Putzkräfte und Erzieher sind mehr wert als man denkt !



Putzkräfte stehen in der gesellschaftlichen Wertschätzung ziemlich weit unten, Folgt man einer Studie des Think Tank New Economic Foundation offenbar nicht nur normativ, sondern auch Volkswirtschaftlich zu Unrecht.Wie der ORF berichtet kamen die Forscher welche ihrer Analyse das Prinzip des Social Return on Ivestment zugrunde legten zu überraschenden Ergebnissen die Bankenkritikern beste Munition liefern. 

Folgt man nämlich dieser Brechungsmethode, die neben dem wirtschaftlichen auch den gesellschaftlichen und ökologischen Wert, der durch eine bestimmte Arbeit geschaffen oder zerstört wird mit einbezieht, stehen Putzkräfte, aber auch soziale Berufe wie Erzieher  im Vergleich zu angeblichen High Potenzials wie Top-Bankiers sehr gut da und können sich auf die Schulter klopfen. Wichtigste Erkenntnis der Studie: Das Gehalt reflektiert nicht den Gesamtgesellschaftlichen Wert einer geleisteten Arbeit.

Unter den 8 Berufsgruppen deren gesellschaftlichen Mehrwert die Forscher untersuchten  können Erzieher oder eben Putzkräfte darauf verweisen, dass sie mit jedem eingenommenen Euro 10 Euro gesellschaftlichen Mehrwert generieren. Topmanager in Banken hingegen, die in Großbritannien zwischen 550.000 und 88 Millionen Euro pro Jahr verdienen   vernichten im gleichen Zeitraum den siebenfachen Wert ihrer Gehälter. Somit sind also Erzieher und Putzkräfte Wertvoller als Bänker! Wir alle sollten dies im Hinterkopf  behalten,  wenn wir das nächste mal der Reinigungskraft zum Beispiel bei Mc Donalds begegnen!  


  
Henning | | Kommentar schreiben

Als die Atomenergie noch jung und unschuldig war !



Sprach der große Physiker Werner Heisenberg 1955 in Lindau  enthusiastisch über die Segnungen der Atomenergie. Häme ist sicher unangebracht, denn aus damaliger Sicht war dass was Heisenberg sagt absolut plausibel. Tschernobyl und Fukushima waren schließlich noch nicht passiert und man stieg in den Bau von Kernkraftwerken gerade erst ein. Hinzu kommt das gerade in den 50er und 60er Jahren ein nahezu unerschütterlicher Fortschrittsglaube herrschte, gegen den die damals schon existierenden Umweltschützer, die damals aber noch eher Heimat und Naturfreunde hießen. absolut chancenlos waren.

 Man muss den Vortrag also in seine Zeit einordnen. Tut man dies ist er aber sehr interessant und manchmal belustigend anachronistisch, sodass man sich fragt wie ein  zweifellos großes Genie wie Heisenberg sich nur  so irren konnte !

Atommüll wollte Heisenberg beispielsweise einfach in Fässer packen und im Meer verklappen, und verseuchte Luft ist für ihn jenseits eines Radius von 20 Kilometern überhaupt kein Problem!  Wie wir Heute wissen eine fatale Fehleinschätzung der tatsächlichen Gefährdung durch atomare Verseuchung !

Insgesamt handelt es sich aber um eien spanndes Stück Wissenschaftsgeschichte !


Update 31. 8.12 

In der Datei versteckt sich noch ein zweiter Vortrag im Anschluss an Heisenberg!Dieser stammt  von Otto Hahn, dem Vater der Kernspaltung und stammt aus dem Jahr 1952. Er ist ebenfalsl empfehlenswert. 

Viel Spaß damit !


Henning | , , , | Kommentar schreiben

Mit Exoskeletten gegen Querschnittsähmung!



Eine der großen technischen Träume der Science Fiction Literatur  besteht im Ersatz oder der Verbesserung von Organen durch ein Exoskelett.Dieses ist um Science Fiction unkundige Leser aufzuklären laut Wikipedia  ganz kurz zusammengefasst eine Stützstruktur für einen Organismus, das eine stabile äußere Hülle um diesen bildet.Die Idee an sich ist nicht neu, sondern wird schon seit den 50er Jahren  verfolgt. Damals hatte man aber das Problem, dass die Apparaturen Tonnen schwer und von daher nicht wirklich im Alltag  praktikabel waren.


