Firmen lehnt die Grüne Partei aus Prinzip ab
Insgesamt also eine ziemliche Mission impossible. Unter den jetzigen strukturellen Bedingungen Bedingungen wäre es schon ein Erfolg wenn die Grünen etwa 2 Prozent der Stimmen einführen Das strategische Dilemma dabei, möglicherweise sind es dann diese 2 % die Barack Obama von einer Zweiten Amtszeit trennen. Ich hoffe allerdings dennoch dass möglichst viele Amerikaner dieses Risiko eingehen und die Grünen wählen.Sollte Obama scheitern kann dies nicht den Grünen angelastet werden, sondern höchstens der Unfähigkeit der Demokratischen Partei mit Grünen Themen Grüne Wähler in ausreichender Zahl an sich zu binden. Niemand anderen Wählen,damit möglichst ein Demokrat gewinnt ist ein Totschlagargument, dass nicht anderes tut als jede Veränderung im US-Parteiensystem auf ewig zu verhindern und den Status Quo zu zementieren. Schluss mit der Angst! Zeit für einen fundamentalen Change Im Parteiensystem der USA !
Mut machen kann den Grünen eventuell das Beispiel Großbritannien.Auch da schien das Monopol von Konservativen udn Labour auf die Regierung auf ewig festgeschrieben. Dann schafften es die Liberaldemokraten trotz Mehrheitswahlrecht so stark zu werden, dass im Moment eine zweier Koalitionsregierung aus Torries udn Liberaldemokraten in Westminster amtiert. für britische Verhältnisse eine kleine Revolution. Nun sind Großbritannien und die US nur bedingt vergleichbar,das Beispiel zeigt aber, das eine dritte Partei den Durchbruch durchaus schaffen kann. Es bedarf aber eines sehr sehr sehr langen Atems um dies zu erreichen.Hoffnung gibt, da dass es die Grünen in ihrer Heutigen Form erst seit 11 Jahren gibt. Das ist in historischen Maßstäben gedacht sehr kurz, Die Deutsche Sozialdemokratie etwa brauchte etliche Jahrzehnte ehe sie erstmals an einer Regierung partizipieren konnte. Solch ein langfristiger Blick ist wohl der einzige mit dem man sich vor der totalen Frustration schützen kann, die eintritt wenn die Stimme immer wieder scheinbar nutzlos in der Wahlurne verloren geht und ständig wieder die Großen gewinnen.
Ich hoffe die Grünen werde diesen weiten Blick und langen Atem haben. ein Anfang konnte gemacht werden,wenn es gelingt die Occupy Wallstreet Bewegung hinter sich zu bringen. Wahlkampf in den Camps wird bereits betrieben, wie aus einem ebenfalls lesenswerten Interview mit Jill Stein hervorgeht.Noch ist Occupy aber wohl zu schwach um eine Wahl zu entscheiden. Wenn die Entwicklung aber noch länger so verhängnisvoll weitergeht wie bisher, Kann das sich ja vielleicht auch irgendwann einmal ändern!
Go ahead Greens !
Montag, 17. Oktober 2011
Das der Iran seit Jahrzehnten einer der Lieblingsfeinde der sogenannten westlichen Welt( zur Geschichte dieses bei genauer Betrachtung sehr seltsamen Begriffs siehe hier) ist,stellt keine Überraschung da. Angesichts der Dämoniisierung der Teheraner Führung, deren im Machtgefüge der Islamischen Republik recht machtloser Präsident Mahmoud Ahmadineschad zum neuen Hitler stilisiert wird, überrascht auch die Aktuelle Dreiecksposse zwischen dem Iran,Saudi-Arabien und den USA kaum. Ich rekapiituliere die Geschichte nochmal in aller Kürze. Die USA beschuldigen den Iran angeblich ein Mordkomplott gegen dne Saudi-arabischen Botschafter in Washington geplant zu haben. Erstaunlich war dabei, wie schnell aus der öffentlich geäußerten Gewissheit auf Seiten der USA recht kleinlaute Zweifel wurden, weil sich für diese Behauptung eben doch keine wirklich harten Beweise finden ließen.
Mir geht es an dieser Stelle gar nicht so sehr um die Frage, ob die Anschuldigungen der USA zutreffen. Ich halte sie durchaus für einigermaßen realistisch. Saudi-Arabien und der Iran sind Erzrivalen in ihrem Bemühen um Einfluss in der Golfregion. Da kann es schon sein, dass zum schmutzigen Handwerk beteiligter Geheimdienste auch die Ermordung diplomatischer Würdenträger zählt. Ich möchte viel mehr auf etwas anderes hinweisen, nämlich eine erstaunliche Ungleichbehandlung sehr ähnlicher Ereignisse innerhalb des Internationalen Systems, Diese Ungleichbehandlung lässt sich zwar geostrategisch begründen, moralisch und politisch aber dennoch aufhorchen.