Inzwischen scheint sich dass allmählich zu ändern.Laut eines sehr schön geschriebenen Artikels des Spiegels arbeiten gleich mehrere Firmen derzeit an Apparaturen welche durch elektrische Beine Querschnittsgelähmten das laufen ermöglichen sollen. Mit am weitesten ist hier der Israeli Amit Goffer.Dieser will schlicht und einfach den Rollstuhl abschaffen und kann bereits erste Tester mit Roboterbeinen und Krücken durch Israel schicken. Das System funktioniert bereits gut, ist derzeit aber noch recht groß. Deshalb soll es im nächsten Schritt miniaturisiert werden. Außerdem will Goffer das System so verbessern, dass die Krücken nicht mehr nötig sind. Im Moment kann nämlich sein eigenes System nicht benutzen, weil seine Arme zu stark gelähmt sind.

Ich finde das Konzept ausgesprochen faszinierend und fände es natürlich super von Goffer oder einer seiner Konkurenten ihre Prothesen zur Marktreife bringen. Sicher würden diese vielen Millionen betroffenen Menschen neue Mobilität erlauben.Auch würde diese wahrscheinlich Geld im Gesundheitswesen einsparen, dar die Langzeittest zeigen,dass die Testpersonen wesentlich seltener an Folgeerkrankungen wie zum Beispiel  Druckgeschwüren leiden. 

Warten wir ab wer das Rennen macht. Ich drücke die Daumen! 

Henning | , | Kommentar schreiben

Der Zaubersprit - Die Wende für das Wasserstoffauto?



In meinem Letzten Eintrag hatte ich über das schmutzige radioaktive Geheimnis der Öl-und Gas Industrie berichtet und dabei am Ende auch erwähnt, dass eine Zentrale Alternative zum Verbrennungsmotor nämlich das Brennstoffzellenauto noch immer an grundsätzlichen Problemen krankt. Erstens fehlt es nach wie vor an der nötigen Infrastruktur, Zweitens weiß man bisher nicht so genau wie man auf erneuerbarem Weg und nur dann ergibt  es Sinn genug Wasserstoff produzieren kann,drittens ist Wasserstoff an sich schwer zu handhaben.Man müsste entweder einen Tank bauen, der den Wasserstoff konstant auf 700 Bar Druck hält, oder den Wasserstoff auf -260 Grad Celsius herunterkühlen.

Inzwischen scheint sich aber für die Probleme der Dritten Gruppe eine mögliche Lösung abzuzeichnen.Wie Spiegel Online berichtet experimentieren Forscher derzeit mit einer  Kohlenwasserstoffverbindung namens N-Ethylcarbazol. Diese ist in der Lage Wasserstoff chemisch zu speichern und über einen Katalysator  auch wieder abzugeben. Diese Trägerflüssigkeit hat offenbar ähnliche Eigenschaften wie Diesel udn ließe sich daher problemlos lagern transportieren und Tanken.In der Vision der Wissenschaftler müsste der Autofahrer von morgen dann nur noch an die Tankstelle fahren, wo seine Trägerflüssigkeit abgesaugt, udn wieder mit neuen Wasserstoff angereichert werden würde. so entstünde quasi ein Kreislaufsystem.

Wie bei guten Ideen üblich gibt es aber auch noch erhebliche Probleme. zunächst  muss das N-Ethylcarbazol chemisch so verändert werden, dass es mehr Wasserstoff aufnehmen kann. Derzeit ist wohl bei 60 Gramm je Liter Schluss.Als Konsequenz daraus bräuchte man im Moment doppelt so große Tanks wie beim herkömmlichen Auto.Auch die hohen Temperaturen, die der Katalysator zur Herauslösung des Wasserstoffs benötigt, machen den Wissenschaftlern noch Probleme Derzeit funktioniert die Aufspaltung erst ab einer Temperatur von 200 Grad. Aktuelle Brennstoffzellen arbeiten aber mit einer Temperatur von 80 Grad. Auch ist der bei der Aufspaltung entstehende Wasserstoff offenbar nicht rein genug und wird im Motor zu langsam produziert. Dies beeinflusst  offenbar  die Fahrdynamik von Autos negativ 

Man sieht also die Probleme sind noch Vielfältig.Ich finde den Ansatz dennoch hoch interessant  und hoffe dass er durch die Industrie weiter verfolgt und zur Marktreife gebracht wird. Wenn es gelingt die beschriebenen Probleme mit der Trägerflüssigkeit zu  lösen, diese möglichst unbegrenzt wieder mit Wasserstoff geladen werden kann,  und zugleich der benötigte Wasserstoff erneuerbar erzeugt wird  wäre ein faszinierender Kreislauf etabliert.Somit wärem unsere Co2 Probleme im Bereich Mobilität gelöst und ein wichtiger Baustein für einen umweltfreundlichere Lebensweise vorhanden.



Letztlich bleibt uns Laien aber nur abzuwarten, denn ebenso gut kann sich natürlich herausstellen, dass der hier beschriebene Ansatz verworfen werden muss. Hoffen wir auf die beste Lösung für den Verkehr von morgen und übermorgen. Letztendlich führt sowieso kein Weg an weniger Individualverkehr vorbei sonst erstickt die Welt unter einer Blechlawine, aber das ist ein anderes Thema welches definitiv  einen eigenen Eintrag verdient hätte.




Henning | | Kommentar schreiben

Das strahlende Geheimnis der Öl- und Gas Industrie





Öl und Gas werden zurecht  mit so einigen Übeln  in Verbindung gebracht. Mir fallen an  dieser Stelle  spontan Luftverschmutzung Naturzerstörung Klimawandel sowie je nach Weltbild auch Kriege ein.Radioaktivität gehörte jedoch  bisher  eigentlich nicht dazu.

Das ändert sich nun,denn heute Nacht habe  durch Zufall auf einer CD-Rom die mir vor einiger Zeit Blog Kommentator Karl aus Karlsruhe zugeschickt hat,das spannende Radiofeature Strahlende Quellen-  Das radioaktive Geheimnis der Öl- und Gas Industrie entdeckt. Autor Jürgen Döschner spürt darin der Tatsache nach, das bei der Förderung von Öl-und Gas  offensichtlich massive radioaktive Abfälle anfallen.

Das wäre ärgerlich aber zu ertragen,wenn man sich darauf verlassen konnte,das sich die Industrie vernünftig um die Entsorgung dieser Abfallprodukte kümmern würde.Wie  in solchen Fällen üblich passiert dies aber nicht. Döschner weist vielmehr minutiös nach, das in der Industrie eine Mischung aus Ahnungslosigkeit und Verantwortungslosigkeit zu regieren scheint. Seine Recherche in Deutschland bringt zum Beispiel  zu Tage, dass die Industrie die Menge der anfallenden Abfallstoffe viel zu niedrig angibt.Außerdem wird  in dem Feature unumwunden zugegeben, dass man das Problem zwar kenne es aber bewusst nicht gegenüber der Bevölkerung kommuniziert. Besonders erstaunlich ist darüber hinaus, dass die  Deutsche Industrie noch nicht einmal klare Angaben darüber macht, wo und wie die Radioaktiven Abfallstoffe entsorgt werden.

Auch Kontrollinstanzen wie das Bundesamt für Strahlenschutz oder die Umweltministerien der   drei Bundesländer in denen  Öl und Gas in geringen Mengen gefördert wird,( Schleswig-Holstein, Niedersachsen und  Nordrhein-Westfalen) ,versagen grandios. Sie behaupten  es gebe keine Daten oder es handele sich nur um geringe natürliche Radioaktivität die nicht gefährlich sei. Selbstredend finden sich im Beitrag Experten die diese Aussagen in Zweifel ziehen.

Klar wird allerdings auch, dass dieses Problem ein globales ist,den anhand eines drastischen Falls wird auch die Situation in den USA thematisiert.Letztendlich kommt das Feature zu dem Fazit,dass die Altlasten in etwa mit der Asbest Problematik von vor 20 Jahren vergleichbar sind. Dies ist wahrlich keine schöne Aussicht für die Zukunft der Menschheit und des Planeten Erde.

Insgesamt bin Ich sehr angetan von diesem Feature und  möchte es trotz meiner kleinen Zusammenfassung zum selber hören empfehlen, den es ist wirklich sehr gut produziert und recherchiert und öffnet einen die Augen für ein offenbar weitgehend totgeschwiegenes Problem.

Als Grüner ergibt sich für mich aus dieser neu gewonnenen Information mehr den Je die Notwendigkeit den Ausstieg aus dem Öl-und Gas Zeitalter so schnell wie nur irgend möglich zu vollziehen.Die Frage besteht nur darin wie dieser Ausstieg bewerkstelligt werden kann. Was die Energieerzeugung  betrifft sind wir ja mit Biogas, Wind Wasser  und Sonnenenergie auf einem guten Weg. Im Bereich der individuellen Mobilität gibt es aber noch viele Fragezeichen. Das Brennstoffzellen Auto kämpft noch immer mit grundsätzlichen Problemen und die Elektromobilität kommt nur langsam ins Rollen. Außerdem ist auch sie mit ökologischen Risiken behaftet. Irgendwie müssen schließlich auch die Akkus der künftigen Elektroautos produziert und später entsorgt werden.