Worauf möchte ich hinaus? Mir geht es um folgenden Punkt: Ich finde es verdächtig und Zweifelhaft, dass im Falle des Iran bereits der bloße Verdacht an einem Anschlag beteiligt zu sein ausreicht um quasi einen Kriegsgrund zu liefern, während in der letzten Zeit gleich mehrfach iranische Atomwissenschaftler auf offener Straße ermordet wurden, ohne das dies zu einem nennenswerten Aufschrei der Weltgemeinschaft geführt hätte. Wohlgemerkt handelt es sich im iranischen Fall um einen bloßen Verdacht, während im letzteren Fall real Menschen ums Leben gekommen sind.
Aus diesem Grund bin ich doch geneigt nach dem Motto im Zweifel für den Angeklagten für den Iran zu plädieren und den USA tief zu misstrauen, ich halte es mittlerweile sogar für möglich,das der unwürdigste Friedensnobelpreisträger in der Geschichte des Nobelkomitees, Barack Obama einen Krieg gegen den Iran inszenieren konnte,um sich so seine Wiederwahl zu sichern.Ich gebe aber zu,dass letzteres eher meiner paranoiden Ader entspringt,als wirklich Fakten basiert ist.
Vielleicht ist alles auch nur eine große Drohkulisse um vom Iran endlich entscheidende Zugeständnisse im Atomstreit zu erhalten. Wie so oft bleibt der Iran ein Rätselhafter schwer zu durchschauender Akteure, aber das ist ja der Grund,warum er in der Region mein Lieblingsland darstellt. Der Iran ist und bleibt immer für eine Überraschung gut.Ich hoffe nur, das es friedlich bleiben wird den Kriege hat dieser Teil der Welt wahrhaft schon genug durch leiden müssen.
Donnerstag, 8. September 2011
Manche Sachen gehen einem lange Zeit durch die Lappen. So geht es mir gerade mit der Dokumentation Fuck the Army. In ihr wird der Widerstand gegen den Vietnamkrieg innerhalb der US-Armee thematisiert Mein Bester Studienfreud Matthias hatte diese Doku bereits vor 3 Jahren auf seinem Blog auf Deutsch veröffentlicht. Heute folgte dann mit 3 Jahren Verspätung die englische Version. Nur dank dieses Hinweises wurde ich auf die Deutsche Fassung aufmerksam.
Diese möchte ich nun auch hier Promoten, um diese bemerkenswerte historische Bewegung etwas bekannter zu machen. Im Gegensatz zu Matthias biete ich die Deutsche Doku außerdem zusammengefasst in einer Playlist an,damit man sich nicht durch 7 Links klicken muss, sondern die Doku so man den will abgeshen von kurzen Ladepausen zwischen den einzelnen Teilen am Stück gucken kann. Dass macht die Sache dann etwas komfortabler für den Zuschauer.
Egal ob ihr euch die Doku nun von hier oder von Matthias Blog holt, wünsche ich viel Spaß!
Link
Montag, 5. September 2011
Über die Tea-Party Bewegung wurde auf diesem Blog schon zweimal berichtet. Einmal anhand einer Reportage, und dann durch eine Radiodebatte.Jetzt möchte ich über eine weitere radikale Spielart dieser Bewegung hinweisen,die zumindest das Potenzial hat, in Richtung eines Rechtsterrorismus ab zu gleiten.Die folgende Arte Reportage thematisiert die Bewegung der sogenannten Oath Keepers. Diese Selbsternannten Verteidiger des Verfassungseides betrachten die gesamte Regierung in Washington als marxistische Verfassungsfeinde und trainieren offen für eine aus ihrer Sicht möglicherweise bald nötige Revolution gegen die Regierung in Washington.
Natürlich ist auch viel Nostalgie und Frust dabei, und sieht man sich das Video an, so wirkt alles nicht so, als breche gleich morgen der Bürgerkrieg aus. Was sich da aber an Verschwörungstheorien, paranoidem Anti-Kommunismus und religiösem Fundamentalismus zusammenbraut ist schon sehr beängstigend. Es befeuert jedenfalls meinen Antiamerikanismus.In einem Land in dem solche Spinner eine relevante politische Größe darstellen, möchte ich niemals leben müssen. Selbst auf Urlaub hat man da doch wenig Lust. Dummerweise muss ich möglicherweise bald aus beruflichen Gründen in die USA, aber New-York ist ja ein anderes Kaliber als die hier gezeigten Kleinstädte.
Wie auch immer,die Reportage ist interessant, und macht nachdenklich.
Ich wünsche Viel spaß beim ansehen!
Link