Kurz und  bündig es bleibt noch sehr viel zu tun um möglichst global einem sauberen Lebensstil zu etablieren.Tolle Ansätze hierzu gibt es genug,Setzen wir sie endlich um und entmachten die Konzerne welche skrupellos Mensch und Umwelt killen!



Henning | , , , , , | Kommentar schreiben

Otter versus Puff Fisch!



Nach längerer Zeit gibt es jetzt mal wieder etwas mit Tieren! Das folgende Video indem ein Otter mit einem  sogenannten Puff Fisch ringt und daran scheitert,finde ich sowohl unterhaltsam als auch interessant.Der Puff Fisch ist nämlich in der Lage sich mittels Luft so aufzublasen, dass er am Ende die Form eines Wasserballs annimmt. So kann der Otter ihn dann nicht greifen.

Diese Strategie des Puff Fisch hat am Ende  eine höchst ironische Seite, die ich an dieser Stelle aber nicht verraten möchte. seht euch einfach das Video an.Natur ist einfach faszinierend.

Viel Spaß!

 

Link

Henning | , | Kommentar schreiben

Das Atomunglück in Fukushima und Atomenergie für Kinder erklärt



Wie erleben eigentlich Kinder die Atomkatastrophe in Fukushima und wie erklärt man ihnen diese Katastrophe? Wie ist überhaupt die Atomkraft pädagogisch an Kinder vermittelbar?

Hierzu möchte ich mal Zwei Beispiele Zeigen. Einmal ein aktuelles Video aus Japan, das die Atomkatastrophe mit Hilfe der Figur des Atomboy meiner Meinung nach  arg verniedlicht.Gewissermaßen als gelungenes Gegenbeispiel stelle ich die  Atom Maus aus dem Jahr 1988 gegenüber,  die mit tollen Bildern und Experimenten die Atomtechnik als ganzes erklärt und am Ende sogar bereits auf das Thema erneuerbare Energien eingeht.Letzteres war 1988 keine Selbstverständlichkeit und zeigt klar den politischen Standpunkt der Mausmacher  !

Viel Spaß mit Atomboy und der Maus !  





Link






Link


Henning | , | 1 Kommentar

Hilfreiches zur Einordnung der Lage in Fukushima



In diesem Post habe ich einmal versucht einige gute Ressourcen zusammenzutragen, welche das Verständnis der verstörenden Dauerkrise in Fukushima für Laien  erleichtern sollen.  

Zunächst möchte ich folgende Grafik  empfehlen, da sie kompakt  gut Verständlich   und Anschaulich die aktuelle Lage zusammenfasst.



Veröffentlichung auf diesem Blog mit Freundlicher Genehmigung von Karl-Wilhelm Koch, mehr infos auf www. Stoerfall-Atomkraft.de  



Hilfreich für das Verständnis der Lage ist auch das folgende ebenfalls mit freundlicher Genehmigung von Karl-Wilhelm Koch und www. Stoerfall-Atomkraft.de veröffentlichte vereinfachte Schema eines Siedewasserreaktors,also des Fukushima Reaktortyps





Sehr zu empfehlen ist auch die aktuelle Folge des Alternativlos Podcast.Hier wird nicht nur die Grundlage der Kerntechnik gut erklärt,sondern es ist auch ein spannendes Interview mit dem AKW Experten Michael Sailer enthalten. Außerdem gibt auf der Seite zur Folge weitere interessante Links. Ebenfalls interessant und vor allem streng physikalisch  und wenig Wertend  argumentierend ist die ausfürliche Zusammenfassung  der Probleme die  auf dem  Physikblog zu finden ist.

Ich hoffe die Grafiken, der Podcast und der Artikel helfen die Lage ein bisschen besser zu erfasssen. Diese spitzt sich nach einer Meldung der Taz übrigens weiter zu,. Offenbar hat die Internationale Atomenergiebehörde IAEA inzwischen deutliche Hinweise, das die Verseuchung rund um die AKWS inzwischen ein ähnliches Niveau wie in Tschernobyl erreicht hat.sollte sich dies bewahrheiten wäre das Gebiet auf sehr lange Zeit unbewohnbar.Das Grauen ist also noch lange nicht vorbei !

Henning | , , , | Kommentar schreiben
Minima Responsive Design by Be KreaTief · 2013 · Based on Five by 5202 · © Content Hennings wunderbare webwelt